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Donnerstag, 9. Dezember 2021

Medical Medium Heilungsupdate nach 27 Monaten

 

Update nach 27 Monaten Ernährung nach Anthony William

  • alkoholfreie Zitronenmelissentinktur, B12, Zinksulfat, Magnesiumglycinat, Ester-C, GABA, B-komplex, Goldenseal, Brennnesseltinktur (wegen Zähnen), selbstgemachte Rotkleetinktur (Zähne), flüssiges Silizium (Zähne), celeryforce, Melatonin, selbstgemachter Holunderbeersirup und ein flüssiges Probiotikum; ganzer HMDS an 6 Tagen pro Woche (250 g Wildheidelbeeren, 40 g Koriander, 1 geh. TL Gerstengrasssaftpulver, 1 geh. TL Spirulina, 2 EL Dulseflocken)

  • David ist 4 ¼ Jahre alt

Was hat David gegessen?


Was hat David getrunken? Heißen Kinderpunsch mit Holundersaft, Zitronenwasser mit Honig, Traubensaft, Apfelsaft, frisch gepressten Ananassaft, frisch gepressten Granatapfelsaft, SELLERIESAFT!!!


Wie ist es uns ergangen?

In diesem 1 Monat gab es ganz schön viel an Brauchtum zu erleben. David hat das alles nun viel mehr wahrgenommen als letztes Jahr. Er wollte z.B. unbedingt eine Laterne, als er in seinem Herbstbuch wieder das Bild des Martinsumzuges sah (letztes Jahr hat ihn das Bild in dem selben Buch nicht wirklich interessiert). Wir haben also gemeinsam mit seinem Freund Laternen gebastelt, worauf er wirklich total heiß war und sind am Martinstag mit der Laterne gelaufen. Die Zeit von da an bis zum Advent waren wir überhaupt mehrfach mit der Laterne draußen und haben eine Fackelwanderung mit den Kindern gemacht oder uns spätnachmittags mit Laternen, Windlichtern, heißem Kinderpunsch und warmen Wildheidelbeerpancakes auf dem Spielplatz getroffen. Es wird ja schließlich schon so früh dunkel.



Dann hatten wir den Beginn des Advents. David hat sich sehr gefreut wieder die Kerzen für den Adventskranz verzieren zu dürfen und hat dann sogar den ganzen Adventskranz selbst gestaltet (weil wir dafür so ein einfaches Stecksystem haben, sodass jedes Kind ganz einfach selbst einen Adventskranz machen kann).

Mit dem Adventskalender hatten wir dieses Jahr einen besonderen Plan. Nachdem David absolut keinen Selleriesaft mehr trinken wollte, versuchte ich es mit Trinitys Idee, den Selleriesaft als Bedingung für den Adventskalender zu machen. Und als ich ihm nur davon erzählte (!) war er plötzlich dazu bereit, wieder Selleriesaft zu trinken, wenn er dafür jeden Tag ein Türchen aufmachen darf. Er spielt ja nun so schön und wir haben ihm ein Playmobil-Mitnehm-Puppenhaus gekauft. Er bekam das leere Haus und den Inhalt (also die Einrichtungsgegenstände und Puppen) verteilte ich auf 24 Säckchen. Und tatsächlich wollte er die Sachen unbedingt haben und er bat mich sogar morgens darum, jetzt Selleriesaft zu machen, damit er es trinken kann. Damit es anfangs nicht ganz so schwer wird, habe ich die Trinkmenge ganz langsam begonnen, um ihn wieder an den Geschmack zu gewöhnen. So gab es am 1. Dezember nur 10 ml, am 2. Dezember 20 ml usw. Der Anfang war natürlich ein Witz und kaum der Rede wert, aber seine Geduld ist ja nicht die größte und er sollte doch schnell Erfolg haben dürfen, damit er nicht frustriert ist und den Gefallen daran verliert. Anfangs verzog er auch immer das Gesicht. Aber je mehr es wurde und je öfter er trank, desto weniger problematisch war es.

Der Nikolaustag lief eigentlich ganz genau so ab wie letztes Jahr. Dieses Jahr bekam er einen Sack mit Mandarine, Apfel, Cashewkernen, raw bite oder lifebar Riegel, selbstgebackene Hafer-Bananen-Kekse und ein Buch. Sein absolutes Highlight waren natürlich die Cashewkerne. Letztes Jahr habe ich mir gewünscht, ihm die Geschichte des heiligen Nikolaus erzählen zu können (und er es auch versteht!) oder wir vielleicht mal richtigen Besuch vom Nikolaus bekommen. Nun, die Geschichte habe ich ihm dieses Jahr vorgelesen, was ihn allerdings nicht sonderlich begeistert hat. Und auch dieses Jahr konnten wir keinen Nikolaus live treffen. Für nächsten Advent würde ich mir wünschen, dass David mit mir gemeinsam Weihnachtslieder singen möchte, Malgeschichten vielleicht versucht selbst nachzumalen und man endlich wieder auf einen Christkindlesmarkt gehen kann und Nikoläuse umherlaufen (so wie es in seinen Bilderbüchern abgebildet ist).

Ansonsten war Davids kindergartenfreier Freund anfang des Monats leider krank, die Spielplatztreffs fanden auch nicht mehr 100 % jede Woche statt (und wenn wir waren, dann relativ kurz, weil es einfach bitterkalt war), sodass wir wieder viel alleine zu Hause waren. Aber es machte David augenscheinlich nichts aus. 2 x war sein Freund einige Stunden bei uns zu Hause und sie schaukelten, rutschten, puzzelten und spielten bei uns im warmen. 1 x waren wir den ganzen Nachmittag bis 20:30 Uhr bei ihm.

 

Seespielplatz im November



Leider gab es auch diesen Monat weiterhin starke Rückschritte:

  • unaufmerksam, übereilt, vorschnell, hört nicht zu

  • unruhig, kann nicht still sitzen, quietscht, gibt ständig Laute von sich, unstet

  • kann sich kaum eine Sekunde alleine beschäftigen, kann sich nicht alleine in einem Zimmer befinden (wenn ich kurz aufs Klo gehe, muss ich zumindest die Türen offen stehen lassen), kann sich nicht alleine auf dem Spielplatz bewegen, will weiterhin nicht alleine aufs Klo gehen... ist somit vollkommen abhängig von uns

  • Ausraster und Schreianfälle so schlimm, dass man ihn kaum noch irgendwas machen lassen kann, denn er bekommt selbst Schreianfälle, wenn er mit seinen Lieblingssachen beschäftigt ist, es aber nicht augenblicklich so klappt, wie er es gerne hätte. Noch schlimmer natürlich Dinge, die er noch nicht so gut kann (es aber will) und erst noch weiter üben muss.

  • wird augenblicklich wütend, laut, unfassbar garstig → neuerdings auch zu anderen Kindern! Das gabs bisher tatsächlich noch nie!!!!!

  • ungeduldiger geht es nicht mehr! Er kann auf rein gar nichts nichtmal ein paar Sekunden warten.

  • will draußen nicht laufen

  • will keine Jacke anziehen

  • will sich die Haare nicht schneiden lassen

  • will nicht mehr gerne malen, will nicht mehr gerne schneiden

  • wacht Nachts wieder 1 – 2 x auf, obwohl er die letzten 4 Monate durchgeschlafen hat !!!

  • unfassbar fordernd, befiehlt den ganzen Tag was man tun soll, bzw was man nicht tun soll und wenn man es nicht tut, schreit er

  • geht nicht mehr auf fremde Kinder zu, sondern ganz im Gegenteil will auf dem Spielplatz alleine sein, ohne andere Kinder. Er sagt, dass er Angst vor den Kindern hat.

  • Wenn ich ihm sage, was es zu Essen gibt, schreit er oft erstmal „bäh, ih, das mag ich nicht“, wenn er dann aber doch probiert, isst er plötzlich den ganzen Teller leer und will dann sogar noch Nachschlag. Und wehe es ist wegen seinem langen rumzetern nichts mehr übrig, dann schreit er deshalb auch wieder.

Weil das alles so schlimm war, habe ich mir wieder das Buch "Heile deine Leber" vorgenommen. Diese Wutausbrüche usw liegen nicht nur an Schwermetallen im Gehirn, sondern auch an der Leber. Eine überlastete Kinderleber kann sehr große Hitze erzeugen, vor allem dann, wenn wie bei David noch viele Schwermetalle vorhanden sind 🔜 Gereiztheit, Verärgerung, geringe Frustrationstoleranz, Wutausbrüche. Auch die Glukosespeicherung kann bei einer geschwächten Leber gestört sein und führt zu schlechter Laune, wenn der Blutzuckerspiegel absinkt.

Das Problem aktuell war auch einfach, dass er wieder Esstörungen hatte und sich nicht gerade leberfreundlich ernährt hat. Er wollte zu viel Fett, zu viel Getreide und zu viele Hülsenfrüchte (wobei es natürlich auch noch viel schlimmer sein könnte). Nebenbei deutlich zu wenig Gemüse und leider auch immer weniger Obst und Kartoffeln/Süßkartoffeln/Kürbis. Ich habe daher mehrere ernste Wörtchen mit Papa und Oma geredet, die David immerzu mit Fett und Getreide überhäufen und alles wieder mehr ausschleichen lassen. So wie noch vor 1 Jahr gibt es z.B. Reis (oder Reisnudeln) nun nur noch 1 x pro Woche. Bereits nach wenigen Tagen bemerkte ich, wie David sich darauf einstellte und plötzlich wieder problemlos und mit Freude Kartoffeln in allen Varianten gegessen hat und gar nicht mehr nach Nudeln fragte. Das Fett habe ich ausschleichen lassen und wir sind aktuell fettfrei mit 1-2 Ausnahme pro Woche. Ansonsten habe ich noch

→ lemon balm erhöht

→ Magnesium wieder erhöht

→ Melatonin in die Supplementeliste mitaufgenommen

→ Selleriesaft angefangen wieder einzuschleichen

→ seit ein paar Tagen auch Mariendisteltinktur

und ab und zu frisch gepressten Ananassaft (Ananas = leberreinigend und entfettend)


positive Veränderungen diesen Monat:


Selbstständigkeit:

schält sich selbst eine Banane


Spielverhalten:

Spricht nun plötzlich immer mit einem Kuscheltier und will dass es antwortet (also ich oder der Papa sollen ihn sprechen lassen). Er erzählt dem Kuscheltier dann z.B. was er alles in seinen Büchern sieht (was Tiere fressen, wie sie heißen usw...), was er erlebt hat usw. Das Kuscheltier muss außerdem überall hin mit! Er trägt ihn unter seiner Jacke z.B. beim einkaufen und das Tier schaut oben am Kragen aus der Jacke heraus. Das kennen wir so ja wirklich gar nicht! David hatte nie Interesse an Kuscheltieren. Als Baby und Kleinkind ließ er sie vollkommen links liegen und beachtete sie gar nicht, als wären sie gar nicht existent. Etwas später mit HMDSmoothie nahm er sie zwar wahr, aber so richtig spielte er dennoch nicht damit.


