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Sonntag, 9. August 2020

Medical Medium Heilungs Update nach 11 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Kinderleber)

Update nach 11 Monaten Ernährung nach Anthony William

 

Was hat David gegessen?

  • Kultur-Heidelbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Waldhimbeeren, Brombeeren, Mango, getrocknete Mango, getrocknete Wildfeigen, Melone, Banane, Apfel, Birne, Kirschen, Datteln, Trauben
  • Nicecream
  • Honig pur, Ahornsirup pur
  • raw bite Riegel (gekauft)
  • Karotten
  • gedämpfte Kartoffeln, selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteuse, Kartoffelbrei, dicke Schupfnudeln
  • glutenfreies Brot mit selbstgemachtem (Kokosöl)-Aufstrich und Schnittlauch
  • Kichererbsennudeln mit Linsenbolognese oder Gemüsesauce oder Trinitys Süßkartoffelsauce
  • Kichererbsenpfannkuchen
  • Pfannkuchen aus glutenfreien Haferflocken
  • Kichererbsenchips (gekauft)
  • selbstgemachte vegane Würstchen aus Bohnen
  • Gemüsebratlinge
  • Reis mit Pfifferlingen 
  • Gemüsebrühe mit Reiseinlage
  • Gemüsesuppe nach Trinity
Was hat David getrunken? frisch gepressten Wassermelonensaft, Orangensaft, Mangosaft, Apfelsaft, Zitronenwasser mit Honig und Selleriesaft, Muttermilch
Das ist wirklich der Wahnsinn! Früher hat David ausschließlich nur Wasser getrunken. Es durfte nicht ein Spritzer sonst was drin sein, dann hat er es nicht mehr angerührt. Aber seit dem er vor 3 Monaten mit dem Orangensaft angefangen hat, wird er nun immer unkomplizierter. Er trinkt sogar ein paar Schlucke Selleriesaft bei mir mit!!! Bei Oma trinkt er gekauften Apfelsaft, was ich nicht so toll finde (aber wenigstens ist er ohne Zucker)

Wie ist es uns ergangen?

Vom TRS Zeolith bin ich nicht mehr so angetan. Anthony William sagte letztens in einem Live, dass er kein Zeolith empfiehlt, bis auf das ACZ (wenns denn unbedingt sein soll - ist aber nicht notwendig, wenn der HMDS gegessen wird). Er meinte, dass die meisten Zeolithe vergiftet sind. Bei uns haben sich mit dem TRS jedenfalls Probleme gezeigt, die wir mit dem ACZ nicht hatten. Das Geschrei letzten Monat war wirklich die Hölle, auch wenn ich es gerne in Kauf genommen habe dafür, dass David nun spricht. Schlechte Laune in den ersten Wochen ist eine bekannte "Nebenwirkung" des TRS - und ich habe es ertragen, bis es nach ca 3 oder 4 Wochen besser wurde. Aber er bekam auch Verstopfung. Es war zwar keine großartige Verstopfung (so wie früher), aber es kam tatsächlich nicht mehr so leicht wie sonst bzw nur noch alle 2-3 Tage. Die ganze Zeit hatte ich mich gewundert und gedacht, dass es vielleicht von der Umstellung von Windeln aufs Töpfchen kam. Denn David sagte sehr oft "kacka", setzte sich aufs Töpfchen, stand dann aber wieder auf, weil nichts kam und machte ein richtiges Theater daraus. Teilweise über Stunden, bis dann endlich was rauskam. Außerdem schlief er mit TRS schlechter und kürzer.
Ich glaube es ist ein Leberproblem. Schlafprobleme, Wutanfälle, Ärger, Frustration, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, keine Frustrationstoleranz, Angstzustände, Verstopfung, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, ... Dies sind alles Symptome einer Leberschwäche. Wenn also das TRS vergiftet ist (auch wenn es immer noch gleichzeitig Schwermetalle aus dem Gehirn abtransportiert), belastet es die Leber. David hatte keine Schlafprobleme mit dem ACZ. Ganz im Gegenteil, er schlief viel besser als früher. Nun mit dem TRS geht er spät ins Bett, schläft keine 12 Stunden mehr und hat teilweise auch sehr unruhige Phasen. Er hatte mit dem ACZ auch keinen Schimmer von Angstzuständen mehr, so wie jetzt wieder. Und seine Stimmung war wesentlich besser. Vor allem als ich das ACZ sehr hoch dosierte, war er die meiste Zeit sehr zufrieden, besser gelaunt als sonst und er spielte so schön und friedlich allein. Also genau das Gegenteil zum TRS.
Dann habe ich mitbekommen, dass amerikanische Mütter empfehlen den HMDS wegzulassen und nur noch TRS zu geben, gleichzeitig verschenken sie give aways von TRS (sehr teuer, Coseva ist eine sehr bekannte Marke)!!! Man dürfte beides nicht gemeinsam einnehmen, der Detox wäre dann zu stark. Doch dann macht das TRS für Menschen, die sich nach Anthony William ernähren und dadurch heilen, keinen Sinn! Es wäre ja höchstens schön als Zusatz, um die Entgiftung noch etwas zu beschleunigen. Es ist mir auch egal, wie positiv sich andere zum TRS äußern. Als wir vor 2 Monaten mit dem TRS begonnen haben, hat David 3-4 Wochen lang nur geschrien! Das kann nicht gut sein!!! Es ist nicht gut für seine Nebennieren, es ist nicht gut für sein Gehirn. Denn das Gehirn erhitzt sich bei Wut und Zorn und schmilzt Schwermetalle, die dann Schäden verursachen. Auch wenn das TRS Schwermetalle aus dem Gehirn herausnimmt... ...schadet es doch gleichzeitig dem Körper. Es kann also nicht gut sein!
Und David hat auch noch die TRS Flasche in die Hände bekommen und sie aufgeschraubt, als ich nicht hingesehen habe. Er hat einiges davon auf dem Tisch verschüttet, sodass wir nun weniger TRS übrig haben. Das alles ist für mich eigentlich ein Zeichen, dass wir das TRS besser nicht nehmen sollten. Eigentlich wollte ich die Flasche noch aufbrauchen und dann wieder auf ACZ umsteigen, aber ich habe das TRS nun schon vor 2 Wochen abgesetzt und weiß noch nicht so richtig wie ich nun weiter machen soll. Ich versuchte es an 1 Tag noch einmal mit dem Spray (weil David am Vortag keinen HMDS bekommen hat), aber David war nicht zu ertragen. Er schrie ständig wie am Spieß oder er kreischte, wegen gar nichts!!! Ich bekam noch den Tipp, dass man das TRS auch auf die Fußsohlen sprühen kann, um über die Füße zu entgiften. Das versuchte ich auch 1 x aber das Ergebnis war wieder das selbe. Er kreischte und war den ganzen Tag nicht auszuhalten, während er an Tagen mit dem HMDS und ohne TRS ganz normal war (das ist ja auch nicht gerade ruhig, aber inzwischen wenigstens gut zu ertragen). Und im Moment kann ich selbst das auch einfach nicht aushalten. Ich habe aktuell in allen Lebensbereichen sehr viel Stress und muss auch auf mich und meine eigenen Nebennieren achten.
Was natürlich sehr positiv hervorzuheben ist, ist dass David unter der Gabe von TRS angefangen hat zu sprechen! Allerdings passierte die ganze "Vorarbeit" der Sprachentwicklung unter der Einnahme von ACZ. Wenn er jetzt kein TRS bekommt, spricht er nun genau so und lernt täglich weitere neue Wörter dazu (die Schwermetalle sind ja nun genug aus dem Gehirn entfernt, um zu sprechen). Nicholas hat noch nie Zeolith bekommen und er hat nur mit dem HMDS dennoch zu sprechen angefangen. Mein Mann sagt immer zu mir: "Die Leute wollen immer eine Abkürzung nehmen. Aber im Leben gibt es keine Abkürzungen." Eine Heilung mit dem HMDS braucht Zeit. Das wissen wir. Es kann Jahre dauern. Aber er heilt. Wenn man die richtigen Zutaten verwendet, heilt er auf lange Sicht, ganz ohne Zeolith.

positive Veränderungen diesen Monat

grobmotorische Entwicklung:

  • öffnet die Autotüre und steigt alleine aus und ein (wir haben ein sehr hohes Auto, es ist also mehr ein klettern als ein einsteigen)
  • geht die Treppen alleine im Wechselschritt nach oben 
  • fährt nun perfekt und sehr schnell mit dem Laufrad

feinmotorische Entwicklung: 

  • pustet sein Essen kalt
  • öffnet Glasflaschen mit Schraubverschluss und trinkt selbstständig daraus 
  • kann eine Sprühflasche bedienen (und sprüht damit gerne die Pflanzen ein)
  • formt Kugeln aus Knetmasse

Selbstständigkeit:

