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Dienstag, 29. Juni 2021

Thema: gestern - heute - morgen

Die Ungeduld... Nachdem David früher Angst vor allem hatte, wollte er am Liebsten nur zu Hause sein. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet und er will plötzlich nur noch weg. Schon morgens geht es los: „Mama fahren wir einkaufen? Mama geh ma Spielplatz? Fahr ma jetzt Oma? …“ Die Erklärung, dass wir aber erst morgen zur Oma fahren, hat er anfangs natürlich nicht verstanden. Wenn wir von Oma redeten, meinte er immer, dass wir jetzt sofort zur Oma fahren und war entsprechend sehr frustriert, wenn er nur „nein“ verstanden hat oder wir nicht ins Auto gestiegen sind. Deshalb habe ich mir einen Wochenkalender ausgedacht. Meistens machen wir im Wochenverlauf die Dinge immer am selben Tag, so gibt es eine gewisse Regelmäßigkeit. Ansonsten kann natürlich auch jederzeit etwas geändert oder ergänzt werden. David liebt diesen Kalender! Wenn es darum geht, was wir wann machen, rennt er jetzt immer sofort zum Kühlschrank (wo der Kalender hängt) und schaut, was wann dran ist und erzählt es laut. So lernt er langsam auch die Wochentage kennen. Mit der Ungeduld wurde es schon viel besser!
Nebenbei habe ich noch das Wetter thematisiert. Daraufhin beachtet David das Wetter nun sehr genau und sagt mir jetzt immer, ob es grade windet, regnet oder die Sonne scheint. Vielleicht auch weil „Wetter“ aktuell ein Thema in unserem Jahreszeitenbuch ist. Da ist im Sommer nämlich einmal Regen abgebildet und einmal kommt ein Gewitter mit dunklen Wolken und es blitzt. Auch im Sommer scheint nicht immer nur die Sonne...


 

Donnerstag, 17. September 2020

Duftsäckchen Sinnesmaterial (Kleinkinder) erstes Kräuter kennen lernen

In der Waldspielgruppe haben wir einmal Duftsäckchen mit getrockneter Zitronenmelisse gemacht. Da David vor ein paar Wochen das RIECHEN für sich entdeckt hat, riecht er zu Hause nun immer und immer wieder daran und liebt es!


Deshalb habe ich mir gedacht: Machen wir doch ein paar mehr Duftsäckchen mit verschiedenen Düften! Das regt die Sinne an!

Wir sind also in den Garten gegangen und haben
blühenden Lavendel
Pfefferminze
Rosmarin
Salbei
Thymian
Rosenblüten
und nochmal Zitronenmelisse gepflückt.
Am Feldrand haben wir noch Kamille gefunden.
 
Das riecht ja schon so herrlich beim pflücken! David hat inzwischen gelernt auch direkt an den Pflanzen zu schnuppern und mit den Fingern daran zu reiben, da wir den ganzen Sommer über schon viele Kräuter, Wildkräuter und Blüten gesammelt und für Tee (für die Winterzeit) getrocknet haben....


 
Nachdem die Kräuter getrocknet sind (wir benutzen einen schnellen Dörrautomat), haben wir die Blätter gemeinsam von den Stilen gezupft. Es ist wichtig die Stile zu entfernen, sie bohren sich ansonsten durch das feine Säckchen durch. Es ist auch eine gute Übung für die Feinmotorik!


David hat die Blätter (oder Blüten) dann in Teefilter gefüllt und ich habe sie mit hübschen Schleifchen fest verschlossen.


Damit er hinterher auch weiß, welche Kräuter im Säckchen sind, habe ich noch kleine Fotos der Pflanze dran gehängt (laminiert).


So kann David nun immer an den Kräutern riechen (ja auch Rosenblüten haben heilende Wirkungen, deshalb bezeichne ich sie auch als Kräuter) und lernt sie dadurch besser kennen. Sollte der Duft der Kräuter irgendwann verflogen sein, können wir daraus noch leckeren Tee machen.
 
Nachtrag: Nach 3 Wochen konnte David alle Duftsäckchen korrekt benennen

Samstag, 5. September 2020

🍓 gesunde Beeren für (Klein)Kinder

ALLE Beeren sind gut fürs Gehirn, Psyche und Leber
Gehirn: Beeren schützen vor allen Gehirnkrankheiten und können bereits stattgefundene Schädigungen wieder ausbessern wie z.B. Vernarbungen durch Schwermetalle. Sie helfen auch bei allen neurologischen Krankheiten.
Psyche: Beeren helfen bei Angststörungen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Phobien, Depressionen, posttraumatischer Belastungsstörung, Autismus, ADHS, Tourettesyndrom, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Zerstreutheit, Unsicherheit, Tollpatschigkeit, Trübsal, Haltlosigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit und Schlaflosigkeit
Leber: Beeren helfen bei Leberträgheit und somit auch bei Akne, Ekzemen oder Psoriasis. Sie verhindern Leberschädigungen durch Giftstoffe und Oxidationsprozesse von Schwermetallen
Beeren helfen außerdem bei Blutzuckerschwankungen, verbessern die Verwertung von Vitamin B12 und verhindern, dass überschüssiges Adrenalin die Organe schädigt.
Es gibt noch einige Gründe mehr, warum jeder (insbesondere o.g. Betroffene) täglich Beeren essen sollte. Ihr findet sie in "Medical Food - Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament" (Anthony William)

🍓ERDBEEREN enthalten viel Vitamin A, B-komplex, Vitamin C, Vitamin E, Mangan, Eisen und Zink. Sie reinigen Ablagerungen aus dem Verdauungstrakt und reduzieren Entzündungen.