allg Verhalten :

Ich habe in den letzten Wochen wieder angefangen, David vermehrt Herbstlieder vorzusingen. Vor dem Martinstag habe ich ihm dann täglich mehrere Martinslieder vorgesungen und habe ihm auch Kinderliedervideos dazu gezeigt, bei dem Kinder singen. Er konnte dann verschiedene Melodien summen und zitierte auch ein paar Textstellen daraus. Und dann hat er irgendwann von selbst zum 1. Mal angefangen zu singen. Er singt nun während dem Playmobil spielen z.B. „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Serne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, nur meine liebe Laterne nicht“. Aber so richtig singt er noch nicht, z.B. dann wenn die Musik läuft oder wenn ich singe. Er singt wenn dann eher zufällig alleine (weil er wohl einen Ohrwurm hat). Auch hier hat er aber wieder kleine Störungen bzw Rückschritte. Denn vor 2 Jahren durften wir ja um keinen Fall singen wegen der Geräuschempfindlichkeit. Er lag sonst schreiend am Boden. Das hat sich ja mittlerweile eigentlich behoben. Aber aktuell ist es so, dass ich nur in bestimmten Situationen singen darf.


zieht sich zum aufs Klo gehen nicht mehr komplett aus so wie früher (Unterhose, Hose, Socken = Zwangsstörung), sondern zieht sich selbst nur die Hose runter und nach dem Klo gehen selbst wieder vollständig an, ohne Hilfe.


Staubsaugen war ja auch immer ein hin und er. Mal klappte es ganz gut, dann wieder nicht, dann wieder gut, dann wieder nicht. Aktuell klappt es recht gut. Ich sauge halt möglichst nicht dort, wo er gerade spielt und er kommt dann aber auch nicht schreiend angerannt und will mich davon abhalten.


kognitive Enwicklung:

habe mit ihm allererste Rechenübungen probiert z.B. nebeneinanderliegende Perlenketten zusammenzählen


sprachliche Entwicklung:

spricht immer besser und komplexere Sätze wie z.B. „Was macht der Papa eigentlich?“ und schnappt immer weitere neue Ausdrücke und Formulierungen auf wie z.B. „von mir aus“ oder „das gibt’s doch nicht“


Donnerstag, 9. Juli 2020

Medical Medium Heilungs Update nach 10 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Kinderleber)

Update nach 10 Monaten Ernährung nach Anthony William

 

Was hat David gegessen?

  • 🍓🍎🍉🍐 Datteln, Johannisbeeren, Waldhimbeeren, Kirschen, Mango, Wildheidelbeeren, Rosinen
  • Ahornsirup pur 
  • Erdbeer-Kaltschale
  • Erdbeerkuchen
  • Johannisbeereis mit Wildheidelbeertopping
  • Banane + Dattel gemixt (wahlweise als Eis) mit Wildheidelbeeren
  • gedämpfte Kartoffeln, Kartoffelplätzchen, Kartoffelknödel, Bratkartoffeln, selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteuse, Kartoffelpuffer mit Gemüse (Zwiebel-Karotte-Zucchini)
  • Karotten
  • glutenfreies Brot (Anthony William sagte am 16.06. live zu Flohsamenschalen: "Ja, schlechte Zutat, schreckliche Zutat. Halten Sie sich einfach davon fern! Schrecklich, schrecklich, schrecklich! Oh mein Gott...." da müssen wir uns nun wohl was neues einfallen lassen)
  • Reis
  • Kichererbsenpfannkuchen
  • Kichererbsennudeln mit Gemüsesauce oder Linsenbolognese
  • Kichererbsenchips
  • Muttermilch
Er möchte immer mehr neues probieren! Juhu!!!! Vieles schmeckt ihm allerdings dann nicht, wie z.B. Paprika. Er probierte sogar Löwenzahn, als er uns welchen essen sehen hat. Aber natürlich schmeckte ihm das gar nicht! Das aktuell größte Problem, das mit diesem "Fortschritt" zusammen hängt ist allerdings, dass er nun auch Sachen probieren will, die er seine Großeltern oder Cousins und Cousinen essen sieht. Und die sind zu 90 % nicht biologisch, ungesund bis hin zu gesundheitsschädlich 😏😧😨

Wie ist es uns ergangen?

Das TRS Zeolith-Spray ist angekommen und nach den ersten 3 Tagen brabbelte David ohne Ende und er veränderte sein Spielverhalten. Außerdem hat er nun so viel Spaß an allem. Er lacht über die kleinsten Dinge. Es gab eine Situation, die ich gar nicht mit Worten beschreiben kann. Da war er mir plötzlich so nah und es war so anders als sonst. Es war irgendwie als hätte ich zum ersten Mal ein Kind, das wirklich ganz bei mir ist. Er möchte auch plötzlich immer auf den Arm und kuscheln und hält sich richtig an mir fest. Auf der anderen Seite wurde er mit dem TRS schrecklich launisch und seine Frustrationstoleranz sank wieder auf den Nullpunkt. Wegen absolut nichts kreischte er dauernd, dass ich dachte, ich werde gleich taub!!! David hatte wieder sooooo viele Ausraster und Schreianfälle. Er zeigte Verhalten wie gaaaaaanz am Anfang unserer Heilungsreise, von denen wir dachten, dass sie inzwischen der Vergangenheit angehören würden. Zum Schluss bekam David nun mitten im Sommer für einen Tag lang Fieber und Schnupfen....

positive Veränderungen diesen Monat

grobmotorische Entwicklung:

  • fährt Laufrad !!!
  • kann die Treppe frei raufgehen (ohne festhalten), geht die Treppe im Wechselschritt rauf, wenn man ihn an der Hand nimmt
  • kann das Autofenster runter kurbeln

feinmotorische Entwicklung: 

Er kann eine Quietscheente zusammen pressen, damit Wasser raus spritzt.

Beim Essen zubereiten fordere ich ihn gerade immer weiter heraus. Es macht ihm Spaß zu helfen und man kann dabei wirklich ganz wunderbar die Feinmotorik trainieren:
  • die grünen Blätter von Erdbeeren abzupfen
  • Johannisbeeren von den Stilen zupfen
  • weiches Obst mit einem Kindermesser in grobe Stückchen schneiden
  • geschnittenes Obst oder Gemüse mit einem Löffel in eine andere Schüssel umfüllen
  • Salzmühle bedienen 
  • getrocknete zerkleinerte Kräuter in ein Aufbewahrungsglas füllen
außerdem habe ich mit ihm gebastelt:
  • malen mit Wasserfarben
  • malen von möglichst geraden Strichen (nicht nur kritzikratzi)
  • Fingerabdrücke
Für mich ist es unglaublich, dass dies nun überhaupt funktioniert! Denn vor 10 Monaten schien basteln noch vollkommen unmöglich! 1. hat er ALLES nur in eine Reihe gelegt (z.B. Stifte) und 2. konnte man ihm nichts zeigen, er hätte es nicht nachgemacht! Aber nun hat er richtig Freude daran, die Farben aufs Papier zu bringen! Sogar mit Fingerfarben malen!!! Das hatte ich zuletzt vor 1/2 Jahr versucht und es schien aussichtlos...

 

kognitive Entwicklung:

Da David nichts spricht, wissen wir oft nicht, was er eigentlich alles versteht und weiß....
Aber immer wieder bemerken wir dann etwas und sind ganz erstaunt. Ich habe ihm z.B. mal wieder das Froschlied vorgesungen. Er hat dabei gelacht und dann ist er zum Bücherregal gegangen ... und hat genau das Buch rausgenommen, in dem die Noten zu diesem Lied abgedruckt sind! 1 Tag später wollte er das Froschlied wieder hören. Er ging zum Bücherregal, zog wieder dieses Buch heraus, blätterte auf die richtige Seite !!!!!! es sind auf jeder Seite nur Noten abgebildet !!!!! und brachte es mir. Dann setzte er sich vor seinen kleinen Teich und wollte, dass ich singe. Wir machen aktuell das Thema "Tiere an Teich und See". Dazu hat er auch neue Schleichfiguren zum spielen bekommen. Er hat sich gleich sein Tier-Wörterbuch aus dem Regal genommen und sofort die richtigen Fotos zu den Tierfiguren aufgeschlagen. Wobei es in diesem Buch (das er grade in der Hand hatte) nur einen giftigen blauen Frosch gab, aber er erkannte ihn trotzdem als Frosch. Und als Ente gab es nur ein Küken, aber auch dieses hat er sofort als Ente identifiziert!!! Und dann gab es noch etwas: letzten Monat zeigte ich ihm immer die Lösung eines Rätsels (letzte Seite vom www Buch). Welche Person gehört zu welchem Einsatzfahrzeug? Er reagierte nie darauf, sah es sich aber an. Und vom einen auf den anderen Tag, hat er mir plötzlich gezeigt, welche Person wohin gehört! Und zwar 100 % korrekt!!!