  • geht mit Sitzverkleinerung aufs große Klo 
  • kann nun auch draußen ohne Töpfchen pinkeln
  • nimmt sich selbstständig seine Jacke von der Garderobe und hängt sie auch selbst wieder an den Haken
  • trinkt nach Monaten des Rückschritts endlich wieder alleine aus einem Glas!!!
  • isst auch wieder mit der Gabel 
Kichererbsennudeln mit Gemüsesauce und Melonensaft zum Mittagessen

sprachliche Entwicklung:

Ich bin im 7. Himmel!!!! Er sieht ein Tier und schon kommt das passende Geräusch wie z.B. "mähhh" 💙💙💙 oh mein Gott! Wie lange haben wir darauf gewartet!!!!!!!!!!!! David kann inzwischen so gut wie jeden Tierlaut von heimischen Tieren nachahmen (sogar das röhren eines Hirschs). Er kann auch die Namen von 13 Tierarten, 8 Lebensmitteln und 11 Namen von Verwandten aussprechen. Und er schreit den ganzen Tag: "Maaaaaamaaaa, Paaaaapa" 💙💙💙 Wenn man ihm sagt: "hol mal den Papa, das Essen ist fertig", geht er zu Papa und schreit "EEEsssseeee" 💙💙💙 Außerdem zeigt er mir laut aufsagend, wo sich die ganzen Körperteile befinden. Oder er sagt "Mud" weil er den Honiglöffel in den Mund nehmen möchte. Sehr süß ist auch, dass er nun immer "auch" sagt, wenn er auch etwas haben möchte oder Mama oder Papa auch das tun sollen, was er tut. Er ist vom "tü ta" der Feuerwehr sehr begeistert, er fährt selbst auf "nos" los, wenn er aufs Klo muss, sagt er "biesi", er sagt "des da", wenn er etwas haben möchte, "das is" wenn er wissen möchte, wie etwas heißt, er spielt gerne "guckguck" und er zählt sogar bis 5!

Wir können kaum fassen, wie schnell das nun alles ging. Es begann damit, dass David mir erstmals "quak, quak, quak" nachgesagt hat. Und nur 10 Tage später beherrschte er bereits 29 Tierlaute oder Namen und Worte! Ich weiß noch als David sich im Winter so schnell mit der Anzahl der Puzzleteile gesteigert hat. Damals sagte ich zu meinem Mann: "wenn er doch nur die Worte mal genau so schnell steigern würde"... tja, er steigert die Worte sogar noch schneller als die Puzzleteile 😉 Lustigerweise hat genau nach diesen 10 Tagen die Logopädin angerufen. Jetzt, nach 5 Monaten des wartens, hätte sie einen Platz für David frei! Den Platz habe ich aber wieder frei gegeben, den brauchen wir nicht mehr! Sie meinte allerdings, dass David bis in spätestens 3 Monaten mit 2-Wort-Sätzen beginnen sollte, ansonsten sollte er doch in Therapie kommen 😯 Ich habe aber aktuell den Eindruck, dass er jetzt schon langsam damit beginnt. Er sagt z.B. "auch Papa" oder "Auto Post".
Wenn man die ganzen Tiergeräusche mitzählt, umfasst sein Wortschatz jetzt bereits über 100 Wörter!!!!!! Mit diesem rasanten Anstieg der Anzahl der Worte hätte ich ja nie im Leben gerechnet! Was andere Kinder in über 1/2 Jahr lernen, hat David nun innerhalb von nur 1 Monat gelernt! Ich kann es kaum glauben! Ich hatte damit gerechnet, dass sich das alles viel länger hinziehen würde. Er verschluckt etliche Buchstaben, aber das ist am Sprachbeginn ja eigentlich vollkommen normal. Und er benutzt Oberbegriffe für verschiedene Dinge. Jedes Besteck wird z.B. als "Messer" bezeichnet und auch ein Blatt ist für ihn ein "Baum". Aber er hat sich innerhalb dieses Monats bereits selbst verbessert. Am Anfang machte er bei der Kuh immer "buh". Inzwischen sagt er "muh".
Er spricht nun ungefähr so wie ein (durchschnittliches) 20 Monate altes Kind. Von (sprachlich gesehen) einem 12 Monate alten Kind zu einem 20 Monate alten Kind, innerhalb von 36 Tagen! Wenn das so weitergeht... wahnsinn! Wie viele Worte wird er wohl in einem weiteren Monat sprechen können?!?!

Es macht nun so viel Freude mit ihm Bilderbücher anzusehen! Er plappert mir ständig dazwischen 😉 Er wiederholt Worte oder macht die passenden Tiergeräusche oder er entdeckt plötzlich etwas oder er liest sich quasi selbst vor (die Wörter, die er schon kann). Ja es stimmt wirklich, vorlesen bzw Bilderbücher ansehen erweitert den Wortschatz wie nichts anderes!!!! Ich habe David seit er 6 Monate alt ist täglich vorgelesen, teilweise stundenlang (weil er es so gerne mag), aber es hatte nichts genützt, denn die Schwermetalle haben sein Gehirn blockiert. Da kann man noch so viel vorlesen.... Aber nun, da der Weg frei wird, steht dieser Fördermöglichkeit nichts mehr im Wege!!!

Spielverhalten:


funktionelles Spiel:
  • möchte sich einen Zopf mit einem Haargummi machen (so wie Mama)
  • möchte mit Schaufel und Kehrbesen arbeiten (so wie Mama)
  • antwortet seinem sprechenden Spiel-Telefon!!!

repräsentatives Spiel I: 
  • putzt mir die Zähne

Symbolspiel:
  • lässt seine Tierfiguren herumlaufen und macht dazu Tiergeräusche. Er lässt die Tiere von seinem Teller "fressen" oder "trinken". Seine Tiere dürfen auch Zähne putzen. Auch die Tierzeichnungen in seinen Büchern bekommen etwas zu fressen z.B. Heidelbeeren (er legt dazu die Heidelbeeren auf das Tierbild)
  • er hat erstmals jemals mit einer Playmobilfigur gespielt. Und zwar hat er sie im Wohnzimmer in die Hand genommen, dann sagte er plötzlich "biesi, biesi" und lief aus dem Zimmer. Ich bin ihm nachgegangen und er ging ins Bad und setzte die Figur auf die Toilette!!!! Als ich ihn dann fragte, ob die Figur vielleicht auch Klopapier braucht, nahm er Klopapier, putzte die Figur ab und warf den Fetzen ins Klo! Oh mein Gott!!!! Er spielt!!!!! Ich kann es kaum glauben! Endlich!!!!!
  • er spielt, dass seine Kuscheltiere Küsschen geben
  • lässt erstmals ein Spielzeugflugzeug in der Luft "fliegen" 

Wahrnehmung: 

  • befühlt Baumstämme und blickt nach oben, um zu sehen wie groß die Bäume sind 
  • sieht jede Blume und will an Pusteblumen pusten

Verhalten:

Vor etwas mehr als 1 Jahr - ich weiß nicht mehr... war es kurz davor oder danach, dass ich erfahren habe, dass David autistisch ist.... waren wir auf dem Spielplatz. David war die ganze Zeit am rutschen. Er tat auf dem Spielplatz nie etwas anderes, als ununterbrochen zu rutschen. Dabei beobachtete ich ein anderes Kind. Ungefähr in Davids Alter oder sogar noch etwas jünger. Die Eltern des Jungen spielten Tischtennis und der Junge beschäftigte sich ganz alleine. Schon allein das wunderte mich. Der Junge spielte mit einem kleinen Bagger im Sand. So etwas hat David bis heute noch niemals getan.... deshalb beobachtete ich ihn dabei und war ganz fasziniert. Irgendwann stand der Junge auf und rannte zu seinen Eltern. Während dem rennen hüpfte er ein wenig. Dieses leichte hüpfen vermittelte einen fröhlichen, zufriedenen und unbeschwerten Eindruck. Und dieser Anblick hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. David konnte zum damaligen Zeitpunkt gar nicht rennen. Er hatte es noch niemals getan.... seit wir mit dem HMDS begonnen haben, kann David nun aber schon lange rennen. Er liebt es zu rennen. Er rennt oft und viel und ist ziemlich schnell, sodass es alle immer in Erstaunen versetzt. Aber es gab nie diese Leichtigkeit wie bei dem Jungen damals. Doch seit diesem Monat "rennhüpft" auch mein Kind so fröhlich-locker-leicht herum! Es ist sooo herrlich das zu sehen!!!!!
David lässt sich nun erstmals in seinem Leben einen Sonnenhut aufsetzen und lässt ihn sogar eine ganze Weile auf, ohne ihn sofort wieder herunter zu reißen. Er lässt sich nun außerdem ein "Aua" eincremen, weil Mama es bei sich auch so macht. Er will alles "auch" machen oder haben. Er liebt es nun plötzlich seine Hände zu waschen!!!! Früher ist er abgehauen, sobald er nur ein Handtuch gesehen hat oder er hat einen Schreianfall bekommen, wenn man seine Hände nass gemacht hat. Nun kann er vom Hände waschen gar nicht genug bekommen.