🍇JOHANNISBEEREN enthalten nicht nur 4 x so viel Vitamin C wie Orangen, sondern auch Gamma-Linolsäue, die fürs Gehirn unglaublich gut ist. Johannisbeeren wirken im Körper ähnlich wie Aspirin, Ibuprofen oder Kortison!!!

HIMBEEREN enthalten viel Vitamin A, B-komplex, C, E, K und Eisen, Kalzium, Magnesium und haben entzündungshemmende, krebshemmende und Anti-Aging-Eigenschaften. Sie verbessern die Blutzuckerregulierung und sind gut für die kognitive Funktion

HEIDELBEEREN enthalten viele Antioxidantien, Vitamine und Mineralien. Sie sind Leberreiniger und schärfen die kognitiven Fähigkeiten. Außerdem sind sie gut für den Verdauungstrakt.

BROMBEEREN enthalten viel Vitamin A,C,E, K, Magnesium, Kalium und Mangan. Brombeeren sind gut für die Augen und das Immunsystem. Außerdem verhelfen sie zu regelmäßiger Darmtätigkeit.


Beeren sammeln

 

Beerensaison (Deutschland):
ab Ende Mai: Kultur-Erdbeeren
Juni: Kultur-Erdbeeren; ab Ende Juni: rote und weisse Johannisbeeren, Sommerhimbeeren
Juli: rote, weisse und schwarze Johannisbeeren, Sommerhimbeeren, Wildhimbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren
August: Heidelbeeren, Herbsthimbeeren, Brombeeren
September: Herbsthimbeeren, Wildbrombeeren, Brombeeren
Oktober: Herbsthimbeeren, Wildhimbeeren, Wildbrombeeren
November: Wildbrombeeren, Wildhimbeeren (kommt sicherlich auf die Temperaturen an, aber dieses Jahr hatten die Wildpflanzen Mitte November bei Temperaturen bis zu 20 ° C und ohne Frost noch neue Blüten und Früchte)


In der 🍓Erdbeersaison (von Ende Mai bis Ende Juni, evtl auch bis Juli) gehen wir 1-2 x pro Woche aufs Feld zum Erdbeeren sammeln. Wir sind wirklich gesegnet, dass wir ein BIO-Feld in nur 7 km Entfernung haben (das nächste Bio-Feld ist 34 km entfernt!). Die Kinder können beim sammeln helfen und die Beeren in die Schüssel legen.



Genau so glücklich kann sich jeder mit einem Garten schätzen. Dann können die Bio-Erdbeeren auch im eigenen Garten angepflanzt und geerntet werden. Am allerbesten ist es aber, sich bei einem gemeinsamen Spaziergang auch noch auf die Suche nach wilden Walderdbeeren zu machen. Wir haben welche am Ortsende an einem schattigen Wiesenrand (mit Hecken und Bäumen) gefunden, aber natürlich auch im Wald.

Walderdbeeren zwischen Löwenzahn und hohen Gräsern

Wilde Beeren besitzen deutlich mehr Nährstoffe als kultivierte Beeren. Mehr dazu könnt ihr von Anthony William unter healing power of wild berries lesen oder auf deutsch übersetzt von Katja Petek: die heilende Kraft wilder Beeren anhören

In der 🍇 Johannisbeersaison (Ende Juni - Ende Juli) pflücken die Kinder bei uns Johannisbeeren an den vielen Sträuchern in Omas Garten. Wer keine Johannisbeeren im Garten hat, kann Ausschau nach einem Bio-Obsthof halten, bei dem man selbst ernten darf. Die Beeren befinden sich auch noch genau auf der richtigen Höhe für Kinder. Sie müssen sich zum pflücken nichtmal bücken 😛


In der Himbeersaison (von Ende Juni bis Oktober/November) finden wir Sommer-Himbeeren und Herbst-Himbeeren bei den Omas im Garten. Es gibt vereinzelt aber auch Himbeerfelder zum selber pflücken (und auch auf dem Obst-Hof gibt es meistens Himbeeren). Wir haben in unmittelbarer Nähe noch einen Himbeer-Bauernhof mit Herbst-Himbeeren.
 