Selbstständigkeit:

  • holt sich Puzzles und räumt sie nach dem puzzlen selbst wieder in die Box zurück und schließt sie
  • wenn er Nudeln essen möchte, geht er in die Speisekammer und holt Nudeln heraus. Dann soll ich ihm den Kühlschrank öffnen und er holt Karotten heraus (die kommen immer in die Nudelsauce)
  • wenn er Erdbeeren essen will, holt er sich den Obst und Gemüseteiler aus der Schublade, stellt seinen Montessori Lernturm an die richtige Stelle und fängt an sich Erdbeeren klein zu schneiden
Nachdem ich bei Julia von Windelwissen bereits in der Babyzeit gelernt habe, wie man Mullwindeln für Stoffwindeln faltet usw, habe ich bei ihr auch den Montessori Windelfrei Kurs für Spätstarter gemacht. Denn das Windelfrei im Babyalter klappte bei uns leider nicht (ich wusste damals ja noch nicht, dass unser Baby autistisch auf die Welt kam). Als ich den Kurs machte, war David 16 Monate alt und ich wusste immer noch nicht, dass sein Gehirn nicht normal läuft. Es klappte damals zwar öfter, aber dann hörte es wieder auf (typisch Autismus). Seit dem konnte ich mich nicht mehr dazu aufraffen, es nochmal mit dem windelfrei zu versuchen, obwohl ich immer wieder daran dachte. Vor 3 Monaten kaufte ich David sogar ein neues (sein 3.) Töpfchen, das genau so aussieht wie eine richtige Toilette. In seinen Bilderbüchern hatte er immer großes Interesse an den abgebildeten Klos (vielleicht weil ich ihm ja damals schon die Töpfchenbücher vorgelesen habe) und auch bei uns wollte er immer gerne die Spülung drücken oder den Deckel wieder zumachen. Er setzte sich von Anfang an gerne auf sein Klo-Töpfchen, aber er wollte dazu seine Hose nicht ausziehen. Also wartete ich weiter ab...  Wie in letzter Zeit des öfteren, wurde ich dann von außen wieder auf das Thema aufmerksam gemacht. 1. lernte sein 9 Monate älterer Cousin gerade die Toilette zu benutzen (er trägt heute allerdings immer noch Windeln) und 2. sprach mich eine andere Mama auf das Thema an. Eigentlich wollte ich dann aber immernoch weiter abwarten, aber durch das sprechen darüber, arbeitete es in meinem Kopf und ich dachte mir, dass ich es ja jetzt doch nochmal versuchen kann. David war inzwischen in der Lage sich selbst auszuziehen, sein Gehirn arbeitete endlich, es war Sommer und somit unkomplizitierter, also warum nicht?! Vom Kurs wusste ich noch alles und ich richtete David eine montessorigerechte Töpfchenumgebung ein. Am 1. Tag bekam David aus unerklärlichen Gründen einen Komplettausraster wie zu seinen allerschlimmsten autistischen Zeiten. Es war wirklich der Horror!!! Ich wollte sofort wieder alles hinschmeißen, aber ich erinnerte mich an unsere früheren Erfahrungen. David ist in der Vergangenheit öfter mal so ausgeflippt z.B. wenn er nach dem warmen Sommer im Herbst wieder eine Jacke oder einen Schlafsack anziehen sollte... oder eine Mütze. Es gab jedes Mal diese schrecklichen Ausraster. Allerdings nur 2-3 x und dann hatte er sich daran gewöhnt. Ich bin froh, dass ich nicht gleich wieder aufgegeben habe, denn es blieb bei diesem 1 Ausraster und dann lief erstmal alles vollkommen problemlos weiter. David lernte meiner Meinung nach wirklich schnell und war nach 1 Woche tagsüber trocken!!!!!! Wow! Das hätte ich mir ja so schnell nicht träumen lassen! Nach 2,5 Wochen blieb er auch nachts zum 1. Mal trocken (obwohl er immer eine Windel anhatte). Allerdings störte ihn das nächtliche Töpfchengehen und für 1 Tag lang machte er tagsüber wieder in die Hose - aus Trotz. Er wollte sich nicht mehr aufs Töpfchen setzen. Aber am nächsten Tag lief alles wieder gut. Nach insgesamt fast 4 Wochen ist er zum 1. Mal ganz alleine ins WC und aufs Töpfchen gegangen - ohne uns. David braucht keine Windeln mehr!!!!!! 👍👍👍

Er kann nun folgendes selbst tun:
  • Schlafsack, Jacke mit Reißverschluss → ausziehen
  • frische Kleidung aus dem Schrank holen, selbst entscheiden was er anziehen möchte
  • Oberteil über den Kopf ziehen (mit Hilfe bei den Armen)
  • Hose, Strumpfhose, Socken, Nachtwindel, Unterhose → ausziehen
  • Klopapier benutzen
  • Töpfchen ins Klo ausleehren
  • Hose wieder hochziehen (mit Hilfe) 
  • nasse Kleidung in ein Körbchen legen → zur Waschmaschine tragen → in der Waschmaschine ausleeren → Waschmaschine schließen und einschalten
  • Nachtwindel in den Mülleimer werfen
  • Gummistiefel anziehen + ausziehen, normale Schuhe (mit Klettverschluss) ausziehen

sprachliche Entwicklung:

David spricht! Die ganze Zeit! Er protestiert, sagt was er will und kommentiert alles! Das Problem an der Sache: Er spricht weiterhin in einer fremden Sprache 🙈 Das Einzigste, was er nun aktuell tatsächlich verständlich sagt ist:
  • "des" oder "da" oder "da is", wenn wir ein Buch anschauen
  • "quak quak " 🐸
  • muh 🐄 (oder buh)
  • "hüh" 🐎
  • "wuh" 🐕 (nicht wau)
  • "miuh" 🐈 (nicht miau)
  • "hmm" 🍎
  • "mäh" 🐑
  • "piep piep" 🐭
  • "auf" und "zu" 
  • "nein"
  • "aua"
  • "Beer" 🍓
  • "Mam Mam" 👩
  • Versuch von "Ta tü" ta ta
Ist das nicht der reinste Wahnsinn!!!?!!?!!! Er fängt endlich an zu sprechen!!!!!! Ich kanns kaum glauben!

Spielverhalten:

  • er macht plötzlich "Blödsinn", bei dem man sich denkt: "auf so eine Idee kann nur ein Kind kommen". Das heißt, er probiert Dinge aus !!! Er untersucht, was man mit etwas alles machen kann und wie es funktioniert!
  • baut von sich aus seine Zugschienen auf und lässt seine Züge darüber fahren (immer mit Fahrzeuggeräuschen kommentiert). Oder er hängt alle Züge aneinander und lässt sie am Boden entlang fahren
  • er nimmt sich Schleichtiere und lässt sie an den passenden Stellen in Bilderbüchern über das Bild laufen oder hoppeln

funktionelles Spiel:
  • er zieht unsere Schuhe an und läuft damit herum
  • er kehrt mit seinem Kinderbesen, von alleine (ohne, dass ich auch am kehren bin) 
  • er nimmt meinen Lippenpflegestift und hält ihn sich an den Mund

repräsentatives Spiel I:
  • Er hat unserer Katze sein Spielzeugtelefon ans Ohr gehalten!
  • Er hat der Katze seine Gummistiefel gebracht
  • Er zieht uns unsere Schuhe (Hausschuhe) an 
  • Er kämmt meine Haare 
  • Er schmiert meine Lippen mit Lippenpflegestift ein  
  • Er tut so, als würden die Schleichtiere etwas fressen 

erstes Symbolspiel:
  • Er nimmt einen Wecker und hält ihn sich ans Ohr und brabbelt, als wollte er telefonieren 
  • Er nimmt einen Motivstanzer, lässt ihn herumfahren und brummt dabei, als wäre es ein Auto 

Wahrnehmung:

  • hört und beachtet nun wirklich sämtliche Geräusche, die ihm früher vollkommen egal waren wie z.B. das rauschen von Wasserleitungen, die Geräusche der Waschmaschine, das Donnern bei Gewitter, Regentropfen die gegen das Fenster prasseln usw. Er kommentiert inzwischen eigentlich jegliches Geräusch, selbst wenn er Papa in einem anderen Raum etwas tun hört
  • er schaut sich die kleinen Äpfel an, die hoch oben am Baum wachsen; hebt die bereits runtergefallenen Miniäpfel auf und bringt sie mir. 
  • Er sieht den Mond am Himmel.
  • beobachtet Vögel beim fressen oder wenn sie auf dem Boden herumhüpfen, sieht größere Raben übers Feld fliegen, möchte einen Schwan streicheln, sieht jeden Schmetterling fliegen, beobachtet Bienen und Hummeln
  • er möchte Dinge riechen. Er inhaliert sie richtig. Die Gewürzschublade hat er ganz neu entdeckt. Am Liebsten mag er natürlich Vanille, aber auch sämtliche andere Gerüche wie z.B. Nelken werden getestet.
  • er nimmt seinen Körper anders wahr! Nicht nur, dass er nun aufs Töpfchen geht... er kann jetzt auch erstmals deutlich zeigen WO ihm etwas weh tut! Das tat er vorher tatsächlich nicht und es war immer ein Rätsel für uns ob und wo ihm etwas weh tut. So humpelte er z.B. vor ein paar Monaten plötzlich, aber ich wusste nicht, woher sein Schmerz wohl kam. Vom Fuß, vom Knie, von der Hüfte??? Er zeigte es mir nicht...

Verhalten:

Ich kehre jede Woche die Straße mit einer Kehrmaschine. Das habe ich getan als ich schwanger war, als David  in der Trage dabei war und auch als er dann nebenher laufen konnte. Aber er interessierte sich nie dafür. Sein Cousin dagegen wollte sich mit ca 1 Jahr immer auf der Kehrmaschine umher schieben lassen und später schob er sie auch selbst. David wollte das alles bisher nicht. Opa fragte immer, ob er denn nicht mitfahren möchte... nein wollte er nicht!!! Aber jetzt verhält er sich plötzlich ganz genau so wie sein Cousin. Er fährt nicht mehr mit seinem Puky neben mir her, sondern er möchte auf der Kehrmaschine sitzend mitfahren. Und außerdem will er die Maschine selber schieben. Und wehe ich helfe ihm dabei! Er will das ganz alleine machen. Das "alleine machen" wollen, wird nun immer mehr.
Und mir ist nebenbei aufgefallen, dass die Zwangsstörung des Schrankschließens vorbei ist (dafür gibt es noch genügend andere Zwangsstörungen...)

Rückschritte:

  • David fremdelt immer noch und versteckt sich vor Verwandten, die er länger nicht gesehen hat. Besonders vor Opa (den er aber jeden Tag sieht) rennt er davon.
  • die Geräuschempfindlichkeit ist weiterhin sehr extrem
  • will sich nicht mehr Zähne putzen, duschen und schon gar nicht abtrocknen lassen, auch Fingernägel schneiden ist wieder schwieriger
⇆ wieder vorwärts: er läuft nicht mehr auf Zehenspitzen und reiht auch keine Gegenstände mehr auf!

Dienstag, 9. Juni 2020

Medical Medium Heilungs Update nach 9 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Kinderleber)

Update nach 9 Monaten Ernährung nach Anthony William

Was hat David gegessen?

  • 🍎🍐🍉🍌🍓 Datteln, Granatapfel, Wildheidelbeeren, frisch gepresster Orangensaft (mit Honig, Ester-C, Morgenvitamine und liquid probiotic)
  • Bananen + Datteln + Kokosmilch gemixt (wahlweise auch als Eis) mit Wildheidelbeer-Topping oder
    selbstgemachtes Erdbeereis (gefrorene Erdbeeren + Kokosmilch + Honig) mit Wildheidelbeer-Topping
  • Erdbeer-Kaltschale
  • HMDS (mit alkoholfreier Zitronenmelissentinktur, Zinksulfat, naszierendem Jod, Magnesiumglycinat und Abendmineralien)
Die Liste wird endlich wieder länger!!! Er isst jetzt auch allgemein größere Portionen.