ohne schreien:
✔ wickeln oder umziehen: nach 2 Monaten (aktuell 100 %)
✔ Jacke + Mütze anziehen: nach 3 Monaten (aktuell 100 %)
✔ Haare kämmen: nach 6 Monaten (dann on and off, aktuell ca 50 %)
✔ abtrocknen: nach 7 Monaten (dann on and off, aktuell ca 100 %)
✔ abduschen: nach 8 Monaten (dann on and off, aktuell 100 %)
✔ Fingernägel schneiden: nach 9 Monaten (aktuell 100 %)
✔ Ohren sauber machen: nach 9 Monaten (dann on and off, aktuell ca 10 %)
✔ Haare schneiden: nach 9 Monaten
✔ Zähne putzen: nach 9 Monaten (dann on and off, aktuell ca 50 %)
✔ Zehennägel schneiden: nach 10 Monaten (dann on and off, aktuell ca 20 %)
✔ eincremen: nach 11 Monaten
✔ Hände waschen: nach 11 Monaten 
✔ Sonnenhut aufsetzen und auflassen: nach 11 Monaten
❌ Handschuhe anziehen (wer weiß, vielleicht nächsten Winter)
❌ Nase putzen lassen
❌ Pflaster geben lassen

Rückschritte:
  • David fremdelt immer noch und versteckt sich vor Verwandten, die er länger nicht gesehen hat (Augen zuhalten) 
  • er möchte auch kaum mehr alleine bei anderen bleiben. Ich soll die meiste Zeit dabei bleiben
  • Zwangsstörungen sind wieder auffälliger
⇆ wieder vorwärts: lässt sich wieder duschen und abtrocknen

Donnerstag, 9. Juli 2020

Medical Medium Heilungs Update nach 10 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Kinderleber)

Update nach 10 Monaten Ernährung nach Anthony William

 

Was hat David gegessen?

  • 🍓🍎🍉🍐 Datteln, Johannisbeeren, Waldhimbeeren, Kirschen, Mango, Wildheidelbeeren, Rosinen
  • Ahornsirup pur 
  • Erdbeer-Kaltschale
  • Erdbeerkuchen
  • Johannisbeereis mit Wildheidelbeertopping
  • Banane + Dattel gemixt (wahlweise als Eis) mit Wildheidelbeeren
  • gedämpfte Kartoffeln, Kartoffelplätzchen, Kartoffelknödel, Bratkartoffeln, selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteuse, Kartoffelpuffer mit Gemüse (Zwiebel-Karotte-Zucchini)
  • Karotten
  • glutenfreies Brot (Anthony William sagte am 16.06. live zu Flohsamenschalen: "Ja, schlechte Zutat, schreckliche Zutat. Halten Sie sich einfach davon fern! Schrecklich, schrecklich, schrecklich! Oh mein Gott...." da müssen wir uns nun wohl was neues einfallen lassen)
  • Reis
  • Kichererbsenpfannkuchen
  • Kichererbsennudeln mit Gemüsesauce oder Linsenbolognese
  • Kichererbsenchips
  • Muttermilch
Er möchte immer mehr neues probieren! Juhu!!!! Vieles schmeckt ihm allerdings dann nicht, wie z.B. Paprika. Er probierte sogar Löwenzahn, als er uns welchen essen sehen hat. Aber natürlich schmeckte ihm das gar nicht! Das aktuell größte Problem, das mit diesem "Fortschritt" zusammen hängt ist allerdings, dass er nun auch Sachen probieren will, die er seine Großeltern oder Cousins und Cousinen essen sieht. Und die sind zu 90 % nicht biologisch, ungesund bis hin zu gesundheitsschädlich 😏😧😨

Wie ist es uns ergangen?

Das TRS Zeolith-Spray ist angekommen und nach den ersten 3 Tagen brabbelte David ohne Ende und er veränderte sein Spielverhalten. Außerdem hat er nun so viel Spaß an allem. Er lacht über die kleinsten Dinge. Es gab eine Situation, die ich gar nicht mit Worten beschreiben kann. Da war er mir plötzlich so nah und es war so anders als sonst. Es war irgendwie als hätte ich zum ersten Mal ein Kind, das wirklich ganz bei mir ist. Er möchte auch plötzlich immer auf den Arm und kuscheln und hält sich richtig an mir fest. Auf der anderen Seite wurde er mit dem TRS schrecklich launisch und seine Frustrationstoleranz sank wieder auf den Nullpunkt. Wegen absolut nichts kreischte er dauernd, dass ich dachte, ich werde gleich taub!!! David hatte wieder sooooo viele Ausraster und Schreianfälle. Er zeigte Verhalten wie gaaaaaanz am Anfang unserer Heilungsreise, von denen wir dachten, dass sie inzwischen der Vergangenheit angehören würden. Zum Schluss bekam David nun mitten im Sommer für einen Tag lang Fieber und Schnupfen....

positive Veränderungen diesen Monat

grobmotorische Entwicklung:

  • fährt Laufrad !!!
  • kann die Treppe frei raufgehen (ohne festhalten), geht die Treppe im Wechselschritt rauf, wenn man ihn an der Hand nimmt
  • kann das Autofenster runter kurbeln

feinmotorische Entwicklung: 

Er kann eine Quietscheente zusammen pressen, damit Wasser raus spritzt.

Beim Essen zubereiten fordere ich ihn gerade immer weiter heraus. Es macht ihm Spaß zu helfen und man kann dabei wirklich ganz wunderbar die Feinmotorik trainieren:
  • die grünen Blätter von Erdbeeren abzupfen
  • Johannisbeeren von den Stilen zupfen
  • weiches Obst mit einem Kindermesser in grobe Stückchen schneiden
  • geschnittenes Obst oder Gemüse mit einem Löffel in eine andere Schüssel umfüllen
  • Salzmühle bedienen 
  • getrocknete zerkleinerte Kräuter in ein Aufbewahrungsglas füllen
außerdem habe ich mit ihm gebastelt:
  • malen mit Wasserfarben
  • malen von möglichst geraden Strichen (nicht nur kritzikratzi)
  • Fingerabdrücke
Für mich ist es unglaublich, dass dies nun überhaupt funktioniert! Denn vor 10 Monaten schien basteln noch vollkommen unmöglich! 1. hat er ALLES nur in eine Reihe gelegt (z.B. Stifte) und 2. konnte man ihm nichts zeigen, er hätte es nicht nachgemacht! Aber nun hat er richtig Freude daran, die Farben aufs Papier zu bringen! Sogar mit Fingerfarben malen!!! Das hatte ich zuletzt vor 1/2 Jahr versucht und es schien aussichtlos...

 

kognitive Entwicklung:

Da David nichts spricht, wissen wir oft nicht, was er eigentlich alles versteht und weiß....
Aber immer wieder bemerken wir dann etwas und sind ganz erstaunt. Ich habe ihm z.B. mal wieder das Froschlied vorgesungen. Er hat dabei gelacht und dann ist er zum Bücherregal gegangen ... und hat genau das Buch rausgenommen, in dem die Noten zu diesem Lied abgedruckt sind! 1 Tag später wollte er das Froschlied wieder hören. Er ging zum Bücherregal, zog wieder dieses Buch heraus, blätterte auf die richtige Seite !!!!!! es sind auf jeder Seite nur Noten abgebildet !!!!! und brachte es mir. Dann setzte er sich vor seinen kleinen Teich und wollte, dass ich singe. Wir machen aktuell das Thema "Tiere an Teich und See". Dazu hat er auch neue Schleichfiguren zum spielen bekommen. Er hat sich gleich sein Tier-Wörterbuch aus dem Regal genommen und sofort die richtigen Fotos zu den Tierfiguren aufgeschlagen. Wobei es in diesem Buch (das er grade in der Hand hatte) nur einen giftigen blauen Frosch gab, aber er erkannte ihn trotzdem als Frosch. Und als Ente gab es nur ein Küken, aber auch dieses hat er sofort als Ente identifiziert!!! Und dann gab es noch etwas: letzten Monat zeigte ich ihm immer die Lösung eines Rätsels (letzte Seite vom www Buch). Welche Person gehört zu welchem Einsatzfahrzeug? Er reagierte nie darauf, sah es sich aber an. Und vom einen auf den anderen Tag, hat er mir plötzlich gezeigt, welche Person wohin gehört! Und zwar 100 % korrekt!!!