 
Wir haben großes Glück, dass auch unser Wald über und über voll ist (vor allem im Juli, aber auch später vereinzelt noch bis November) mit den kleinen Wildhimbeeren. Wilde Beeren besitzen deutlich mehr Nährstoffe als kultivierte Beeren. Mehr dazu könnt ihr von Anthony William unter healing power of wild berries lesen oder auf deutsch übersetzt von Katja Petek: die heilende Kraft wilder Beeren anhören
 
In der Heidelbeersaison (von Juli bis August) pflücken wir 1 x pro Woche Heidelbeeren auf der Heidelbeerplantage (und auch auf dem Obst-Hof gibt es oft Heidelbeeren). Wir finden, das macht noch viel mehr Spaß als Erdbeeren oder andere Beeren zu pflücken. Die Sträucher haben die richtige Höhe und die Beeren sind so schnell und einfach zu pflücken wie kaum eine andere Beere! In Windeseile hat man sein Gefäß gefüllt. Dieses Jahr haben wir insgesamt ca 13 kg Heidelbeeren gepflückt. Leider wachsen in unserem Wald keine Wildheidelbeeren.




 

In der Brombeersaison (ab September bis in den November) sammeln wir wilde Brombeeren im Wald und essen sie gleich an Ort und Stelle auf. Wilde Beeren besitzen deutlich mehr Nährstoffe als kultivierte Beeren. Mehr dazu könnt ihr von Anthony William unter healing power of wild berries lesen oder auf deutsch übersetzt von Katja Petek: die heilende Kraft wilder Beeren anhören.


Kultur-Brombeeren gibt es außerdem in Omas Garten. Man kann sie aber auch auf einem Obst-Hof selber pflücken.

 

Durch das mithelfen beim pflücken und sammeln bekommen die Beeren gleich einen ganz neuen Stellenwert für die Kinder. Das ist doch etwas ganz anderes, als einfach nur eine Beere auf dem Teller vorgesetzt zu bekommen. Durch das selber sammeln wird schon alleine nur während der Sammelzeit sicherlich deutlich mehr gegessen, als gekaufte Beeren zu Hause.

 

Die unbehandelten Beeren aus dem Garten oder die Wildbeeren sollten nicht gewaschen werden, da sich auf ihnen die erhöhten biotischen Mikroorganismen befinden, die gut für die Darmflora sind und die der Körper benötigt um selbst Vitamin B 12 produzieren zu können. Besonders gut ist es, noch Honig zu ergänzen. Dann hat man ein tolles Präbiotikum.

Trinity hat dazu letztens auch etwas auf Instagram geschrieben :







I was diagnosed with colitis in my early 20’s and during my colonoscopy the doctor said he had never seen such bad scarring in someone so young. I also was plagued bitterly by yeast infections. I was gobbling probiotics every day for over a decade, always looking for a better one, the one that would actually heal me. What a waste of time and money🤦‍♀️What ended up healing me was reading the Medical Medium books and finding out what was actually wrong with me and how to fix it. It was a combination of things and one of those things was getting serious about filling my body with elevated biotics. What are they you ask? @medicalmedium says, “Elevated biotics is the term I have given to the undiscovered microorganisms that sit atop the organic produce you might find in farmers markets, on small patio gardens, and in orchards. These microorganisms are different than the weaker soil-borne microorganisms which hide in the soil and support the plants below ground. Elevated biotics are able to handle a multitude of pressures from wind, rain, and environmental pollution. When consumed, these elevated biotics nestle deep in the ileum and create an essential bioidentical B-12. Even if you’re only able to once or twice a year, munch on some organic kale from the farmers’ market, pick an organic apple from an orchard, or snack on some tasty organic berries from a neighbor’s garden. In doing so, an amazing amount of elevated biotics floods your body. Elevated biotics from produce eaten 20 years ago are still providing support to your system and keeping you alive. Elevated biotics can even stop scar tissue from forming in the intestinal tract and help reverse methylation issues. Eventually, people will realize the incredible power of these microorganisms to keep us alive and stop disease and will bottle up and sell these microorganisms. Until then, continue to get in the freshly picked fruits and veggies that harbor these gems!” 💗 In the winter I get them from sprouts I grow on my kitchen counter and in the summer I grow veggies outside. This is a picture of my first tomato of the summer just starting to grow.💗 Happy Healing my friends🙏🏻#medicalmedium
Ein Beitrag geteilt von Trinity (@medicalmediummommy) am