Ganz neu mit dabei sind KAROTTEN! David hat noch niemals Karotten gegessen! Nichtmal als Baby! Aber Papa isst gerne einfach so eine Karotte. Und so kam es, dass David auch mal wieder probieren wollte und irgendwie schmeckt es ihm jetzt plötzlich 😀👍

David isst tatsächlich Wildheidelbeeren!!! Vor ihm die Wildheidelbeeren zu essen (wie es letzten Monat mein Plan war), hat erstmal nichts gebracht. Es hat ihn nicht interessiert, er wollte nicht probieren. Aber dann waren wir bei Oma ... und bei anderen Leuten ist David wesentlich aufgeschlossener gegenüber Lebensmitteln (als kleiner Tipp nebenbei! David probiert bei anderen Leuten sogar Salat! Schmeckt ihm zwar nicht, aber immerhin probiert er mal. Daran scheitert es zu Hause ja bereits meistens). Oma hat Nicecream mit Wildheidelbeeren oben drauf gemacht und das hat er gegessen! Also habe ich zu Hause auch Nicecream mit Wildheidelbeeren gemacht und er hat es wieder gegessen! Und 2 Tage später hat er die Wildheidelbeeren dann einfach so gegessen, ohne alles! Wahnsinn, so viele Monate musste ich darauf warten! Der HMDS, in seiner vollen Menge, stellt nun also auch kein Problem mehr dar (und ich brauche kein Wildheidelbeerpulver mehr).

Es ist wirklich toll wie David nun Orangensaft trinkt. Kaum zu glauben, dass er Orangen so lange komplett abgelehnt hat! Nun geht er zu unserem Obstschrank, nimmt sich eine Orange raus und bringt sie mir. Dann zieht er den Montessori-Lernturm zur Arbeitsplatte und klettert hoch. Oft muss der Entsafter erstmal noch nach dem waschen zusammen gebaut werden. Das kann er alleine, nicht immer perfekt, aber er weiß wo welches Teil hinkommt. Ich schneide die Orange dann auf, gebe sie ihm und er steckt sie selbst in den Entsafter und beobachtet wie der Saft herauskommt. Ich würde niemals abgepackten Orangensaft kaufen. Haltbargemachter Saft wird sauer verstoffwechselt, während frisch gepresster Saft basenbildend ist und auch noch alle Vitamine enthält. Wir geben dann noch einen Teil seiner Nahrungsergänzungsmittel hinzu. Im Saft schmeckt man es nicht und es ist dadurch total einfach und unkompliziert zu geben.

Wie ist es uns ergangen?

Diesen Monat gab es so viele tolle positive Veränderungen! Es ist der Wahnsinn! Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damit zusammenhängt, dass David nun 1.) täglich min. 150 g mehr Wild-Heidelbeeren isst (statt getrocknetes Pulver) und ich 2.) das Zeolith-Spray hochdosiert habe.

Ich bin so froh, dass ich mich online mit anderen Müttern austauschen kann und dadurch schon Tipps bekommen habe, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. So wurde mir z.B. Mut gemacht, den HMDS so schnell wie möglich auf die volle Erwachsenen-Portion zu erhöhen (das ging natürlich nur soweit wie David auch mitgemacht hat, aber es hat mich auf jeden Fall noch angespornt) und vor 2 Monaten bekam ich den Tipp zusätzlich Zeolith-Spray zu verwenden. Die andere Mama zeigte mir dazu diesen Post von Britt und ich bestellte daraufhin das Zeolite ACZ Spray. Ich gab erstmal eine von mir selbst gewählte "Kinderdosierung", bemerkte damit aber keine plötzliche Verbesserung. Natürlich gab es bei David immerzu Verbesserungen, aber das hätte z.B. auch an der gesteigerten Menge HMDS liegen können. Etwas später verdoppelte ich meine Kinderdosierung und bemerkte immer noch nichts wirklich einschlagendes. Weder positiv noch negativ. Ich bekam dann den Tipp ein anderes Spray zu verwenden, allerdings hatte ich noch eine ganze 2. Flasche von dem ACZ zu Hause. Das wollte ich natürlich noch aufbrauchen und steigerte einfach die Dosis abrupt auf eine hohe Erwachsenen-Dosis. Und dann änderte sich tatsächlich schlagartig etwas! Wenn die andere Mama nicht mit mir darüber gesprochen hätte, hätte ich wohl einfach alles weiter laufen lassen und nichts geändert (und hätte auf das Ergebnis länger warten müssen). Manchmal braucht man einfach Anregungen von aussen. Jedenfalls gab ich David am Nachmittag das ACZ in hoher Dosierung und der Abend verlief an diesem Tag vollkommen anders als sonst. Erstmal war David baden und ich hatte an diesem Tag vor, zu versuchen (!) ihm hinten die Haare zu schneiden, was in der Regel nur mit Geschrei ging. Aber es hat geklappt! Und zwar nicht nur hinten, sondern sogar rundherum!!!! Nach dem Baden war David ruhig und friedlich und wir hatten im Gegensatz zum Vortag einen total entspannten Abend. Beim Abendessen wiederholte David das Wort "heiss". Wir haben es ganz genau gehört, aber er machte dann keine Anstalten es nochmal zu sagen. Am nächsten Tag fiel mir auf, dass David bereits morgens im Bett total fröhlich war, was die letzten Tage vorher nicht der Fall war. Und dann spielte er den ganzen Tag über selbstständiger und unabhängiger als sonst. Er spielte und spielte und spielte. Es war wirklich so ein toller entspannter Tag. Und beim essen sagte er wieder 1 x "heiss" und ging dann friedlich und freiwillig ins Bett. Zuvor gab ich ihm nochmal die hohe Dosierung des Zeolith-Sprays. Am darauf folgenden Tag sagte er ganz oft "heiss"... immer und immer wieder! Und er hat sich wieder so schön fröhlich, zufrieden und vor sich hin brabbelnd selbst beschäftigt. Es war toll zuzusehen. An den darauf folgenden Tagen hatte ich das Gefühl, dass sich seine Aufmerksamkeit, seine Merkfähigkeit und sein Verständnis immer mehr steigerten.

An einem Tag, an dem ich vom aufstehen bis zum schlafengehen vollkommen alleine mit David zu Hause war, ist mir erst aufgefallen, wie toll nun der Alltag mit ihm eigentlich läuft. Kurz bevor wir mit dem medical medium protokoll begonnen haben und ich das letzte Mal mit ihm 1 Tag lang komplett alleine war, war das noch die reinste Katastrophe. Hier ein Auszug aus meinem Tagebuch von damals: 
"...Doch wehe eine Geste meinerseits war nicht in seinem Interesse, wurde er sofort laut. Ich habe mir wirklich extremst viel Mühe mit ihm gegeben und mich sehr beherrscht, aber dieses Verhalten treibt mich einfach in den Wahnsinn. Jede Tätigkeit stellt inzwischen ein Problem dar. Ich darf nicht kehren, ich darf nichts mixen, ich darf keinen Salzstreuer benutzen, ich darf keine Salatschleuder benutzen, ich darf mich nicht von ihm wegdrehen, ich darf ihm nichts auf dem Löffel geben (nur Gabel), ich darf ihm nur aus einem speziellen Glas zu trinken geben, ich darf ihm keinen Schlafack anziehen und überhaupt muss ich den ganzen Tag nur das machen, was er will, sonst bekommt er jeweils einen Anfall oder auch einen Totalausraster. Das ist kein Leben! Um das irgendwie alleine auszuhalten, musste ich ihn mit Fernsehen ruhig stellen. Als er endlich im Bett war, konnte ich arbeiten und bekam dabei Kopfschmerzen, die immer schlimmer wurden. Er hat fast 3 Stunden geschlafen und war dann erstmal wieder kurz gut drauf, fast schon überdreht. Aber letztendlich konnte ich es nur 1,5 Stunden ertragen, bis ich wieder den Fernseher eingeschaltet habe. Meine Nerven sind einfach am Ende, ich war kaputt und müde, weil ich die halbe Nacht wegen ihm Gesundheitsvideos angehört habe, anstatt zu schlafen. Abends wurde alles noch schlimmer. Er hatte den ganzen Tag extrem schlecht gegessen und getrunken, weil er so unfassbar heikel ist, er wurde wieder aggressiv usw. Dann kam Papa endlich nach Hause und dann wurde er erst so richtig laut. Er war absolut nicht müde und bekam wieder einen Komplettausraster beim umziehen und konnte trotz stillen und tragen mitten in der Nacht nicht schlafen. Ich habe zu Papa gesagt, dass ich es keinen einzigen Tag so länger mitmache! David wird ab morgen vollgepumpt mit Koriander + Spirulina. Und damit muss der Wahnsinn nun endlich ein Ende finden!"
Auch das Kochen war damals jedes Mal ein Drama. David hieng schreiend an meinen Füßen und wollte mich nicht kochen lassen. Er versuchte mich vom Herd wegzudrücken usw. Eigentlich konnte ich damals nur in Ruhe kochen, wenn mein Mann ihn derweil ablenkte, aber selbst dann kam er trotzdem immer wieder zu mir und schrie. Er schrie auch, wenn ich andere Sachen machte und überhaupt brauchte er eigentlich fast nonstop Aufmerksamkeit. Aber es wurde jetzt über die Monate immer besser. Zuerst (ich glaube nach ca 3 Monaten) hat er angefangen mir beim kehren zu helfen, dann beim Wäsche waschen, dann beim entsaften usw. Es war für ihn in Ordnung, dass ich etwas tat und er war halt immer interessiert mit dabei. Und jetzt, nach 9 Monaten, ist es so, dass ich den ganzen Tag über den Haushalt erledigen kann. Aufräumen, putzen, kochen, Wäsche sortieren usw. Alles kein Problem mehr. Letztens konnte ich sogar eine Wand in einem Zimmer frisch streichen. Und David beschäftigt sich derweil einfach! Er schaut sich seine Bücher an, macht Puzzles, fährt mit Fahrzeugen herum, rutscht auf dem Pikler-Dreieck, spielt mit der Katze oder er schaut mal, was ich so mache. Beim kochen sitzt er auf der Arbeitsplatte und schaut zu, oder er beschäftigt sich alleine im Wohnzimmer, wenn er keine Lust auf kochen hat. Draußen im Garten schaut er mir zu, wie ich das Unkraut entferne oder er fährt mit seinem Puky mit, wenn ich dabei bin die Straße zu kehren. Es ist also wirklich ein ganz entspannter stressfreier Alltag geworden, wenn man mal davon absieht, dass ich wegen der Geräuschempfindlichkeit nicht saugen darf oder eine Küchenmaschine bedienen (bis auf Entsafter und Heißluftfritteuse).

positive Veränderungen diesen Monat 

 

grobmotorische Entwicklung:

1. Vor 3 Monaten hat Davids Cousin ihm gezeigt, dass er mit dem Bobby Car oder mit dem Puky das Rutschbrett unseres Pikler-Dreiecks runterfahren könnte. Daraufhin wollte David das auch immer versuchen, aber er schaffte es nicht alleine. Und ich habe ihm bei so gefährlichen Sachen natürlich nicht geholfen! Nun... er hat sich diese Idee dennoch gemerkt und nun kann er seine Fahrzeuge hinauf schieben, sich drauf setzen und runter fahren 😏 Dadurch, dass David immer hinter den anderen Kindern herfährt, ist er inzwischen auch total schnell geworden und fährt überall (auch in der Wohnung) in einer affenartigen Geschwindigkeit!
2. Was er noch neu gelernt hat, ist das Schubkarre fahren. Es gibt eine kleine Kinderschubkarre im Garten (schon seit letztem Jahr), mit der er immer nichts anzufangen wusste. Nun, habe ich ihm mal gezeigt wie das geht und er war gleich hellauf begeistert und hat gerne alles mögliche durch die Gegend transportiert. Dabei musste er lernen, dass die Sachen rausfallen, wenn er einfach plötzlich loslässt, um auf irgendwas zu zeigen, was er entdeckt hat. (Er gießt nun auch total gerne die Blumen 🌺)

3. Wir waren lange nicht auf einem Spielplatz. Den ganzen Winter über nicht und zum Frühlingsanfang wurden die Spielplätze ja wegen Corona gesperrt. Aber jetzt waren wir wieder und es war ein großer Unterschied zum letzten Mal. Früher kam er nichtmal auf den Gedanken, sich am Klettergerüst zu versuchen. Aber jetzt wollte er es unbedingt den anderen Kindern nachmachen und nachdem wir ihn die ersten 3 x unterstützt haben, konnte er alleine hochklettern und dann rutschte er die große Rutsche ganz alleine runter!

4. David kann nun ENDLICH seinen Brummkreisel selbst bedienen. Er hat ihn zum 2. Geburtstag bekommen, also vor 9 Monaten, aber bisher konnte er es nicht. Er drückte nicht richtig, sodass der Kreisel stehen blieb und sich nicht bewegte... Nun hat er es verstanden und hat viel Freude daran ihn drehen zu lassen. Bei einem Babykreisel, den er von seinem Cousin vor einiger Zeit vererbt bekommen hat, haut er nun so richtig rein, dass die Kugeln im Inneren nur so herumwirbeln! Das hat er so vorher nie getan.

feinmotorische Entwicklung: 

David hat weiterhin diese typischen Koordinationsprobleme seiner Hände, was aktuell vor allem beim umziehen stark auffällt. Der Wille sich selbst umziehen zu können, ist inzwischen da, aber er kommt schlecht zurecht und kann es nur auf umständlichste Art und Weise, die viel Zeit braucht und ihn deshalb frustriert. Auf der Suche nach einer neuen Spielidee für ihn, bin ich auf ein Nagelbrett mit Gummiringen gestoßen (montessori inspirierte Idee von "Eltern vom Mars"). Das erschien mir perfekt, um die Feinmotorik etwas zu trainieren, denn er tat die letzte Zeit eigentlich so gut wie gar nichts wirklich feinmotorisches mehr. Nur grobe Bewegungen.
Ich habe gelesen, dass die Bereiche für Feinmotorik und Sprache im Gehirn eng beieinander liegen. Das heißt, dass man mit Training der Feinmotorik gleichzeitig auch das Sprachzentrum anregt! 
Also bastelte ich das Brett gleich nach (Kostenpunkt 0 €, hatten alle 3 Sachen im Haus und war in wenigen Minuten fertig) und David war auch sofort Feuer und Flamme. Aber natürlich hatte er erstmal seine Probleme mit den Gummiringen zurecht zu kommen. Er schimpfte wie ein Rohrspatz und war sehr frustriert. Die Gummis schnippten ihm immer wieder auf die Finger, was ihm weh tat. Aber wir haben ja letzten Monat von der "Eule mit der Beule" gelernt, dass pusten gut tut und so pustete er seine Finger oder hielt sie sich an den Mund. Und "ein Kuss hilft ganz bestimmt" von Mama und alles ist wieder gut. Bereits am 2. Tag kam er gut damit zurecht und er zog die Gummis bis zum Anschlag auseinander. Er hatte inzwischen gelernt mit welcher Technik er sie an den Nägeln fixieren kann. Dazu müssen beide Hände gleichzeitig arbeiten. Er hatte wirklich totale Freude an dem Spiel und spielte es immer und immer wieder. Und kurz darauf konnte er sich seine Socken so ausziehen, wie man es normalerweise tut. Mit beiden Händen gleichzeitig über die Ferse ziehen. Beim Rest müht er sich allerdings immer noch ab, ohne die Hände zu benutzen, wie z.B. beim Schuhe ausziehen.

emotionale Entwicklung: 

1. David nickt mit dem Kopf, wenn er "ja" meint. Was für eine rießen Erleichterung!!! Das ist so toll! Durch ein einfaches Ja-Nicken lassen sich bereits so viele Probleme lösen. Wir können ihn nun einfach fragen, was er essen möchte (im Ausschluss-Verfahren) und müssen es nicht mehr auf gut Glück versuchen usw.
2.  Wir haben nun ein richtiges Abend-Ritual!!! 💕David möchte eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekommen und auch der Spieluhrteddy muss unbedingt mit ins Bett 🐻 Das ist sooo süß 💜 Er hatte ihn zur Geburt geschenkt bekommen, aber nie Interesse daran. Und nun zieht er die Spieluhr (selber) so lange auf, bis er eingeschlafen ist.
3. Er kommt nun auch zu mir, wenn er ein Aua hat z.B. weil die Katze ihn gekratzt hat. Ich muss dann pusten und alles ist wieder gut.

kognitive Entwicklung:

1. Zuerst ist mir aufgefallen, dass David die Puzzleteile bei Rahmenpuzzles gar nicht auswendig an die richtige Stelle legt (wie ich vor 2 Monaten gedacht habe), sondern aufgrund der Form! Er hat nämlich ein neues Puzzle (15 Teile von Oma) geschenkt bekommen und legte einzelne Teile bereits beim 1. Einpuzzlen vollkommen frei an die richtige Stelle! Auswendig konnte es also gar nicht sein. Später bekam er noch ein weiteres neues Rahmenpuzzle geschenkt (24 Teile von der Großtante) und es war wieder genau das selbe. Er legte die Teile sofort, ohne groß überlegen zu müssen, korrekt auf die passenden Felder!

2. Endlich kann er auch Würfel-Puzzles machen! Obwohl David ja seit Monaten problemlos Papp-Puzzles für 4-Jährige macht, waren "nur" 6-teilige Würfelpuzzles bisher unmöglich. Denn er legte die Würfel entweder stereotyp in eine Reihe oder stapelte sie aufeinander. Die Bilder beachtete er dabei gar nicht. Aber jetzt hat er verstanden, worum es geht. Und es klappt so super! Wenn ich sage: "Jetzt puzzeln wir den Traktor" ➞ dreht er die Würfel auf die richtige Seite und puzzelt in Windeseile das Traktorbild. Und so geht das mit allen 6 Motiven.

3. Bei einem Feuerwehr-Puzzle war noch ein 2. Puzzle (zum englisch lernen für Kinder) mit dabei, das eigentlich noch zu schwer für ihn ist. Doch er möchte es immer spielen. Es sind 60 Teile, die einfach nur nebeneinander in Reihen gelegt werden müssen. Doch an welche Stelle? Also haben wir es nun so gelöst, dass wir ihm verbal sagen (auf deutsch), welches Motiv an der Reihe ist und er sucht dazu die 2 richtigen Puzzleteile aus und puzzelt sie ein. Das zeigt einmal wie gut er bereits die verschiedensten Begriffe kennt und auch, dass er problemlos aus so vielen Kleinteilen die richtigen Bildhälften heraussuchen kann.

4. David hat von seinem Cousin ein Logik-Puzzle vererbt bekommen (Altersempfehlung: 3-6 Jahre). Dazu muss man immer 3 zueinander gehörige Teile zusammen puzzlen. Ich dachte, dass es noch dauern würde, bis er min. 3 Jahre alt ist, bis er es spielen könnte. Aber immer wenn ich etwas in den Schrank räume, zieht er es wieder raus und bringt es mir. Also habe ich es mit ihm versucht. Und es war kaum ein Problem. Er konnte die richtigen Teile tatsächlich zuordnen, und zwar ohne Versuch und Irrtum-Prinzip. Die anderen Teile, die dabei waren, gab ich ihm allerdings nicht. Es waren comicähnliche Tiere wie z.B. blaue Ameisen, pinke wurmkäferartige Tiere (!?),  die es in Realität gar nicht gibt, sowie Berufsabbildungen, die ich selbst nichtmal erkennen konnte. Manche Spielzeughersteller sollten vielleicht vor der Produktion einen Pädagogen zu Rate ziehen....

5. Bei einem Bilder-Lotto dachte ich vor 5 Monaten, dass das doch ein tolles Spiel für ihn wäre... aber Pustekuchen! Die Spielkarten stapelte er nur stereotyp aufeinander oder er legte sie wahllos auf die Spielbretter nebeneinander, ohne die Bilder zuzuordnen. Und wenn ich sie korrekt legen wollte, hat er angefangen zu schreien. Ich versuchte es Monat um Monat und räumte das Spiel jedes Mal frustriert wieder weg. Aber nun geht es auf einmal und es ist natürlich überhaupt keine Herausforderung für ihn, die Bilder richtig zuzuordnen. Ihm war einfach nur diese Stereotypie im Weg!

6. David bekam von seinem älteren Cousin auch ein Memory-Spiel vererbt. Ich hatte schon öfter an ein Memory gedacht, doch ich bin immer davon ausgegangen, dass das noch eine ganze Weile zu schwer für David sein würde. Schon alleine wegen dem Erlernen der Regeln. Aber nun war es da und David wollte es von sich aus versuchen. Ich zeigte ihm bei ein paar Karten wie es funktioniert und schon hatte er das Prinzip verstanden und deckte selber die Karten auf, bis er ein Paar gefunden hatte. Es klappte alles ziemlich schnell und ich bemerkte, dass er sich wirklich merken konnte, wo ein Bild lag (ich hatte da als Kind ja echte Probleme damit und spielte das Spiel nicht gerne)! Da war ich wirklich erstaunt! Seit dem möchte David täglich mehrfach Memory spielen! Wir machen daraus verschiedene Versionen z.B.
  • ich nenne den Namen des Tieres und er sucht das richtige Paar raus (mit aufgedeckten Karten) 
  • richtiges Memory (mit verdeckten Karten)
  • Tierfiguren den Karten zuordnen
  • die Karten den Bildern in seinen Büchern zuordnen
Aber ich habe das Gefühl, dass das alles schon wieder viel zu einfach für ihn ist. Er macht das in totaler Selbstverständlichkeit, ohne sich anstrengen zu müssen. Wer hätte das gedacht? Vor 5 Monaten war das zuordnen von Schleich-Tieren zu den identischen Fotos noch eine große Herausforderung. Und bis letzten Monat schien das Finden von gleichen Bild-Paaren noch unmöglich!