Selbstständigkeit:

  • holt sich Puzzles und räumt sie nach dem puzzlen selbst wieder in die Box zurück und schließt sie
  • wenn er Nudeln essen möchte, geht er in die Speisekammer und holt Nudeln heraus. Dann soll ich ihm den Kühlschrank öffnen und er holt Karotten heraus (die kommen immer in die Nudelsauce)
  • wenn er Erdbeeren essen will, holt er sich den Obst und Gemüseteiler aus der Schublade, stellt seinen Montessori Lernturm an die richtige Stelle und fängt an sich Erdbeeren klein zu schneiden
Nachdem ich bei Julia von Windelwissen bereits in der Babyzeit gelernt habe, wie man Mullwindeln für Stoffwindeln faltet usw, habe ich bei ihr auch den Montessori Windelfrei Kurs für Spätstarter gemacht. Denn das Windelfrei im Babyalter klappte bei uns leider nicht (ich wusste damals ja noch nicht, dass unser Baby autistisch auf die Welt kam). Als ich den Kurs machte, war David 16 Monate alt und ich wusste immer noch nicht, dass sein Gehirn nicht normal läuft. Es klappte damals zwar öfter, aber dann hörte es wieder auf (typisch Autismus). Seit dem konnte ich mich nicht mehr dazu aufraffen, es nochmal mit dem windelfrei zu versuchen, obwohl ich immer wieder daran dachte. Vor 3 Monaten kaufte ich David sogar ein neues (sein 3.) Töpfchen, das genau so aussieht wie eine richtige Toilette. In seinen Bilderbüchern hatte er immer großes Interesse an den abgebildeten Klos (vielleicht weil ich ihm ja damals schon die Töpfchenbücher vorgelesen habe) und auch bei uns wollte er immer gerne die Spülung drücken oder den Deckel wieder zumachen. Er setzte sich von Anfang an gerne auf sein Klo-Töpfchen, aber er wollte dazu seine Hose nicht ausziehen. Also wartete ich weiter ab...  Wie in letzter Zeit des öfteren, wurde ich dann von außen wieder auf das Thema aufmerksam gemacht. 1. lernte sein 9 Monate älterer Cousin gerade die Toilette zu benutzen (er trägt heute allerdings immer noch Windeln) und 2. sprach mich eine andere Mama auf das Thema an. Eigentlich wollte ich dann aber immernoch weiter abwarten, aber durch das sprechen darüber, arbeitete es in meinem Kopf und ich dachte mir, dass ich es ja jetzt doch nochmal versuchen kann. David war inzwischen in der Lage sich selbst auszuziehen, sein Gehirn arbeitete endlich, es war Sommer und somit unkomplizitierter, also warum nicht?! Vom Kurs wusste ich noch alles und ich richtete David eine montessorigerechte Töpfchenumgebung ein. Am 1. Tag bekam David aus unerklärlichen Gründen einen Komplettausraster wie zu seinen allerschlimmsten autistischen Zeiten. Es war wirklich der Horror!!! Ich wollte sofort wieder alles hinschmeißen, aber ich erinnerte mich an unsere früheren Erfahrungen. David ist in der Vergangenheit öfter mal so ausgeflippt z.B. wenn er nach dem warmen Sommer im Herbst wieder eine Jacke oder einen Schlafsack anziehen sollte... oder eine Mütze. Es gab jedes Mal diese schrecklichen Ausraster. Allerdings nur 2-3 x und dann hatte er sich daran gewöhnt. Ich bin froh, dass ich nicht gleich wieder aufgegeben habe, denn es blieb bei diesem 1 Ausraster und dann lief erstmal alles vollkommen problemlos weiter. David lernte meiner Meinung nach wirklich schnell und war nach 1 Woche tagsüber trocken!!!!!! Wow! Das hätte ich mir ja so schnell nicht träumen lassen! Nach 2,5 Wochen blieb er auch nachts zum 1. Mal trocken (obwohl er immer eine Windel anhatte). Allerdings störte ihn das nächtliche Töpfchengehen und für 1 Tag lang machte er tagsüber wieder in die Hose - aus Trotz. Er wollte sich nicht mehr aufs Töpfchen setzen. Aber am nächsten Tag lief alles wieder gut. Nach insgesamt fast 4 Wochen ist er zum 1. Mal ganz alleine ins WC und aufs Töpfchen gegangen - ohne uns. David braucht keine Windeln mehr!!!!!! 👍👍👍

Er kann nun folgendes selbst tun:
  • Schlafsack, Jacke mit Reißverschluss → ausziehen
  • frische Kleidung aus dem Schrank holen, selbst entscheiden was er anziehen möchte
  • Oberteil über den Kopf ziehen (mit Hilfe bei den Armen)
  • Hose, Strumpfhose, Socken, Nachtwindel, Unterhose → ausziehen
  • Klopapier benutzen
  • Töpfchen ins Klo ausleehren
  • Hose wieder hochziehen (mit Hilfe) 
  • nasse Kleidung in ein Körbchen legen → zur Waschmaschine tragen → in der Waschmaschine ausleeren → Waschmaschine schließen und einschalten
  • Nachtwindel in den Mülleimer werfen
  • Gummistiefel anziehen + ausziehen, normale Schuhe (mit Klettverschluss) ausziehen

sprachliche Entwicklung:

David spricht! Die ganze Zeit! Er protestiert, sagt was er will und kommentiert alles! Das Problem an der Sache: Er spricht weiterhin in einer fremden Sprache 🙈 Das Einzigste, was er nun aktuell tatsächlich verständlich sagt ist:
  • "des" oder "da" oder "da is", wenn wir ein Buch anschauen
  • "quak quak " 🐸
  • muh 🐄 (oder buh)
  • "hüh" 🐎
  • "wuh" 🐕 (nicht wau)
  • "miuh" 🐈 (nicht miau)
  • "hmm" 🍎
  • "mäh" 🐑
  • "piep piep" 🐭
  • "auf" und "zu" 
  • "nein"
  • "aua"
  • "Beer" 🍓
  • "Mam Mam" 👩
  • Versuch von "Ta tü" ta ta
Ist das nicht der reinste Wahnsinn!!!?!!?!!! Er fängt endlich an zu sprechen!!!!!! Ich kanns kaum glauben!

Spielverhalten:

  • er macht plötzlich "Blödsinn", bei dem man sich denkt: "auf so eine Idee kann nur ein Kind kommen". Das heißt, er probiert Dinge aus !!! Er untersucht, was man mit etwas alles machen kann und wie es funktioniert!
  • baut von sich aus seine Zugschienen auf und lässt seine Züge darüber fahren (immer mit Fahrzeuggeräuschen kommentiert). Oder er hängt alle Züge aneinander und lässt sie am Boden entlang fahren
  • er nimmt sich Schleichtiere und lässt sie an den passenden Stellen in Bilderbüchern über das Bild laufen oder hoppeln

funktionelles Spiel:
  • er zieht unsere Schuhe an und läuft damit herum
  • er kehrt mit seinem Kinderbesen, von alleine (ohne, dass ich auch am kehren bin) 
  • er nimmt meinen Lippenpflegestift und hält ihn sich an den Mund

repräsentatives Spiel I:
  • Er hat unserer Katze sein Spielzeugtelefon ans Ohr gehalten!
  • Er hat der Katze seine Gummistiefel gebracht
  • Er zieht uns unsere Schuhe (Hausschuhe) an 
  • Er kämmt meine Haare 
  • Er schmiert meine Lippen mit Lippenpflegestift ein  
  • Er tut so, als würden die Schleichtiere etwas fressen 

erstes Symbolspiel:
  • Er nimmt einen Wecker und hält ihn sich ans Ohr und brabbelt, als wollte er telefonieren 
  • Er nimmt einen Motivstanzer, lässt ihn herumfahren und brummt dabei, als wäre es ein Auto 

Wahrnehmung:

  • hört und beachtet nun wirklich sämtliche Geräusche, die ihm früher vollkommen egal waren wie z.B. das rauschen von Wasserleitungen, die Geräusche der Waschmaschine, das Donnern bei Gewitter, Regentropfen die gegen das Fenster prasseln usw. Er kommentiert inzwischen eigentlich jegliches Geräusch, selbst wenn er Papa in einem anderen Raum etwas tun hört
  • er schaut sich die kleinen Äpfel an, die hoch oben am Baum wachsen; hebt die bereits runtergefallenen Miniäpfel auf und bringt sie mir. 
  • Er sieht den Mond am Himmel.
  • beobachtet Vögel beim fressen oder wenn sie auf dem Boden herumhüpfen, sieht größere Raben übers Feld fliegen, möchte einen Schwan streicheln, sieht jeden Schmetterling fliegen, beobachtet Bienen und Hummeln
  • er möchte Dinge riechen. Er inhaliert sie richtig. Die Gewürzschublade hat er ganz neu entdeckt. Am Liebsten mag er natürlich Vanille, aber auch sämtliche andere Gerüche wie z.B. Nelken werden getestet.
  • er nimmt seinen Körper anders wahr! Nicht nur, dass er nun aufs Töpfchen geht... er kann jetzt auch erstmals deutlich zeigen WO ihm etwas weh tut! Das tat er vorher tatsächlich nicht und es war immer ein Rätsel für uns ob und wo ihm etwas weh tut. So humpelte er z.B. vor ein paar Monaten plötzlich, aber ich wusste nicht, woher sein Schmerz wohl kam. Vom Fuß, vom Knie, von der Hüfte??? Er zeigte es mir nicht...