Für diejenigen, die kein englisch verstehen, übersetze ich es gerne:
"Bei mir wurde mit Anfang 20 eine Kolitis diagnostiziert, und während meiner Darmspiegelung sagte der Arzt, er habe noch nie so starke Narben bei jemandem gesehen, der so jung ist. Ich wurde auch bitterlich von Pilzinfektionen geplagt. Über ein Jahrzehnt lang verschlang ich jeden Tag Probiotika, immer auf der Suche nach einem besseren, dem, das mich tatsächlich heilen würde. Was für eine Verschwendung von Zeit und Geld. Was mich schließlich heilte, war das Lesen der Medical Medium-Bücher, um herauszufinden, was tatsächlich mit mir los war und wie ich es beheben konnte. Es war eine Kombination von Dingen, und eines dieser Dinge war, dass es mir ernst damit wurde, meinen Körper mit erhöhter Biotik zu füllen. Was sind das für Dinge fragen Sie sich? Anthony William sagt: "Erhöhte Biotik ist der Begriff, den ich den unentdeckten Mikroorganismen gegeben habe, die auf den organischen Produkten sitzen, die man auf Wochenmärkten, in kleinen Hausgärten und in Obstgärten finden kann. Diese Mikroorganismen unterscheiden sich von den schwächeren bodenbürtigen Mikroorganismen, die sich im Boden verstecken und die Pflanzen unter der Erde unterstützen. Erhöhte Biotika sind in der Lage, einer Vielzahl von Belastungen durch Wind, Regen und Umweltverschmutzung standzuhalten.
Wenn sie verzehrt werden, nisten sich diese erhöhten Biotika tief im Ileum ein und bilden ein essentielles bioidentisches B-12. Selbst wenn Sie nur ein- oder zweimal im Jahr etwas Bio-Kohl vom Bauernmarkt mampfen, einen Bio-Apfel aus dem Obstgarten pflücken oder leckere Bio-Beeren aus dem Garten des Nachbarn essen können. Dabei wird Ihr Körper von einer erstaunlichen Menge erhöhter Biotika überflutet. Erhöhte Biotika von Produkten, die vor 20 Jahren gegessen wurden, unterstützen Ihr System immer noch und halten Sie am Leben. Erhöhte Biotika können sogar die Bildung von Narbengewebe im Darmtrakt stoppen und helfen, Methylierungsprobleme umzukehren. Irgendwann werden die Menschen die unglaubliche Kraft dieser Mikroorganismen erkennen, uns am Leben zu erhalten und Krankheiten zu stoppen, und sie werden diese Mikroorganismen in Flaschen abfüllen und verkaufen. Bis dahin schauen Sie, dass Sie weiterhin die frisch gepflückten Früchte und Gemüse bekommen, die diese Edelsteine beherbergen! 💗 Im Winter bekomme ich sie von Sprossen, die ich auf meiner Küchentheke züchte, und im Sommer züchte ich Gemüse im Freien. Dies ist ein Bild von meiner ersten Tomate des Sommers, die gerade anfängt zu wachsen.💗 Fröhliches heilen meine Freunde 🙏🏻#medicalmedium"

 

Beeren zubereiten

 

🍓 Erdbeeren können nicht nur pur gegessen, sondern auch lecker zubereitet werden. Hier können bereits Kleinkinder vieles selbst tun.
Je nach Entwicklung des Kindes können mit 1,5 Jahren die Erdbeeren gewaschen, von den grünen Blättern befreit und im Ganzen auf einen Kuchenboden gelegt werden. 2-jährige Kinder können die Erdbeeren auch noch mit einem Kindermesser in gröbere Stücke teilen.

Ein veganes, glutenfreies Rezept für Erdbeerkuchen findet ihr bei ElaVegan. Nur das Puddingpulver bitte aus Kartoffelstärke oder Tapiokastärke machen und für den Tortenguss 1/2 TL Agar Agar verwenden. Als Zucker geht Kokosblütenzucker, Ahornsirup oder Honig.



1,5 - 2 - Jährige können die Erdbeeren auch mit einem Obst- und Gemüseteiler in kleine Stückchen schneiden z.B. für eine super fruchtige Erdbeerkaltschale

Ich bin immer wieder begeistert, wenn Kinder die 🍇 Johannisbeeren einfach so essen. Denn ich mochte sie weder als Kind, noch als Erwachsene. Erst jetzt esse ich sie, nachdem ich weiß wie gut sie dem Körper tun. David isst sie problemlos direkt vom Strauch. Aber er isst auch gerne Johannisbeereis. Dazu müssen die gepflückten Johannisbeeren aber erstmal von den Stielen gezupft werden.


Eine tolle Übung für die Feinmotorik! Danach werden die Johannisbeeren eingefroren, gemeinsam mit 3 kleinen in Stückchen geschnittenen Bananen. Für das Eis gebe ich die gefrorenen Bananen und ca 100 g gefrorene Johannisbeeren + 5 Datteln (in kleinen Stückchen) in einen Hochleistungsmixer. Nach 50 Sekunden mixen haben wir ein super gesundes, leckeres, fruchtiges, veganes und industriezuckerfreies Eis (geht natürlich auch mit allen anderen Beeren)

mit Wildheidelbeertopping

Himbeeren und Heidelbeeren essen wir eigentlich immer pur und verarbeiten sie gar nicht (außer die gefrorenen Wildheidelbeeren im HMDS). Natürlich schmecken sie aber genau so gut auf einem Kuchen oder zu Eis verarbeitet, wie alle Beeren. Da wir so viele Kultur-Himbeeren und Kultur-Heidelbeeren gesammelt haben, haben wir sie zum Teil zu Marmelade verarbeitet. Sie wurden dann zwar erhitzt, aber da wir gerne Kichererbsenpfannkuchen essen, haben wir uns damit gesunde Marmelade für den Winter gekocht. Ohne Zucker und ohne Zitronensäure. Dabei können die kleinen Kinder allerdings noch wenig helfen. Ich habe aber bemerkt, dass mein Kleiner auch noch Tage später wusste, was in den Einmachgläsern drin ist, weil er beim zubereiten immer zugesehen hat.
Brombeeren werden bei uns ebenfalls immer nur pur gegessen. Frisch gepflückt, direkt vom Strauch in den Mund. 
 