7. Ein weiteres Stereotypie-Problem hatten wir mit einem Magnetbausatz. Monatelang (seit er 17 Monate alt ist) hat er Teil um Teil aufeinander gestapelt. Es war der reinste Irrsinn! Er hat bestimmt 100000 x die Teile aufeinander gelegt, bis ich es einfach nicht mehr sehen konnte und sie weggeräumt habe. Und wenn ich sie nach langer Pause wieder hervorholte, ging es genau so weiter. Ich versuchte es nun also diesen Monat wieder... und natürlich stapelte er sie wieder. Ich wollte sie schon wieder wegpacken, zeigte ihm dann aber doch nochmal wie man z.B. einen Würfel daraus bauen kann. Und das versuchte er dann tatsächlich nach zu machen. Er versuchte es so oft, bis er es korrekt auswendig konnte. Und nun kann er einen plastischen Würfel bauen! Natürlich hat das jetzt auch wieder was stereotypes, denn er würde nicht selbst einfach kreativ werden und versuchen irgendwas anderes zu bauen oder zu legen. Aber wenigstens mal ein bisschen Abwechslung 😁 und einen Würfel bauen können, ist doch schon mal eine Leistung 👍

Wahrnehmung

1. Er spielt nun anders mit seinen vielen Puzzles. Anstatt einfach zu puzzeln, so wie sonst, entdeckt er auf jedem Puzzleteil viele kleine Details, die ihm früher vollkommen egal waren. Er hat früher gepuzzelt, um des puzzelns Willen. Aber nun ist das Entdecken der Abbildungen fast schon wichtiger als das Gesamtergebnis. Auch beim Vorlesen seiner Geschichten, entdeckt er plötzlich Details auf den Bildern, die ihn vorher gar nicht interessiert haben.
2. Wenn man ihn fragt: "Wo ist der Vogel?" zeigt er in die Luft. Wenn man ihn fragt "Wo ist der Fisch?" zeigt er auf Wasser.
3. Er hört ein Flugzeug und deutet selbst in den Himmel!!! Er hört z.B. auch die Feuerwehr-Sirene.
4. Letztens ist ihm zum 1. Mal unsere barocke Stuckdecke im Gäste-WC aufgefallen.
5. Und das allerbeste ist, dass er nun auch Insekten wahrnimmt. Das war bisher ja noch nie der Fall! Er hört und sieht Fliegen fliegen!!! Und wir beobachten Hummeln! Das ist nämlich unser aktuelles Thema der Waldspielgruppe (es findet zwar grade keine statt, aber wir bekommen Anregungen für zu Hause).
David hat all das früher nicht gesehen oder gehört! Wenn wir gesagt haben: "Hör mal ein Flugzeug", hat er nicht in den Himmel geschaut, egal wie sehr wir auch in den Himmel gedeutet haben. Und kleinere Tiere wie Vögel oder gar Insekten hat er komplett ausgeblendet. Sie waren für ihn nicht existent.

soziale Entwicklung:

David liebt andere Kinder! Er ist sooo gerne mit ihnen zusammen! Er kann jetzt auch auf fremde Kinder problemlos zugehen, ohne auch nur einen Hauch von Schüchternheit (das konnte ich selbst nicht!). Wenn andere umherrennen oder mit dem Laufrad oder Fahrrad fahren, ist er kaum zu bremsen und rennt oder fährt immer hinter den anderen Kindern her. Es macht ihm solche Freude! Er macht ihnen auch andere körperliche Dinge nach wie z.B. einen Stuhl umlegen und drüber klettern oder er versuchte sogar Rad schlagen, das er bei seiner 8-Jährigen Cousine gesehen hat. Aber wehe die Kinder "spielen". Damit kann er leider noch überhaupt nichts anfangen und er macht es auch nicht nach. Mit einem Bagger im Sand baggern oder eine Puppe im Arm wiegen ... das sind alles Dinge, bei denen David nur daneben steht und nichts tut. Entweder wird dann den anderen Kindern langweilig, weil er sich nicht beteiligt und ja auch nicht spricht oder David wird es langweilig und er kommt dann wieder zu mir oder macht irgendwas stereotypes. Das ist so schade! Aber wenn man mal bedenkt, dass David vor 1 Jahr nicht mal neben seinem jüngsten Cousin sitzen wollte, er war fast schon sein Feind, der ihn gerne mal bei einer seiner Zwangsstörungen unterbrochen hat... und er sich auch sonst in keinster Weise beteiligt hat (auf ein Bobby Car hätte er sich niemals gesetzt, rennen konnte er nicht, kein Interesse am Sandkasten, kein Interesse an anderen Kindern allgemein) und dort auch niemals ohne mich geblieben wäre, hat sich das Blatt inzwischen ja schon ganz schön gewandelt. Er LIEBT nun seine Cousins und Cousinen und sie kommen gut miteinander zurecht. Sie freuen sich immer, wenn sie sich wieder sehen!

David spielt auch unglaublich gerne mit unserer Katze. Und zwar richtig. Er nimmt dazu Bändel, Stöckchen oder seine Spielzeug-Angel und bringt ihr auch Kuscheltiere

sprachliche Entwicklung:

1. Unglaublich aber wahr! David gibt wieder Töne von sich, nachdem er monatelang stumm war! Er fing wieder mit brabbeln an, wie ein Baby. Also so, wie es vor 6 Monaten bei ihm geendet hat. Und dann kam tatsächlich 1 Wort!!!!!!! Was für eine rießen Freude! Aber wir merkten auch, wie unglaublich schwer ihm das fällt. Das Gehirn ist wirklich noch immer sooooo voller Schwermetalle! Er sagte beim Essen das Wort "heiss" nach und übte es mehrere Tage lang auf Nachfrage (und war ganz stolz drauf). Dabei kamen auch Sachen raus wie "hei." oder "haisch". 6 Tage später versuchte er auch das Wort "Zug" nachzusagen. Aber er bekam nur "tschu" heraus. Und nach diesen paar Tagen endete auch schon wieder die ganze Freude und er brabbelte nur noch und sagte erstmal nichts mehr. Das war eine große Enttäuschung! Wir hatten alle so sehr gehofft, dass er endlich zu sprechen beginnt. Aber es lief wieder so ab wie schon in der Vergangenheit 😭 Mit 12 Monaten sagte David "haben", wenn er etwas haben wollte und dann nicht mehr. Mit 13 Monaten sagte er "da ist" (Geschichte in einem Buch: Da ist die Mama) und nach ein paar Tagen hörte es wieder auf. Mit 15 Monaten sagte er "das da", wenn er sich für etwas entschieden hat und dann nicht mehr. Mit 21 Monaten konnte er 2 Wochen lang "Auto", "Hase" und "nein" "sagen und dann tat er es nie wieder. Er konnte außerdem 2 Monate lang "Mama" und "Papa" sagen und dann ebenfalls nie wieder (typisch Autismus). Zwischendrin brabbelte er phasenweise entweder sowas wie chinesisch oder klingonisch oder er war stumm. Das Gebrabbel jetzt erinnert tatsächlich ein wenig an unsere Sprache und es ist wirklich schön ihn so fröhlich und gut gelaunt brabbeln zu hören. Zuletzt kam jetzt noch der Versuch "miau" nach zu sagen und er machte immer wieder "duuuut, duuuut, duuuut" (hupendes Auto?), nachdem er mit seinen Cousins gespielt hat. Also ich denke, sprachlich tut sich gerade etwas. Er hat nun ständig den Mund offen und selbst wenn er im Bett liegt und schlafen möchte, brabbelt er immer noch vor sich hin.


2. Sein passiver Wortschatz wächst immer weiter an. Er kennt nicht nur alle Tiere, alle Grundfarben, Kleidungsstücke, Körperteile, Lebensmittel und Alltagsgegenstände mit Namen, sondern inzwischen auch ganz spezielle Begriffe aus seinen Büchern wie z.B. Aufsitzrasenmäher, Seenotrettungskreuzer, Löschflugzeug, Quad, Motocrossrad usw. Er interessiert sich sehr für Fahrzeuge und möchte von allem wissen, wie es heißt.

Spielverhalten:

So gaaaanz langsam zeigen sich Spielverhalten, die an ein normales Kind erinnern.

1. Er krabbelt neuerdings mit Fahrzeugen am Boden herum und "hmmmm"t dabei (so ähnlich wie Fahrgeräusche) Ich weiß nicht, ob er sich das bei seinem Cousin abgeschaut hat?


2. Außerdem baut er nun ganz normal mit Bauklötzen und nicht mehr stereotyp. Es fing bei ihm mit 16 Monaten an, dass er Bauklötze immer akurat in eine Reihe legte. Egal welche Form, egal welche Größe, ob es passte oder nicht. Und da gab es keinen Ausweg raus! Aber jetzt legt er sie gar nicht mehr in eine Reihe, sondern baut wirklich Gebilde, die jedes Mal anders aussehen.

3. funktionelles Spiel: Er hat den Telefonhöhrer genommen und ihn sich ans Ohr gehalten!!!!! Deshalb habe ich ihm das Spielzeug-Telefon wieder hingestellt und er spielt nun gerne damit.