Verhalten:

Ich kehre jede Woche die Straße mit einer Kehrmaschine. Das habe ich getan als ich schwanger war, als David  in der Trage dabei war und auch als er dann nebenher laufen konnte. Aber er interessierte sich nie dafür. Sein Cousin dagegen wollte sich mit ca 1 Jahr immer auf der Kehrmaschine umher schieben lassen und später schob er sie auch selbst. David wollte das alles bisher nicht. Opa fragte immer, ob er denn nicht mitfahren möchte... nein wollte er nicht!!! Aber jetzt verhält er sich plötzlich ganz genau so wie sein Cousin. Er fährt nicht mehr mit seinem Puky neben mir her, sondern er möchte auf der Kehrmaschine sitzend mitfahren. Und außerdem will er die Maschine selber schieben. Und wehe ich helfe ihm dabei! Er will das ganz alleine machen. Das "alleine machen" wollen, wird nun immer mehr.
Und mir ist nebenbei aufgefallen, dass die Zwangsstörung des Schrankschließens vorbei ist (dafür gibt es noch genügend andere Zwangsstörungen...)

Rückschritte:

  • David fremdelt immer noch und versteckt sich vor Verwandten, die er länger nicht gesehen hat. Besonders vor Opa (den er aber jeden Tag sieht) rennt er davon.
  • die Geräuschempfindlichkeit ist weiterhin sehr extrem
  • will sich nicht mehr Zähne putzen, duschen und schon gar nicht abtrocknen lassen, auch Fingernägel schneiden ist wieder schwieriger
⇆ wieder vorwärts: er läuft nicht mehr auf Zehenspitzen und reiht auch keine Gegenstände mehr auf!

Sonntag, 17. Mai 2020

freie Bewegungsentwicklung und Pikler Dreieck mit Rutschbrett

Wir haben bereits beim laufen lernen auf freie Bewegungsentwicklung nach Dr. Emmi Pikler geachtet. Damals wussten wir noch nicht, dass unser Kind autistisch ist und vieles anders laufen würde. Er entwickelte sich erstmal recht schnell. Er konnte sich z.B. sehr frühzeitig alleine auf den Bauch und wieder zurück drehen. Doch dann stoppte die Entwicklung. Und zwar für eine ziemlich lange Zeit. Unser Kind krabbelte nicht! Es dauerte bis er 11 Monate alt war, bis er auf dem Po vorwärts rutschte. Alle Verwandten drängten uns und ihn ständig dazu sich weiter zu entwickeln. Sie wollten ihn zum stehen aufheben. Aber er machte nicht mit. Sie wollten uns Lauflernwagen und alle möglichen anderen Lauflernmethoden andrehen, aber da machten wir nicht mit. Ja, es dauerte wirklich lange. Aber letztendlich hat David von sich aus stehen und laufen gelernt. Ohne unsere Hilfe, ohne drängen, aufzwingen, stützen oder manipulieren; sondern ganz aus eigenem Antrieb heraus. Denn das Kind ist die einzige Person, die beurteilen kann, was es kann und was noch nicht. Wir konnten sehr gut beobachten wie er sich immer mehr ausprobierte und seine Bewegungen mit der Zeit optimierte. Und das braucht nunmal seine Zeit. Auch die Muskeln brauchen ihre Zeit sich an die neuen Anforderungen anzupassen. Das Kind zu Bewegungen zu drängen, die es noch nicht selbst kann, führt zu Überforderung, körperlicher Überlastung, Abhängigkeit, Unsicherheit und einem mangelnden Körpergefühl. Als unser Kind dann mit 17 Monaten tatsächlich laufen konnte, konnte er aber wirklich richtig gut laufen! Und zwar von Anfang an. Denn er war sich seiner selbst sicher! Da waren all diese Verwandten, die ihn vorher drängen wollten, ganz fassungslos und begeistert. Es hieß: "Oh, er läuft ja total sicher!" "er läuft ja gar nicht so o-beinig wie die anderen Laufanfänger" "Fällt er gar nicht hin???" Nach 4 Monaten war er sogar ein richtiger Spaziergänger. Er lief 2-3 km weit ohne Buggy oder tragen.
Es kommt eben nicht darauf an wie schnell man etwas kann, sondern wie gut man etwas kann. Und das stärkt das Selbstvertrauen und es gibt Sicherheit!

Mit dem laufen ist die Bewegungsentwicklung ja aber noch lange nicht abgeschlossen. Rückwärts laufen, seitlich laufen, Hürden überwinden, rennen, balancieren, springen, hüpfen, Treppen steigen, klettern usw muss auch noch gelernt werden. David konnte dies alles an seinem 2. Geburtstag noch nicht. Wenn das Gehirn blockiert ist, ist das alles gar nicht so einfach! Autisten haben oft eine unreife Motorik, eine unbeholfene Fortbewegung, Gleichgewichtsprobleme und Schwierigkeiten in der Koordination. Aber als er nur 1 Monat lang durch den HMDS Schwermetalle aus seinem Gehirn entgiftet hat, begann er seine Bewegungen weiter zu entwickeln. Eine große Hilfe war dabei das Pikler-Dreieck. Das ist ein Sprossen-Dreieck aus Holz, welches dem Kind hilft, selbstständig und auf natürliche Weise seine Motorik, den Gleichgewichtssinn, die Geschicklichkeit, die Selbstwahrnehmung im Raum, die Hand-Fuß-Koordination und seine Bewegungssicherheit zu verbessern.


Dieses simple Gerät bietet tolle Anreize zur Bewegung, die dann einfach spielerisch erlernt werden. Wir nutzen das Kletterdreieck mit Rutschbrett (schiefe Ebene), welches auf die passende Höhe gehängt werden kann. Es kann also eine sanfte oder steile Rutsche sein, je nach Erfahrung und Alter. Wenn Davids 5-jähriger Cousin zu Besuch ist, klettert dieser auch noch sehr gerne auf das Pikler-Dreieck. Allerdings rutscht er lieber von der höchsten Stufe runter. Zur Abwechslung kann man auch einen "Sprossenbaum" einhängen, an dem noch weitere Bewegungen geübt werden können. Den haben wir aber (noch) nicht.


Jedenfalls hat sich Davids Bewegungssicherheit bereits nach nur 1 Woche damit spielen soweit verbessert, dass er plötzlich ohne Probleme draußen einen Bordstein frei hinauf und hinunter gehen konnte. Vorher war er dazu immer auf alle Viere gegangen oder er musste sich irgendwo festhalten! Außerdem konnte er nun endlich Leitern (z.B. von Spielplatzrutschen) alleine hinauf klettern. Und das alles, obwohl wir gar nichts getan haben. Wir sind nicht zur Physiotherapie gegangen und wir haben nichts mit ihm geübt. Er hat es sich alles selbst beigebracht 😀 Und das ist so wertvoll!


Da das Pikler-Dreieck aus Vollholz ist, ist es recht teuer. Es wird von Schreinern angeboten, auch von Hobby-Schreinern. Günstiger bekommt man es gebraucht, wobei der Wiederverkaufswert immer noch hoch ist. Wenn man ein Gebraucht-Angebot bekommt, muss man wirklich sofort zuschlagen, so begehrt sind die Pikler-Dreiecke. Aber sie sind jeden Cent Wert!!! Dieses Trainingsgerät hat man 24 Std / Tag, 7 Tage / Woche zur Verfügung und ist dadurch unglaublich effektiv. Unseres ist seit Monaten wirklich täglich in Gebrauch und es ist absolut stabil und hält einfach alles aus. Es wird uns sicherlich noch lange dienen.



Aller Anfang ist schwer. Als David begonnen hat, sich an dem Pikler-Dreieck auszuprobieren, war er noch sehr unsicher. Er wusste z.B. nicht genau wie er sich halten soll, um sicher über das Dreieck zu klettern. Also wie er seine Hände dazu drehen muss. Aber nun beherrscht er alles perfekt und die Bewegungen sind eine Leichtigkeit für ihn. David macht mit dem Pikler-Dreieck folgendes:
  • das Rutschbrett hinauf laufen, rennen, krabbeln oder schieben (vorwärts und rückwärts)
  • auf dem Rutschbrett umdrehen (stehend, kniend, hockend, mit Spielzeug in der Hand oder ohne)
  • das Rutschbrett hinunter rutschen - auf dem Po ( vorwärts sitzend) oder auf dem Bauch (rückwärts) oder auf dem Rücken (liegend) oder auf den Knien (vorwärts und rückwärts)
  • das Rutschbrett Spielzeuge hinunter fahren lassen (Experimente mit allen möglichen Dingen); elektrische Fahrzeuge könne auch allein hinauf fahren, was er sehr faszinierend findet
  • vom Rutschbrett aus verschiedenen Höhen seitlich absteigen oder aufsteigen
  • sein Rutschfahrzeug auf das Rutschbrett schieben und dann darauf hinunter fahren (nicht ungefährlich, aber auch das gehört zur Lernerfahrung dazu)
  • etwas unter dem Rutschbrett verstecken
  • die Sprossen hinauf und hinunter steigen
  • über das Dreieck drüber klettern
  • barfuß, mit Stoppersocken oder mit normal rutschiger Strumpfhose (auch das sind unterschiedliche Erfahrungen = lernen)
 

David ist sich seiner selbst immer sicher! Denn er hat durch die freie Bewegungsentwicklung seine Lektionen gelernt. Er weiß was Höhe bedeutet, er weiß was schiefe Ebenen bedeuten usw...
Oma und Opa hatten immer Angst, dass David unsere große steinerne Treppe hinunter fallen könnte. Ich dagegen hatte nie Angst um ihn! Denn ich wusste, dass er sich niemals leichtsinnig in Gefahr begeben würde. Bis David alleine Treppen gehen konnte, dauerte es zwar einige Zeit. Aber auf jeden Fall machte er es wieder in seinem Tempo, auf seine eigene Art und Weise, bis er sich in seinen Bewegungen sicher war, ohne sich jemals dabei zu verletzen. Inzwischen geht er Treppen, ohne sich festhalten zu müssen, frei hinunter.