Alle Beeren können auch eingefroren werden, dadurch werden sie sogar noch potenter! Sie eignen sich dann prima als Smoothie-Zutat, sodass man auch im Winter in den Genuss der heilenden Beeren kommt.

Dienstag, 16. Juni 2020

U3 montessori inspirierte Sauberkeitserziehung - dafür braucht es keine Worte

Heute möchte ich euch erzählen, wie mein nonverbaler 2-jähriger Sohn innerhalb von 1 Woche tagsüber trocken wurde.

Bereits vor einiger Zeit habe ich bei Julia von Windelwissen den (Montessori) windelfrei Kurs gemacht. Leider ist dieser Kurs aktuell nicht mehr verfügbar, was ich gar nicht verstehen kann (könnte mir vorstellen, dass sie es vielleicht nicht so nennen darf, da sie keine ausgebildete Montessori Pädagogin ist?!). Sie hat sich so viel Mühe damit gegeben und ihn wirklich so toll gemacht, dass ich eigentlich nur davon schwärmen kann. Von Ärztemeinungen, über Gehirnforschung bis zu Signalkarten zum ausdrucken. Es kam wirklich alles im Kurs vor, was man so wissen muss und was helfen kann. Hier könnt ihr einen Blogbeitrag von ihr lesen: Um mit Windelfrei zu beginnen, ist es nie zu spät

1. das Kind muss erfahren dürfen, was eigentlich passiert
Wird ein Kind in Wegwerfwindeln gewickelt, fühlt es sich immer trocken an. Es hat seine Toilette immer bei sich, wie praktisch. Es gibt also eigentlich gar keinen Grund sein Spiel zu unterbrechen, sich auszuziehen und auf ein Töpfchen oder aufs Klo zu gehen...
Julia hat im Kurs verschiedene Windel-Optionen vorgestellt, bei denen das Kind eher spüren kann, dass es nass wird, als bei Wegwerf-Windeln. Aber am deutlichsten spürt das Kind, dass es nass wird, wenn es gar keine Windel anhat! Damit meine ich aber nicht, dass das Kind die ganze Zeit nackt rumrennen soll. Denn wenn ein Kind nackt ist, dann ist eben der Boden die Windel. Es geht einfach einen Schritt weiter und dort ist alles wieder trocken (aber immerhin kann es sehen, was gerade vor sich geht).
→ Ich habe David einfach keine Windel mehr angezogen, sondern stattdessen eine Unterhose. Mir war also klar, dass es auf jeden Fall nass werden würde. Als ich sah, dass die erste Hose nass wurde, musste ich ihn erstmal darauf aufmerksam machen. Ich sagte: "Du hast Pipi gemacht. Die Hose ist nass, wir werden eine trockene Hose anziehen"


2. die vorbereitete Umgebung
Noch bevor David seine erste nasse Hose hatte, habe ich unser WC montessorigerecht eingerichtet. Bislang stand nur sein Töpfchen darin (später mehr dazu). Dieses Töpfchen bekam er bereits 3 Monate vorher und er setzte sich täglich darauf, wenn ich auch auf die Toilette gegangen bin und er mich begleitete. Nur wollte er damals auf jeden Fall seine Hose dazu anbehalten.
Ich ergänzte nun:
  • einen Badvorleger, damit seine Füße immer warm sind (beim längeren sitzen und umziehen)
  • eine Box mit Wechselkleidung (Unterhosen, Socken, Jogginghosen, Strumpfhosen)
  • ein Körbchen für nasse Wäsche
  • einen Hocker zum umziehen
  • eine Box mit Bilderbüchern
alles in greifbarer unmittelbarer Nähe


3. Hilf mir es selbst zu tun!
Der Leitsatz von Maria Montessori gilt natürlich auch beim Trockenwerden. Denn es bringt ja nichts, das Kind eben statt einer Windel, mit Kleidung zu wickeln. Natürlich habe ich bereits im Vorfeld darauf geachtet, meine Hilfe niemals aufzuzwingen und David alles, was er bereits selbst tun kann, auch tun lassen. Getreu diesem Motto: "Hilf mir es selbst zu tun! Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen."
→ David konnte sich bereits selbständig ausziehen. Als er nun also eine nasse Hose hatte und ich ihn darauf hingewiesen habe, führte ich ihn in unser WC und er hat dort die nasse Kleidung selbstständig ausgezogen und ich habe ihm geholfen in eine trockene Unterhose zu steigen. Hochziehen kann er die Hosen selbst. Nachdem es 3 x genau so ablief, ist er dann auf mich zugekommen, wenn er gemerkt hat, dass seine Hose nass war und er sich umziehen wollte. Ab dem 3. Tag zog er sich dann bereits vollkommen selbstständig aus, wenn er nass war, ganz ohne mir Bescheid zu geben. Die nasse Kleidung legte er in das bereit stehende Körbchen und dieses Körbchen brachte er ins Badezimmer und leehrte es in der Waschmaschine aus (so habe ich es ihm gezeigt). Wie die Waschmaschine funktioniert, wusste er auch bereits im Vorfeld. Da musste ich ihn eher immer einbremsen. Denn er hätte sie sofort eingeschaltet, auch für nur 1 Hose.