4. erstes repräsentatives Spiel I: David wollte unsere Katze kämmen

allgemeines Verhalten:

1. David hat sich erstmals die Fingernägel schneiden lassen!!! Wahnsinn!!!!!! Zuerst lies er mich nur 1 Finger schneiden, dann hatte er genug. Am nächsten Tag lies er sich die ganze Hand schneiden. Aber nur 1 Hand. Und am 3. Tag durfte ich beide Hände schneiden. Inzwischen ist es sogar schon dazu gekommen, dass David zu mir kommt, wenn er einen eingerissenen Nagel hat, der absteht. Er schaut mir beim Nägel schneiden interessiert zu und bleibt vollkommen ruhig. Wie lange ich darauf gewartet habe! 33 Monate lang war es nur während dem schlafen möglich! Alles andere wäre mit ihm gefährlich geworden!
2. Er lässt sich nun auch die Ohren sauber machen! Das heißt, er bleibt ruhig und flippt nicht aus und betastet anschließend seine Ohren selbst.
3. Auch das Haare schneiden! Das war wirklich immer die größte Katastrophe überhaupt! Und im Gegensatz zu anderen Kindern, sind seine Haare gewachsen wie verrückt. Als er 8 Monate alt war, mussten sie bereits das 1. Mal geschniten werden, da die Haare schon bis zur Nase reichten. Und von da an mussten sie jeden Monat geschnitten werden. Aber er lies sie sich nicht schneiden! Es wurde sogar von Monat zu Monat immer schlimmer. Sein Verhalten wurde schlimmer und die Haare wurden immer mehr und dicker. Manchmal wartete ich 2 Monate bis zum nächsten schneiden, weil es einfach so kompliziert und schwierig war. So lange bis er vor lauter Haare nichts mehr gesehen hat. Die Haare hinten am Nacken nur mit einer Schere zu schneiden endete in einem Komplett-Ausraster, schreiend als wenn wir ihn umbringen wollten. Vorne beim Gesicht zu schneiden war in wachem Zustand vollkommen unmöglich. Ich musste es machen, während er schlief und das war schon schwierig genug. 1. kann man im Liegen natürlich nicht schön schneiden und 2. hat er sich sogar beim schlafen dagegen gewehrt (beim Fingernägel schneiden nicht). Ich musste es immer in Etappen auf mehrere Tage verteilen, sonst wäre auch das eskaliert und schön sah das natürlich auch nicht aus. Aber es ging nicht anders.
Aber jetzt fängt es an zu funktionieren. Wir konnten ihn im wachen Zustand die Haare schneiden - ohne schreien. Auch wenn er nicht begeistert war, es weiterhin ablehnte und es natürlich auch sehr kompliziert blieb. Ich musste ihn stillen und zusätzlich noch ablenken und so konnte mein Mann nach und nach, blizschnell Strähne für Strähne kürzen. Sogar an den Ohren und zum Schluss sogar an der Stirn. Aber einen Schönheitswettbewerb wird er damit nicht gewinnen. Es ist sicherlich der Anfang auf dem Weg zu normalem Haare schneiden. Man muss sich ja an alles erstmal gewöhnen...
4. David lässt sich außerdem jetzt die Zähne putzen. Er macht freiwillig den Mund auf und schreit nicht mehr! Allerdings wirklich nicht lange. Nach ein paar Sekunden will er nicht mehr und man muss ihn immer weiter überreden.
5. David ist viel besser gelaunt und beschäftigt sich deutlich länger alleine als früher

ohne schreien
✔ wickeln (nach 2 Monaten)
✔ umziehen (nach 2 Monaten)
✔ Jacke + Mütze anziehen (nach 3 Monaten)
✔ Haare kämmen (nach 6 Monaten) beim stillen
✔ abtrocknen (nach 7 Monaten)
✔ abduschen (nach 8 Monaten)
✔ Fingernägel schneiden (nach 9 Monaten)
✔ Ohren sauber machen (nach 9 Monaten)
✔ Haare schneiden (nach 9 Monaten) beim stillen
✔ Zähne putzen (nach 9 Monaten)
❌ Handschuhe anziehen (wer weiß, vielleicht nächsten Winter)
❌ Sonnenhut anziehen
❌ eincremen lassen
❌ Fußnägel schneiden
❌ Mund abputzen
❌ Hände waschen

gesundheitliche Entwicklung

Das schlafen läuft nun wirklich super! Ich denke, wir haben die Umstellung hinter uns. David macht keinen Mittagsschlaf mehr und wird auch spätnachmittags nicht mehr müde. Er ist nun immer ca 12 Stunden am Stück wach. Das heißt, wir haben nun erstmals ein Kind, das tatsächlich abends zu einer für Kinder normalen Uhrzeit ins Bett geht und dann 12 Stunden schläft!!! Ich könnte ja allein über das Schlafthema Romane schreiben... von einem Baby, welches nicht vor 2 Uhr nachts müde wird oder von stundenlangem nächtlichen wachliegen oder von plötzlichen Schreianfällen mitten in der Nacht usw. Es wurde allerdings mit der Ernährungsumstellung wirklich schlagartig besser und in den letzten Monaten konnten wir meistens gut schlafen, wenn auch spät. Denn das Kind ist immer erst zwischen 23 - 1 Uhr ins Bett gegangen... aber JETZT geht er schon abends ins Bett 🌜

Rückschritte:

  • David fremdelt plötzlich wieder ein wenig z.B. bei unserer Nachbarin, seinen Tanten und seiner Großtante. Das heißt, er wird ganz ruhig, versucht sich zu verstecken oder hält sich die Augen zu. Auch Opa (vor dem er früher ja ganz besonders Angst hatte) soll ihm nicht zu Nahe kommen, obwohl er letzten Monat immer so schön mit ihm Ball gespielt hat. Das ist natürlich ein schlimmer Rückschritt, nachdem ich dachte, dass die Angststörungen geheilt sind. Allerdings ist es nur am Anfang und nach ca 30 min taut er wieder auf und ist ganz normal. Also kein Vergleich zu früher
  • läuft manchmal wieder kurz auf Zehenspitzen (das ist auch ein kommen und gehen)
  • die Geräuschempfindlichkeit hat sich noch nicht wieder verbessert, ganz im Gegenteil es wird eher immer noch rückschrittiger
  • das aufreihen von Gegenständen ist auch immer noch da, aber nicht mehr ganz so extrem wie letzten Monat

Samstag, 9. Mai 2020

Medical Medium Heilungs Update nach 8 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Kinderleber)

Update nach 8 Monaten Ernährung nach Anthony William

 

Was hat David gegessen?

🍉🍎🍐🍌 Datteln, Kartoffelsalat, selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteuse, gedämpfte Kartoffeln, Kichererbsenchips, Reis mit Honig, Hafer-Bananen-Pfannkuchen mit Ahornsirup, glutenfreier zuckerfreier Karottenkuchen, glutenfreies Brot, HMDS, Muttermilch
Diesen Monat ist etwas unglaubliches passiert... 
David hat in seinem ganzen Leben noch niemals Orangen oder Mandarinen angerührt. Selbstverständlich auch keinen Orangensaft. Ihn hat es immer richtig geschüttelt, wenn er nur den Geruch von Orangen vernommen hat. Er hat sie nie probiert! Aber wir Eltern trinken jeden Tag frisch gepressten Orangensaft und David hilft uns immer beim entsaften....  Und nun kam der Tag der Tage und David hat tatsächlich probiert! Und dann hat er gleich 3 Schnapsgläser voll getrunken! Seit dem trinkt er täglich mit uns Orangensaft. VIEL Orangensaft!!! Heute war es der Saft von 5 Orangen - und dann hatten wir keine mehr, er hätte noch mehr getrunken...
Orangensaft sollte übrigens innerhalb von 30 Minuten getrunken werden, da später das Vitamin-C verloren geht. Und es ist immer gut, noch Honig dazu zu geben. Denn in dieser Kombination erhöht sich die Wirkung des Pektins um 50 % ---> gegen Viren und Bakterien im Darm (außerdem geben wir noch Ester-C dazu). Orangensaft ist ja eigentlich auch Bestandteil des HMDS und deaktiviert Schwermetalle (aber leitet sie nicht aus). Es freut mich wirklich besonders, dass David nun Orangensaft trinkt, da in Orangen besonders viel bioaktives Kalzium enthalten ist, welches die Zähne stärkt. Das hat er bitter nötig, vor allem da er ja sonst keinerlei Zahn-Lebensmittel isst, wie Blattgrün, Sprossen und Petersilie. Orangen helfen auch bei Ängsten, Depressionen, posttraumatischer Belastungsstörung, Stimmungsschwankungen, Blutzuckerschwankungen und Verstopfung. Die weiteren heilenden Eigenschaften von Orangen findet ihr in "Medical Food" oder auf englisch hier und hier

Leider bekomme ich ihn aber einfach nicht dazu noch mehr Wildheidelbeeren zu essen. Ich habe in den letzten 8 Monaten wirklich alles mögliche probiert: Wildheidelbeersaft (pur, mit Wasser verdünnt, gesüsst), Wildheidelbeeren mit Banane zerdrückt, Wildheidelbeerpüree gesüßt mit Honig und Wildheidelbeer-Fruchtleder. Er will das alles nichtmal probieren. Wobei er Kulturheidelbeeren vollkommen ohne Probleme, teilweise in großen Mengen, isst. Jetzt möchte ich versuchen, ihn an die Wildheidelbeeren genau so zu gewöhnen, wie an den Orangensaft. Deshalb nehme ich nun immer 50 g Wildheidelbeeren beiseite, die eigentlich in meinen HMDS kommen. Ich übergiese sie mit etwas Ahornsirup und biete sie ihm jeden Tag an. Da er sie bisher nicht isst, esse ich sie dann vor ihm. Ich hoffe, dass irgendwann auch der Tag kommen wird, an dem er probieren möchte. Und da es sooo lecker ist, wird er sie bestimmt irgendwann genau so gerne essen wie Kultur-Heidelbeeren.

Wie ist es uns ergangen?

David ist jetzt im Frühling fast den ganzen Tag über draußen im Garten. Er ist etwas selbstständiger und unabhängiger geworden und dadurch auch zufriedener. Er läuft seiner Oma überall hinterher (nochmal zur Erinnerung: er hatte früher Angst vor ihr), schaut gerne bei der Gartenarbeit zu und hilft ein wenig mit z.B. Blumen gießen, rennt herum oder hüpft irgendwo runter, sitzt im Sandkasten, rutscht auf seiner kleinen Rutsche oder lässt Bälle oder Autos hinunterkullern, fährt mit seinen Fahrzeugen im Hof, schaukelt für sein Leben gerne oder spielt mit Opa stundenlang Ball (vor ihm hatte er noch viel größere Angst als vor Oma). Oma und Opa sind für ihn nun zu echten Bezugspersonen geworden!!! Vor 5 Monaten habe ich mal wieder mit unserer damaligen Hausgeburtshebamme gesprochen und sie fragte mich, ob ich David denn überhaupt irgendwo hin in Betreuung geben könnte?! Und ich sagte: "NEIN, das ist vollkommen unmöglich!" → Jetzt ist es schon seit 1,5 Monat wirklich überhaupt gar kein Problem mehr!