Ich selbst habe auch gute Erfahrung in freier Bewegungsentwicklung gemacht. Ich habe einen Schwimmkurs abgebrochen und mir schwimmen und Fahrrad fahren selbst beigebracht, da mir das bereits im Kindesalter am sichersten erschien. Ich wollte nicht, dass ein Lehrer oder mein Vater über meinen Kopf hinweg entscheidet, wann ich alleine im tiefen Wasser schwimme (ich hatte Todesangst bei meinem Schwimmlehrer!) oder ohne Stützräder fahre, sondern nur ICH. Als ich selbstständig ALLEINE geübt habe, war alles gar kein Problem und ich konnte im Alter von 6 Jahren innerhalb von 1 Stunde perfekt schwimmen und Rad fahren. Ich habe dazu meine eigenen Lerntechniken entwickelt und zwar so, dass ich mich immer sicher fühlen konnte.

Montag, 9. März 2020

Medical Medium Heilungs-Update nach 1/2 Jahr + Zusammenfassung (Autismus, Kinderleber, Zwangsstörungen, Angststörungen, Entwicklungsverzögerung)



Was hat David gegessen?


Äpfel, viele Birnen, Datteln, Kultur-Heidelbeeren, Granatapfel, Wassermelone, Kartoffeln, glutenfreies Brot, Kichererbsennudeln, Kichererbsenchips, Linsenflips, Reis, HMDS und Muttermilch

 

Wie ist es uns ergangen?

ICH habe diesen Monat meinen Selleriesaftkonsum erhöht! Ich dachte immer Selleriesaft würde seine Wirkung nur entfalten, wenn man ihn morgens nüchtern trinkt, was David zum jetzigen Zeitpunkt niemals tun würde. Er hat Selleriesaft schon 2 x probiert, aber es schmeckte ihm nicht.
Aber er wird ja gestillt. Ich habe mir das letzte 1/2 Jahr wirklich sehr viele Gedanken und Sorgen gemacht, ob das wirklich noch so gut ist. Ob das Fett in der Milch nicht zu viel ist und ob ich ihm nicht ständig weiter Pathogene übertrage. Aber jetzt sehe ich es als großes Glück und bin so unfassbar froh, dass ich mich für das Langzeitstillen entschieden habe, weil David durch diese Weise auch Selleriesaft bekommt, obwohl er ihn nicht selbst trinkt. Anthony William sagt, dass die Muttermilch low fat Glucosewasser ist. "Außerdem versorgen die Natrium-Clustersalze des Selleriesafts das Gehirn des sich entwickelnden Kindes mit Neurotransmitter-Bausteinen.... In der Stillzeit ist es sehr gut für die Ernährung des Kindes, wenn die Mutter Selleriesaft trinkt. Und keine Sorge, die entgiftende Wirkung des Selleriesafts führt nicht dazu, dass die Muttermilch voller Toxine ist. Es ist ganz im Gegenteil eher so, dass die Muttermilch im Normalfall von Anfang an belastet ist, weil die meisten Menschen eine träge, gestaute, überlastete Leber haben, die schon viele Jahre dem schädlichen Einfluss giftiger Substanzen ausgesetzt war .... Wenn sich solche Stoffe in der Leber ansammeln, gelangen sie meist auch in die Milch. Trinkt die Mutter jedoch Selleriesaft, sind seine wertvollen und heilenden Bestandteile ebenfalls dort anzutreffen, sodass sie Giftstoffe entschärfen und neutralisieren können und sogar ihren teilweisen Abtransport aus der Muttermilch in die Wege leiten. Während der Selleriesaft die Erzeugung sauberer Muttermilch fördert, unterstützt er mit seinen Natrium-Clustersalzen wie gesagt zugleich die Entwicklung des kindlichen Gehirns und bringt neben wertvollen Vitaminen und Spurenmineralstoffen allerlei andere Nährstoffe mit, die das Baby gesund erhalten." (Selleriesaft - Der ultimative Superfood-Drink für deine Gesundheit)

In einem Intervieuw hörte ich dann, dass Anthony William selbst fast 2 L Selleriesaft am Tag trinkt!!!! Und das öffnete mir die Augen, dass ich auch viel mehr Selleriesaft trinken muss, damit David möglichst viel davon für sein Gehirn abbekommt. Also habe ich diesen Monat auf 1 Liter täglich erhöht!

Anthony William schreibt: "Elektrolyte lassen die Elektrizität besser fließen, sodass Informationen schnell von Zelle zu Zelle gelangen und sich im ganzen Körper ausbreiten. Zellen brauchen Elektrolyte für die Sauerstoffaufnahme sowie für die Ausscheidung von Giftstoffen. Sie sind an jeder Körperfunktion beteiligt, weil sie die Kommunikation von Zelle zu Zelle ermöglichen. Sie erlauben Ihnen beispielsweise zu denken: Ich muss jetzt auf die Toilette - und sich dann auch tatsächlich dorthin zu begeben... Selleriesaft enthält vollständige, lebendige Elektrolyte: die Natrium-Clustersalze.... Die Neurotransmitter des Gehirns bestehen aus Elektrolyten. Neurotransmitter können austrocknen und praktisch funktionslos werden, und dann braucht es die im Selleriesaft enthaltenen vollständigen Elektrolyte, um sie wieder lebendig und funktionstüchtig zu machen..... Kein anderes Nahrungsmittel, Kraut oder Getränk stellt sämtliche aktivierten Elektrolyte für die Bildung vollständiger Neurotransmitter-Moleküle bereit wie der Selleriesaft. Seine vollständigen Elektrolyte verleihen den Neurotransmittern die Kraft, das Gehirn neu zu beleben. Wenn Elektrolyte aus dem Selleriesaft zu einem Neuron gelangen und integriert werden, kommt es zu einem elektrischen Impuls, der so wirkt, als würde das Licht eingeschaltet, was für uns von unermesslichem Vorteil ist. Elektrolyte dieser Art werden außerdem zu vollständigen Neurotransmitter-Bausteinen, was letzten Endes die Wiederherstellung unserer Neurotransmitter und damit unserer optimalen Funktionsfähigkeit bedeutet." (Selleriesaft - Der ultimative Superfood-Drink für deine Gesundheit)
Genau so kam es mir (ganz besonders in der Vergangenheit, vor der Ernährung nach AW) immer bei David vor. Dass er ein Problem bei der Umsetzung seiner Gedanken hat. Er denkt z.B. "Ich möchte das essen", hat dann aber eine Art Blockade es auch wirklich zu tun (manchmal frage ich mich, ob es nicht auch eine seiner Zwangsstörungen sein könnte). Jedenfalls hatte ich diesen Monat das Gefühl, dass das Licht in Davids Gehirn wieder angeknipst wurde, genau so wie es beschrieben steht. Und zwar richtig schubartig. Einmal am Anfang und einmal am Ende des Monats. Außerdem ist es nun mit seiner Reizbarkeit, geringen Frustrationstoleranz und den Ausflippern nicht mehr so schlimm wie noch vor 2 Monaten.