4. die richtige Kleidung 
Damit David sich alleine und ohne Hilfe umziehen kann, braucht es die richtige Kleidung. Das heißt, die Bodyzeit war nun endgültig vorbei. Und ich habe die Bodies sooooo sehr geliebt! Aber ein Kleinkind kann diese nicht alleine öffnen und schließen, außerdem sind sie zu lang und beim Töpfchengang im Weg. Stattdessen gibt es nun Unterhemden, die in die Unterhose gesteckt werden. Auch die Hosen müssen praktisch sein! Das heißt, die Hosen sollten Gummibündchen und keine Knöpfe oder sonstige Verschlüsse haben.
Wenn man nur zu Hause ist (die ersten 3 Tage verbrachten wir nur bei Regenwetter alleine zu Hause), kann man auch Jogginghosen nehmen, die eigentlich bereits eine Nummer zu klein sind, denn man braucht ja einige.


5. das Töpfchen
Es soll ja nicht dabei bleiben, dass das Kind ständig die Hosen nass macht und sich immer umziehen muss. Nein! Natürlich braucht das Kind eine Alternative! Das Töpfchen oder die Toilette. Ich habe mich für ein Töpfchen entschieden, das genau so aussieht wie eine echte Toilette.



David kannte Toiletten aus seinen Bilderbüchern und er beobachtete uns wie wir aufs Klo gehen. Also sollte er es bequem und möglichst einfach nachmachen können → auf einem schönen weißen kleinen Kinder-Klo auf der richtigen Höhe. Es gibt einige Anbieter dafür und ich habe mir viel Zeit genommen, genau zu schauen, welches dieser Mini-Toiletten auch einen ausreichend hohen Spritzschutz für Jungen bietet. Denn es ist wenig motivierend, wenn dann doch alles neben dem Töpfchen landet.

herausnehmbarer Töpfchen-Einsatz mit Spritzschutz

6. Körperfunktionen erspüren und kontrollieren - ein Lernprozess
Am 2. Tag morgens kam David (mit trockener Hose) zu mir und signalisierte, dass irgendetwas los ist. Ich fragte ihn, ob er Pipi machen muss (das Wort "Pipi" hatte er ja bereits einen Tag vorher kennengelernt, siehe Punkt 1. Immer wenn die Hose nass war, sagte ich das selbe zu ihm) und er nickte. Also gingen wir in unser WC. Er zog sich wieder selbstständig die Hosen aus.... und diesmal deutete ich aufs Töpfchen. Das Töpfchen, auf das er sich ohne Kleidung nicht setzen wollte. Julia hatte erklärt, dass viele Kinder das kalte Plastik auf der Haut nicht spüren möchten. Also nahm ich schnell eine Mullwindel und legte sie über den Rand. Und als David das sah... siehe da, setzte er sich auf das Töpfchen! Ich nahm ein Bilderbuch und zeigte es ihm eine Weile. Aber es kam kein Pipi. Das ging an diesem Tag öfter so. David wollte immer wieder auf das Töpfchen gehen, von sich aus... aber es kam (noch) nichts. Die Körperfunktionen zu kontrollieren, muss erst erlernt werden. Auch das bewusste "loslassen".
Wenn die Hose allerdings nass wurde, störte es ihn wirklich. Er lief breitbeinig ins WC um sich umzuziehen oder er wurde wütend und rannte ins WC und setzte sich mitsamt nasser Kleidung frustriert auf sein Töpfchen.
Ab dem 3. Tag versuchte David dann das Pipi länger einzuhalten, was man daran merkte, dass er zappelig wurde und die Beine zusammen kniff. Aber als wir lange genug auf dem Töpfchen Bücher angeschaut haben, landeten tatsächlich die ersten Tröpfchen im Töpfchen. Wie man die Wartezeit auf dem Töpfchen sonst noch verschönern kann, schreibt Julia in ihrem Blog: motivierende Toilettenangebote


7. Bücher
Wir haben dieses Buch selbst gekauft und empfehlen es gerne jedem weiter. Dies könnte als WERBUNG verstanden werden.
Bilderbücher sind eine hervorragende Art, um etwas zu erklären. Natürlich sollte man jetzt keine Bücher wählen, in dem irgendein Tier aufs Töpfchen geht. Am verständlichsten ist wohl unangefochten an erster Stelle das Foto-Bilderbuch "Lotta geht aufs Töpfchen" von Friderike Bostelmann (Bananenblau Verlag). Es gibt zwar etliche Bilderbücher über das Thema, aber hier wird wirklich vom ausziehen bis zum Hände waschen, alles genau in Fotos abgebildet. Und wenn man Fotos sehen kann, dann braucht es im Grunde eigentlich auch keine Worte, um sie verstehen zu können. Dieses Buch ist für jeden verständlich, egal ob er deutsch, englisch oder sonst was spricht.... oder gar nicht spricht.