An Tagen, an denen David draußen sein kann, läuft es nun wirklich gut! Vor 3 Monaten war ich noch total verzweifelt und mit den Nerven vollkommen am Ende. David hat ständig geschrien, wie am Spieß. Er war wie eine tickende Zeitbombe. Aber jetzt hat sich sein Verhalten verbessert! Seine Frustrationstoleranz ist minimal gewachsen. Er nimmt bestimmte Gegebenheiten entspannter an. Wir lassen ihm Zeit und drängen ihn nicht. Das hilft auch gegen Eskalationen. Wenn er z.B. abends, wenn es draußen kalt wird, nicht ins Haus gehen möchte, sage ich ihm mehrmals, dass wir jetzt reingehen, was er erstmal nicht so toll findet und unbedingt noch weiter spielen möchte..... aber nach einiger Zeit des wartens, geht er dann doch von sich aus hinein. Seine Ausraster und Schreianfälle sind etwas seltener geworden, aber sie sind noch da, vor allem wenn er allgemein übermüdet ist (wir haben noch mit der Umstellung Mittagsschlaf - kein Mittagsschlaf zu kämpfen) oder wenn wir wegen Regen nicht raus können. Draußen ist er wesentlich besser drauf. Wahrscheinlich weil er meistens von min. 1 der 4 Bezugspersonen volle Aufmerksamkeit bekommt.

positive Veränderungen in diesem Monat:

  • grobmotorische Entwicklung: David wird immer wilder. Das sind wir gar nicht gewöhnt. Alles fing damit an, dass David vor 3 Monaten gesehen hat, wie sein Cousin auf dem Sofa herumhopst. Das versuchte er dann nach zu machen und es hat sich über die Monate immer weiter ausgebaut. Vor 3 Monaten lies er sich aus dem Stand mit dem Po aufs Sofa plumpsen. Vor 2 Monaten konnte er bereits vom Fensterbrett aufs Sofa runter springen, er konnte auch von Baumstämmen aus auf den Boden springen. Letzten Monat hat David gelernt zu hüpfen (also mit 2 Füßen gleichzeitig in der Luft)... und jetzt rennt und springt David auf unserem Sofa hin und her und hopst auf den Kissen herum. Er sprudelt richtig über vor Energie. Er will die ganze Zeit toben und balgen und lacht dabei so viel. Oder er möchte Purzelbäume machen (kann er bisher aber nur mit Unterstützung). So langsam erinnert er mich an meine eigene Kindheit. Ich war als Kind sehr wild, nicht zu bremsen, nicht müde zu bekommen und immer am toben. Ich kann mich erinnern, dass ich immer auf meinem Vater herumgeklettert bin → und das hat David jetzt auch angefangen.
  • feinmotorische Entwicklung: letzten Monat hat David im Sand nur herumgestochert oder damit geworfen, nun hat er von Opa einen neuen Eimer geschenkt bekommen und er schaufelt Sand hinein. Ich weiß, das ist für andere Kinder vollkommen selbstverständlich und nichts besonderes. Für uns ist es aber ein rießen Fortschritt! Alles, was David selbst tun kann und nicht wir immer für ihn tun müssen, ist viel Wert und steigert auch sein Selbstbewusstsein. Er kann nun außerdem auch unseren Entsafter nach dem reinigen alleine wieder zusammenbauen!!!
  • Wahrnehmung: Davids Horizont hat sich erweitert: Er entdeckt Vögel, Bäume, Blumen, sieht auch Dinge am Himmel; er beachtet erstmals die Motive auf seiner Kleidung. All das hat er früher überhaupt nicht gesehen oder wahrgenommen!
  • soziale Entwicklung: David gibt nun ganz viele Küsschen. Er ist ein richtiger Knutscher und Schmuser geworden 💗💗💗 Außerdem hilft er beim umziehen noch mehr mit. Früher hat er umziehen gehasst und es war jedes Mal ein Drama. Letzten Sommer habe ich ihn einmal komplett nackt in den Garten gelassen, da er sich absolut nicht anziehen lassen wollte und er selbst draußen noch am schreien war deswegen. Aber jetzt nimmt er sich selbstständig Kleidung aus dem Schrank und eine frische Windel. Er kann alleine und ohne Hilfe seinen Schlafsack (mit Füßen) ausziehen, seine Hose ausziehen, seine Strumpfhose ausziehen und seine Windel ausziehen. Das Oberteil kann er auch ausziehen, wenn ich ihm mit den Armen helfe. Er ist ganz stolz darauf, dass er das schon alles alleine kann! Danach lässt er sich ganz bereitwillig und vollkommen problemlos wieder anziehen. Evtl hilft er beim Hose hochziehen. Seine Windel wirft er selbst in den Müll. Er kann außerdem Reißverschlüsse aufmachen (Jacke) und den Klettverschluss von seinen Schuhen auf und zu machen. 🐻🐶🐱 David beachtet nun Kuscheltiere. Sein Leben lang haben sie ihn nicht interessiert... als Baby schon fand er keinen Gefallen an etwas weichem, kuscheligen und als er größer wurde, blieben sie absolut unbeachtet. So als ob sie nicht existieren würden. Doch jetzt nimmt er sie wahr und nimmt sie in den Arm. Aber er spielt (noch) nicht mit ihnen. Was David leider immer noch zu 100 % fehlt ist das repräsentative Spiel
  • sprachliche Entwicklung: Da wir ja nicht zur Waldspielgruppe gehen dürfen (Corona), bekommen wir jede Woche eine E-mail mit einem Gruß. Einmal war es ein Video, in dem ein Bilderbuch vorgelesen wurde. David LIEBT ja Bücher, schon immer! Und er war gleich Feuer und Flamme. Er wollte das Video 100 x sehen - und er machte mit! Die Eule mit der Beule. "AUA" sagt die Eule. "Ich glaub ich habe ne Beule." "Sch Sch" macht die Schlange ...und David hat tatsächlich "Sch Sch" gemacht!!!!!! Ich dachte ich traue meinen Ohren nicht! ... und streichelt ihr die Wange ← und David hat den Bildschirm gestreichelt. "Pusten tut sehr gut" Das Wort "pusten" fand er total lustig und machte "ph"! ... macht der Fuchs ihr Mut. "Ich kenne mich da aus" sagt die kleine Maus. "Honig" sagt der Bär "der wirkt bestimmt viel mehr". "Komm kleines Eulenkind. Ein Kuss, der hilft dir ganz bestimmt" ← und er gab mir einen Kuss! Das war allerdings nur an einem Tag und seit dem hat er nie wieder "sch" oder "ph" gesagt, streichelt und küsst aber weiterhin 😔 Ich sehe als erstes winziges Anzeichen für Sprechversuche. Damals, als David erstmals eine Geste nachgeahmt hat, war es für mich auch eine Sensation und dann kam erstmal lange nichts... Ich glaube es dauerte noch ca 2 Monate bis er richtig begonnen hat, alles nachzuahmen. Verstehen tut er jedenfalls sehr viel. Wenn wir z.B. sagen: "Lass mal bitte die Katze rein" → geht er zur Tür, öffnet sie, die Katze kommt herein und dann macht er die Tür wieder zu. Ganz selbstverständlich. Und er lernt täglich neue Begriffe dazu. Er kennt nun soooo viele Wörter aus seinen Bilder-Wörterbüchern und er zeigt korrekt auf Farben und Körperteile. Er kann auch "Sachen suchen" in seinen Bilderbüchern und hat Interesse an Zahlen bzw zählen.
    David weiss nun auch ganz eindeutig wer David ist. Bisher war ich mir oft nicht sicher, ob er wirklich auf "David" hört, oder ob er nur gehört hat, weil ich etwas gesagt habe.... aber jetzt zeigt er bei "David" auf sich selbst! Und wenn ich sage: "David rutschen" → rutscht er selbst die Rutsche runter und lässt dann mal keine Autos die Rutsche runter fahren. Es ist also eindeutig. Er hört auf seinen Namen!
  • Verhalten: Eine Sensation: Wir dürfen nun plötzlich wieder singen!!!! David hat Gesang immer geliebt. Wir mussten ihm die ersten 2 Jahre seines Lebens stundenlang vorsingen. Aber exakt zu dem Zeitpunkt, als er seinen ersten Koriander bekommen hat, wurde er urplötzlich allergisch auf singen. Vom einen Tag auf den anderen. Ich durfte nichtmal mehr summen, wenn ich mich alleine in einem Nebenzimmer befand und in der Waldspielgruppe bekam er Schreianfälle, wenn die anderen gesungen haben. Innerhalb dieser 8 Monate war es ein einziges auf und ab. Er wollte ein paar Tage lang gar keine Musik mehr hören. Dann wollte er doch wieder Musik hören. Er wollte auch Gesang von Sängern hören, nur bei Frauen mit hohen Stimmen wurde es schwierig und er flippte wieder aus (Ohren zuhalten, schreien, hinlegen). Aber in letzter Zeit hörte er wieder gerne jegliche Musik (Klassik-Soundbücher, Spieluhr, Schlager, Kinderlieder, Frauen, Männer usw.). Nur Mama und Papa durften auf keinen Fall singen! Aber jetzt kam es, dass er vom Besuch bei Oma und Opa ein Liederheft mitgebracht hat. Ich habe mich etwas gewundert, habe es genommen und angefangen zu singen und rechnete schon mit Geschrei... aber es gab kein Geschrei!!! Ich habe ihm alle Lieder daraus vorgesungen und es hat ihm gefallen und am nächsten Tag sollte ich ihm die Lieder wieder vorsingen 🎼🎶🎵 David lässt sich nun auch komplett ohne schreien abduschen und abtrocknen! Das abduschen macht ihm jetzt gar nichts mehr aus. Früher hat er geschrien wie am Spieß, wenn er abgeduscht werden musste. Und jetzt geht er freiwillig und lacht dabei! Er hat sich 30 Monate lang auch nicht abtrocknen lassen! Also selbst als Baby hat er geschrien und wollte das Handtuch auf der Stelle los werden! Und jetzt findet er es total lustig mit dem Handtuch abgerubbelt zu werden. Er lacht dabei und kann gar nicht genug davon bekommen! Er trocknet sich auch gerne selbst ab.

ohne schreien

wickeln (nach 2 Monaten)
umziehen (nach 2 Monaten)
Jacke + Mütze anziehen (nach 3 Monaten)
Haare kämmen (nach 6 Monaten) aber so wirklich toll findet er es meistens immer noch nicht
abtrocknen (nach 7 Monaten)
abduschen (nach 8 Monaten)
❌ Haare schneiden
❌ Fingernägel schneiden
❌ Handschuhe anziehen
❌ Zähne putzen
❌ eincremen
❌ Gesicht abputzen
❌ Hände waschen
❌ Ohren sauber machen

Rückschritte: Nachdem es in letzter Zeit eigentlich wieder wesentlich besser geworden war mit Geräuschen.... schnappt er aktuell wieder vollkommen über, sobald ein Mixer auch nur auf kleinster Stufe mixt (den Staubsauger versuche ich gar nicht erst; habe mich inzwischen dran gewöhnt zu kehren und auch den Boden von Hand zu wischen und nicht mehr mit dem Dampfreiniger). Und das obwohl er sich nichtmal im selben Zimmer befindet. Er flippt schon aus, wenn er nur bemerkt, dass der Mixer befüllt wird.... Was aber noch viel erschreckender ist, dass er plötzlich wieder angefangen hat, sämtliches Spielzeug in einer Reihe nebeneinander aufzustellen 😒😔😖😞😟😣😧😨😫😭