Davids HMDS hat sich auch wieder verändert. Zuerst habe ich bemerkt, dass ich die Wildheidelbeeren doch nicht mehr entsaften muss. Da stand ich mir in der Vergangenheit wohl selber im Weg. Als ich es damals mit den ganzen Wildheidelbeeren probierte, wurde der HMDS sehr grob und stückig. Aber nachdem ich es nun wieder probiert habe, war alles gar kein Problem. Man muss einfach nur etwas länger mixen und die Heidelbeeren müssen vollständig aufgetaut sein. Aber ich musste mir um die Menge dann ohnehin erstmal gar keine Gedanken mehr machen. Unser Erfolgsgeheimnis war, dass wir uns Davids Liebe zu bestimmten Abfolgen zunutze gemacht haben. David liebt es mit dem Ball zu spielen. Er möchte immer mit uns gemeinsam spielen und findet dabei absolut kein Ende. Wir haben dann bemerkt, dass wir ihn dazu bekommen etwas mehr Wasser zu trinken, wenn wir das trinken in die Abfolge des Ballspieles miteinbinden. Also dachten wir, dass wir das mit dem HMDS genau so machen könnten. Er bekam also nach jeder Abfolge von Ballwürfen einen Löffel HMDS in den Mund, bevor die Abfolge wieder von vorne losging. Das fand er zwar anfangs nicht so witzig, es war natürlich eine Umstellung. Aber bereits am 3. Tag kam er mir mit weit aufgerissenem Mund entgegen und nahm gerne 1 TL voll von seinem HMDS. Es gehörte nun einfach zur Reihenfolge dazu. Die Tagesportion haben wir daraufhin erhöht, da er einfach soooo gerne Ball spielt. Und zwar zur Version HMDS+ in die zusätzlich zu 1/2 Portion normalen HMDS (also 100 g Wildheidelbeeren, Banane usw) sogar noch 20 g Blattgrün (Spinat oder Feldsalat) und Pitayapulver hineinkam!!!! Aber wie so oft mit David.... nach ein paar Tagen hatte er wieder genug davon und er wollte nicht mehr 😕 Die erhöhten HMDS-Zutaten behielten wir aber dennoch den ganzen Monat bei, nur die vielen Wildheidelbeeren habe ich reduziert, da es sonst doch wieder eine zu große Portion wurde, um es ihm wirklich regelmäßig geben zu können. Die tägliche Portion sieht also nun so aus:
  • 50 g Wildheidelbeeren
  • 1 geh. TL Wildheidelbeerpulver
  • 20 g Koriander
  • 1 geh. TL Dulseflocken
  • 1/2 TL Gerstengrassaftpulver
  • 2 Kapseln Spirulina
  • NEMs (Lemon-Balm, Zinksulfat, naszierendes Jod, Magnesiumglycinat)
  • 1 Dattel 
  • ein Schuss Wasser

Veränderungen während 1/2 Jahr Medical Medium Protokoll

Wahnsinn wie schnell doch die Zeit vergeht! Seit einem 1/2 Jahr sind wir jetzt schon dabei! Und heute haben wir ein ganz anderes Kind! Vor 1/2 Jahr noch war David sehr schwer von Begriff. Er hatte sozusagen eine extrem lange Leitung. Er hat sehr langsam gelernt und konnte vieles nicht. Er bekam z.B. ein Schiebetier zum 1. Geburtstag, das er aber erst im Alter von 22 Monaten durch 1 Woche Übung korrekt benutzen konnte! Früher hat er hauptsächlich immer nur irgendetwas herumgeworfen oder er hat alle Dinge in eine Reihe oder aufeinander gelegt (die autistischen Stereotypien). Ihm etwas "beizubringen", also zu zeigen wie etwas geht, war nahezu unmöglich. Er hat es nicht nachgemacht! Ich erinnere z.B. daran, dass wir 1 Jahr lang versucht hatten, ihn alleine aus einem Glas oder Flasche trinken zu lassen. Aber er konnte es einfach nicht (das habe ich im 1-Monats-Update beschrieben)! Es war so, als wenn er sich nicht trauen würde, das Glas alleine anzufassen, als hätte er eine Blockade im Kopf. Oder die Lege-Raupe, die er 8 Monate lang nicht in der Lage war zusammen zu setzen. David hat von seinem 1. Geburtstag bis zu seinem 2. Geburtstag weniger als 10 neue Fähigkeiten dazu gewonnen. Das ist jetzt aber alles anders und das ist für uns die deutlichste Veränderung. Davids Gehirn läuft jetzt endlich 👏👏👏 Er kann jetzt nicht nur seine Legeraupe zusammen setzen, sondern auch all seine anderen Spielsachen und macht nun Puzzles für 4 Jährige! David ahmt inzwischen fast alles nach. Und deshalb hilft er uns ganz fleißig bei alltäglichen Arbeiten! Und wenn ich mir nun die Liste seiner in den letzten 6 Monate dazugewonnenen Fähigkeiten anschaue, explodiert sie förmlich!
Das Zweitauffälligste ist sein besserer Umgang mit anderen Menschen bzw in sozialen Gruppen.
Früher hatte David Angst vor anderen Menschen, einschließlich Oma und Opa. Das schlimmste war, wenn Andere direkt auf ihn zugegangen sind. Das hat er mit schreien und wegdrehen vollkommen abgelehnt. Er wollte nicht angesprochen werden, reagierte nicht, ignorierte sie. Er wollte auch keine körperliche Nähe zu anderen Kindern z.B. neben ihnen sitzen (das war schon als Baby so). Falls ein Kind zu Nahe kam, versuchte er manchmal ihn wegzuschieben oder er ist selbst geflüchtet. Er beobachtete andere Kinder, machte ihnen aber nichts nach, machte nicht mit, blieb alleine und spielte nur mit mir. Als wir vor nicht ganz 1/2 Jahr in der Waldspielgruppe gestartet sind, hatte David dort große Probleme. Es war wirklich sehr schwierig und auch für mich eine emotionale Belastung. Aber inzwischen hat sich das alles verändert. David geht jetzt gerne und freiwillig zu Oma und Opa nach Hause und bleibt dort sogar alleine! Er geht auf andere Menschen zu, bietet ihnen immer gerne etwas zu Essen an, reagiert auf das Wort "tschüss" sofort mit winken, spielt mit den anderen, lächelt sie an und lässt auch körperliche Nähe zu. Seine Großtante ist inzwischen so verzückt von ihm, dass sie ihm mitten unterm Jahr einfach so ein neues Puzzle geschenkt hat (und vor 3 Monaten hat er sich noch vor ihr versteckt). Wenn ich ihn jetzt mit seinen Cousins und Cousinen spielen sehe, bleibt mir oft regelrecht der Mund vor staunen offen stehen. Sie spielen Ball, rennen herum, toben auf der Couch, rutschen gemeinsam oder sind auf dem Trampolin. Er macht ihnen alles nach! David lässt sich von den Älteren tragen, an der Hand führen, ausziehen, vorlesen usw. Plötzlich läuft er von sich aus den anderen hinterher und will wirklich mit ihnen sein! Er hat keinerlei Scheu mehr und geht mit ihnen überall hin... in andere Zimmer, andere Stockwerke, in den Garten usw. Und so ist er dann einfach mal eben 1 1/2 Stunden vollkommen weg von uns Eltern. Das war vor kurzem wirklich noch undenkbar!!! Auch mit den Kindern im Wald hat er nun Freude und lehnt Kontakt nicht mehr ab wie z.B. die Fingerpuppe, die die Kinder immer begrüßt und verabschiedet.
Großartig ist natürlich auch, dass wir uns schon seit 1/2 Jahr nicht mehr mit Verstopfung rumplagen müssen! Die vorangegangenen 12 Monate des Stuhleinhaltens, Zäpfchen geben usw haben wir schon fast wieder vergessen! Auch das wickeln und umziehen ist nun kein Problem mehr. Seit David auf der Welt ist, ist er ausgeflippt, wenn er etwas über den Kopf gezogen bekommen hat. Er wollte sich deshalb gar nicht erst anziehen lassen und wenn dann musste es super schnell gehen. Wehe ich habe 1 Sekunde zu lange gebraucht. Das selbe beim Auto fahren. Sobald das Auto 1 Sekunde still stand und nicht mehr gefahren ist, war David am schreien; je länger, desto schlimmer. Er schrie außerdem im Supermarkt, wenn ich 1 Sekunde still stand, um etwas auf einer Packung nach zu sehen. Oder er lief einfach alleine im Laden oder auch auf dem Parkplatz herum... ziellos irgendwo hin, einfach weg von mir. Auf rufen reagierte er natürlich auch nicht. Jeder Einkauf war nur mit Hilfe meines Mannes möglich. Das schlimmste war das warten an der Kasse. Da musste auf jeden Fall einer mit ihm rausgehen, sonst hätte er den ganzen Laden zusammengebrüllt. David schreit heute zwar noch genug am Tag (wegen den Zwangsstörungen und da ja auch die Sprache als Kommunikationsmittel fehlt), aber in diesen Situationen wenigstens nicht mehr! Er akzeptiert das warten im Auto, er ist sehr geduldig beim anziehen und hat keine Panik mehr, etwas über den Kopf zu bekommen. Das einkaufen läuft jetzt vollkommen anders ab als noch vor 3 Monaten. David hilft jetzt bei allem mit und läuft nicht mehr weg! Er wird oft von anderen Kunden oder Kassiererinnen gelobt, wie fleißig er alles macht. Letztens waren wir sogar auf einem Flohmarkt bummeln, was absolut problemlos ablief.
Besonders auffällig ist auch die grobmotorische Entwicklung. An seinem 2. Geburtstag konnte David noch keine Treppen alleine runter gehen, keine Leiter zu einer Rutsche hochsteigen, er ist noch niemals gerannt und den Montessori-Lerntower wollte er nicht benutzen. Inzwischen ist er körperlich aber recht wendig und aktiv und sogar den Verwandten ist aufgefallen, dass er schon ganz schön schnell rennen kann.

Insgesamt ist er auf dem besten Weg ein ganz normaler Junge zu werden!