Als die ersten Tröpfchen im Töpfchen gelandet sind, hat David auch ein Stückchen Toilettenpapier zum abputzen bekommen und dann haben wir den Inhalt wie im Bilderbuch → in die Toilette gekippt und runtergespült. Das fand David sehr spannend. Inzwischen kippt er es selbst ins Klo.


8. windelfrei außerhalb des Hauses?
Am 4. Tag hat es geklappt!!! David versuchte zwar das Pipi einzuhalten, aber wir haben so lange Bilderbücher angeschaut, bis er es nicht mehr halten konnte und es loslief. Das halbe Töpfchen voll 👍 David war vollkommen fasziniert und beobachtete sich selbst dabei.
Danach wollten wir das Haus verlassen....
Julia hatte im Kurs etliche Ideen, was man außerhalb des Hauses alles tun kann, damit nicht alles komplett nass wird z.B. das Auto. Aber dennoch sollte man natürlich konsequent bleiben und das Kind nicht wieder in Windeln stecken. Das würde das Kind verunsichern. Mal kann es in die Windel machen und mal nicht?!?!? Das Kind muss also weiterhin eine Rückmeldung über seine Ausscheidungen erhalten können. Ich entschied mich dazu, über die Unterhose eine Stoffwindelüberhose zu ziehen (ist dann wie ein Trainerhöschen). Falls nur ein paar Tröpfchen in die Unterhose gehen, hätte davon dann niemand was gesehen. Allerdings kann die Unterhose + Stoffwindelüberhose einem richtig großen Pipi niemals stand halten. Deshalb steckte ich zwischen Unterhose und Überhose noch einen kleinen Waschlappen hinein, damit bei anderen Leuten zu Hause nicht gleich ein See Pipi am Boden entstehen kann. Der Waschlappen hätte ein bisschen was aufgesaugt, und der Rest hätte dann noch von der Hose aufgesaugt werden können. Natürlich nahm ich Wechselklamotten mit. Unterwegs machte David keinerlei Anstalten, dass er mal müsste und als wir wieder daheim waren auch nicht. Seine Hose blieb die ganze Zeit trocken, aber ich war mir sicher, dass einige Tropfen darin gelandet sind, auch wenn es kein großes Pipi war. Als ich ihm nach ca 3,5 Stunden die Überhose wieder auszog und den Waschlappen entfernte, war ich total erstaunt. David war komplett trocken! Es ist nicht 1 Tröpfchen in die Hose gegangen! Er konnte also bereits so lange sein Pipi einhalten! Beim nächsten Mal habe ich ihm dann vollkommen vertraut und ihm kein Backup angezogen. Und er blieb trocken. Erst zu Hause ging er aufs Töpfchen.


Für längere Ausflüge werde ich aber wohl noch ein Reisetöpfchen zum mitnehmen besorgen.

9. Innerhalb 1 Woche trocken (tagsüber) !
Ab dem 5. Tag kam das Pipi auf dem Töpfchen immer schneller und die nassen Hosen wurden weniger (an Tag 5 noch 2; an Tag 6 noch 1). Und am 7. Tag musste ich selbst ganz dringend aufs Klo. Er lief mir hinterher und setzte sich ebenfalls auf sein Töpfchen. Und sofort pieselte er los. Ohne Bilderbuch, ohne warten, sondern ganz bewusst. Er wollte pieseln und er tat es. Und er beobachtete sich selbst ganz genau. Seit diesem Zeitpunkt, geht er jedes Mal mit Begeisterung auf sein Töpfchen und beobachtet sich selbst. Selbst wenn er gerade gemacht hat und wir den Inhalt ins Klo gekippt haben, möchte er eigentlich am Liebsten schon wieder auf sein Töpfchen, einfach weil es ihm so Spaß macht 😁 Kinder lieben es, wenn sie etwas selbstständig alleine tun können! Die Bücherbox ist nun überflüssig geworden. Ich denke, dass ich so langsam auch die Wechselkleidung wieder in seinen normalen Schrank räumen werde, zu dem er freien Zugang hat.


In den nächsten Monaten werden sicher immer mal wieder ein paar Tröpfchen in der Hose landen. Einfach weil es Zeit und Übung braucht, die volle Kontrolle über seine Blase zu erlangen. Aber das macht ja nichts. Ich bin vollkommen begeistert, dass das Töpfchentraining bei uns so einfach und problemlos ablief. Julia hatte natürlich noch eine Vielzahl an Tipps für alle Lebenssituationen parat wie z.B. Töpfchenstreik, das Kind will seine Windel behalten, Kind ist tagsüber in der Kita usw.