Zusammenfassung 

All dies hat sich im letzten 1/2 Jahr entwickelt und war vorher noch nicht möglich:

 

emotionale Entwicklung:

  • freut sich, wenn er etwas geschafft hat
  • freut sich auf etwas, von dem er weiß, dass es gleich passieren wird
  • kann schön streicheln und Küsschen geben
  • schüttelt den Kopf, wenn er etwas nicht möchte; protestiert gegen Aufforderungen

soziale Entwicklung:

  • imitiert Gesten / ahmt Verhalten nach
  • hilft bei alltäglichen Dingen wie Tisch decken, entsaften, Kartoffeln stampfen, Früchte ausstechen, Gemüse durch den Zerkleinerer drücken, Wäsche waschen, einkaufen, aufräumen, Müll sortieren, kehren oder Pakete für die Post packen und Adressaufkleber drauf kleben
  • zieht seine Mütze aus; kann ein Oberteil über den Kopf ziehen (ausziehen), eine Hose hochziehen, sich einen Jackenärmel abstreifen und beim restlichen umziehen mithelfen; er holt sich selbst Kleidung oder neue Windel aus dem Schrank und räumt seinen Schlafsack auf; die Windel schmeißt er selbst in den Müll; er öffnet den Deckel seines Toiletten-Töpfchens, setzt sich drauf und schließt den Deckel dann wieder (die Hose will er dafür allerdings noch nicht ausziehen 😉)
  • lächelt andere (fremde) Menschen an (das hat er nichtmal als Baby getan); erwidert jedes lächeln, erwidert winken
  • lässt Nähe und Körperkontakt zu anderen Menschen und Kindern zu
  • spielt auch mit anderen Menschen und Kindern
  • bleibt alleine bei Oma und Opa
  • kann auf andere Leute zugehen und sie zu etwas auffordern (durch Gesten) oder bietet ihnen etwas zu Essen an
  • versteht dass man an den Wegrand gehen muss, wenn ein Auto kommt 

sprachliche Entwicklung:

  • kann korrekt auf Dinge zeigen, die ich benenne; findet Dinge auf einem Bild
  • versteht und befolgt eine Vielzahl von Alltagssätzen / Aufforderungen
  • winkt von sich aus in Verabschiedungsszenen (sogar wenn ich am Telefon "auf Wiederhören" sage)
  • versteht "nein" 

grobmotorische Entwicklung

  • rennen
  • klettern (Leiter, Pikler-Dreieck, kleiner Schrank, alleine den Montessori-Tower rauf und runter klettern, um an der Küchen-Arbeitsplatte zu helfen)
  • rückwärts laufen + seitlich laufen
  • krabbeln (als Baby konnte er nicht krabbeln!)
  • kniend vorwärts und rückwärts schieben
  • Treppen alleine im Nachstellschritt runtergehen
  • Puky wutsch und Bobby-Car fahren
  • Einkaufswagen alleine rückwärts aus der Reihe rausholen, lenken, schieben und wieder "einparken"
  • unter etwas hindurchkriechen / hineinkriechen z.B. etwas unter dem Tisch hervorholen
  • alleine auf einem Baumstamm balancieren und am Ende runter springen
  • vom Fensterbrett auf das Sofa springen
  • Ball fangen 
  • mit kleinem Fußball dribbeln (im laufen, nicht rennen)

feinmotorische Entwicklung:

  • alleine aus Glas / Glasflasche / Saugflasche trinken
  • etwas mit einer Gabel aufpieksen und essen (er konnte bereits mit der Gabel alleine essen, hat es zwischenzeitlich aber für 1 Jahr verlernt und nun kam die Fähigkeit wieder zurück)
  • "Fische angeln" (Spiel)
  • Legosteine aufeinander bauen und wieder auseinander nehmen 
  • Zugschienen aufbauen 
  • mit Buntstiften kritzeln (vorher hat er sie immer nur in eine Reihe gelegt) 
  • Schraubklötze auf- und zuschrauben
  • Schachteln aufmachen und Deckel wieder aufsetzen 
  • Klettverschluss öffnen und schließen; Reißverschluss auf und zuziehen

gesundheitliche Entwicklung:

  • keine chronische Verstopfung mehr 
  • schönere seidig glänzende Haare, die nicht mehr in Dreadlocks 90 ° vom Kopf abstehen

Verhalten:  

  • fröhlicher
  • lacht viel mehr
  • lebendiger / aktiver
  • aufmerksamer
  • neugieriger
  • kann sich auch mal zufrieden selbst beschäftigen
  • quengelt oder schreit nicht mehr beim Auto fahren, im Supermarkt oder beim wicklen und umziehen
  • seine Finger darf ich nun anfassen und mal schnell einen abgebrochenen Fingernagel abreißen
  • die Haare darf ich meistens mit einer Entwirrbürste (ohne ziepen) kämmen (oder er versucht sogar sich selbst zu kämmen)
  • die Angststörungen sind so gut wie verschwunden bzw auf ein für das Alter normales Maß geschrumpft, sodass wir jetzt auch erstmals solche Angebote wie Logopädie in Anspruch nehmen könnten. Wir stehen derzeit allerdings noch auf der Warteliste.

kognitive Entwicklung

  • versteht Dinge wesentlich schneller als früher
  • puzzlen (bis zu 38 Teile)
  • Formen, Größen und Farben korrekt zuordnen / sortieren / einsortieren z.B. Stapelbecher, Matroschka, Formensortierbox usw.
  • Autos fahren lassen (und nicht nur stereotyp nebeneinander aufstellen)

Letztens hatte ich eine merkwürdige Begegnung in einem Geschäft. David ist an den Regalen vorbei gelaufen und hat seinen Einkaufswagen geschoben. Da kamen wir an einem Jungen und seiner Mutter vorbei. Als David gerade vorbei laufen wollte, drehte der Junge sich plötzlich um, legte etwas in Davids Einkaufswagen und schnappte sich die Lenkstange. So stand er da vor dem Wagen und bewegte sich keinen Millimeter mehr. Er stand mit dem Rücken zu mir und ich konnte ihn gar nicht sehen. Seine Mutter hat das Teil wieder aus dem Wagen herausgenommen und wollte ihren Sohn dazu bewegen den Wagen wieder loszulassen. Aber er lies nicht los! Stattdessen fing er an zu kreischen. Und zwar in exakt derselben Art zu kreischen wie David immer kreischt, wenn ihm etwas nicht passt. Mehrere kurz aufeinander folgende schrille Kreischtöne! In dieser Sekunde wusste ich sofort: Dieses Kind ist autistisch! Ich habe noch nie jemals live ein anderes autistisches Kind gesehen. Dieses ganze sture, eigensinnige, aber ausdauernde Verhalten... Der Junge konnte auch nicht sprechen. Für mich war es vollkommen eindeutig. Es war so als würde ich David vor mir sehen, nur 2 Köpfe größer und mit dunklen Haaren. Ich war vollkommen perplex und versteinert. Die Worte lagen mir auf der Zunge, ich wollte der Mutter eigentlich etwas sagen, aber ich konnte mich plötzlich nicht mehr bewegen, so schockiert war ich. Und eigentlich wollte ich auch die passenden Worte finden, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Die Mutter zerrte mit aller Gewalt an dem kreischenden Kind, der den Wagen nicht loslassen wollte. Als sie es geschafft hat, schleifte sie ihn sofort weg in einen anderen Gang, ohne mich weiter zu beachten. Da standen wir dann beide ganz verdutzt. Hinter uns kam der Papa, der das alles auch mitbekommen hatte und es reichte nur ein Blick in meine Augen und er wusste sofort was los war. Mir stiegen Tränen in die Augen, weil mir die beiden so Leid taten, aber mein Mann hat mich davon abgehalten ihr hinterher zu laufen und sie ist mir dann auch nicht mehr begegnet. Ich hatte sogar zufälligerweise "Mediale Medizin" im Auto liegen gehabt und hätte es ihr nur geben müssen... Für mich ist das alles so schwierig. Bei uns möchten nichtmal Verwandte, die seit Jahren krank sind und Schmerzen haben ihre Ernährung ändern, um wieder gesund zu werden. Uns glaubt niemand, dass man nur durch die richtige Ernährung Krankheiten heilen kann. Sie halten uns für Hypochonder. Das macht mich natürlich nicht gerade selbstbewusst. Ich hoffe, dass ich in Zukunft besser auf so etwas reagieren kann. Vielleicht sehe ich sie mal wieder. In der Zwischenzeit informiere ich hier auf meinem Blog andere darüber, dass AUTISMUS HEILBAR IST! Wir beendeten unseren Einkauf damit, dass David friedlich den Einkaufswagen zur Kasse gefahren hat, alle Einkäufe herausholte und anschließend alleine den Wagen wieder an seinen Abstellort zurückbrachte, "einparkte" und lächelnd wieder zu uns zurück kam. Niemand in dem Laden hätte an diesem Tag erkannt, dass David auch autistisch ist. Das war vor 1/2 Jahr aber ja auch noch ganz anders. Und ich bin Anthony William so unsagbar dankbar dafür, dass er so mutig all diese Informationen verbreitet und dafür viel Leid erträgt, sodass es bei uns nicht so enden muss. Wenn David 2 Köpfe größer ist, wird er dank der richtigen Ernährung sprechen können und nicht mehr kreischen.