Von den Montessoripädagogen wird eigentlich empfohlen tagsüber und nachts gleichzeitig trocken zu werden. Ganz besonders wenn es tagsüber mit dem trockenwerden noch nicht so richtig klappen möchte. Das Thema nachts sind wir allerdings trotzdem noch nicht angegangen. Unser guter Schlaf ist uns im Moment wichtiger und es hat ja bisher auch ohne gut geklappt. Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich selbst nachts auch noch 1-2 Jahre länger eine Windel getragen habe, als tagsüber. Eben so lange bis diese Nachtwindel nicht mehr nass wurde.


Freitag, 5. Juni 2020

Kinder in der Küche: 🍓 Erdbeerkaltschale (roh) selbst zubereiten

David wollte zu Beginn der Erdbeersaison nicht gerne Erdbeeren essen...
Ich erinnerte mich daran, dass ich als Jugendliche gerne "Erdbeerkaltschale" gegessen habe. Das gab es sogar als Tütchen zum anrühren zu kaufen! Es bestand eigentlich aus Erdbeeren mit Wasser, Zucker + Speisestärke und wurde erhitzt. Ich dachte mir, dass man das doch besser machen kann und mixte einfach aus Erdbeeren und Honig etwas zusammen. Und DAS schmeckt David grossartig und er isst ganz viel davon!!! Vielleicht liegt es daran, dass die frühen Erdbeeren durch den Ahornsirup richtig süss gemacht wurden. Jedenfalls geht er nun von sich aus zu den Erdbeeren und möchte sie sich zubereiten. Denn das Beste ist: David kann sich diese leckere Kaltschale (mit etwas Anweisung und Hilfe meinerseits) selbst zubereiten. Die einfachen Tätigkeiten sind bereits mit ca 1,5 - 2 Jahren von Kindern durchführbar. Wir nutzen dazu immer den Montessori Lernturm, sodass David sicher an der Küchenarbeitsplatte stehen kann. Die Kinder können aber auch an einem kleinen Kindertischchen arbeiten.


Für 1 kleine Schüssel:
  • 250 g Erdbeeren
  • 1-2 EL Honig (oder Ahornsirup), je nach Geschmack bzw Süße der Erdbeeren

1. Erdbeeren waschen

2. grüne Blätter der Erdbeeren entfernen

3. die 1/2 der Erdbeeren durch einen Obst- und Gemüseschneider drücken

4. die geschnittenen Erdbeeren in eine Schüssel umfüllen

5. die andere 1/2 der Erdbeeren in einen kleinen Personalblender füllen

6. Honig oder Ahornsirup zugeben (ca 1-2 EL)

7. mit der Hand auf den Blender drücken, sodass innerhalb weniger Sekunden ein süßes Erdbeerpüree gemixt wird (es geht natürlich auch ein Smoothie-Maker oder eine andere Art von Mixer). Sollte das Kind geräuschempfindlich sein, muss die Mama diesen Arbeitsschritt alleine machen

 8. Das Püree über die klein geschnittenen Erdbeeren geben und verrühren

Fertig! Hmmm ist das lecker! Und soooo fruchtig erdbeerig!

Diese Kaltschale schmeckt auch super auf Chiapudding, Kokos-Pannacotta, Hirsebrei o.ä.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Medical Medium Heilungs-Update nach 3 Monaten (Autismus, Babyleber)

Werbung, weil Produkte auf dem Foto wieder erkannt werden können

  • Update nach 3 Monaten Ernährung nach Anthony William
  • David ist nun 27 Monate alt 

Was hat David gegessen?


Äpfel, Bananen, Birnen, getrocknete Mangos, getrocknete Feigen, Datteln, Kartoffeln, Kultur-Heidelbeeren,  Kürbissuppe, Kartoffel-Karotten-Suppe (mit Knoblauch, Ingwer, Kurkuma), Reis, Linseneintopf, Kichererbsennudeln, Kichererbsenpfannkuchen, Kichererbsen-Chips, Linsenflips, Hirsebällchen und Linsen-Lasagne


Wie ist es uns ergangen?

Lange hats gedauert, aber plötzlich wollte er von meinem HMDS probieren! Es schmeckt ihm sehr gut und er isst wirklich viele Löffel mit. Dennoch bekommt er zusätzlich noch seinen konzentrierten Smoothie.
Wir hatten erstmal wieder mit Rückschritten zu kämpfen. David bekam Fieber (zum 1. Mal in seinem Leben) und schlief dadurch 4 Nächte (und 2 x tagsüber) quasi fast gar nichts mehr! Er konnte einfach nicht zur Ruhe kommen und schreckte immer sofort wieder hoch und drehte sich umher. Zuerst hatte er 39,8° Fieber und sich 1 x übergeben. 1 Tag später war das Fieber nur noch auf 38,8°, aber die Stimmung verschlechterte sich. Und das blieb auch noch als das Fieber ab dem 3. Tag wieder weg war. Er bekam z.B. einen Rekord-Schreianfall von 1 Stunde, weil wir nicht tun wollten, was er wollte! Er bekam Schreianfälle auch mitten in der Nacht im Bett, er wollte nicht mehr zum wickeln und umziehen kommen, er war vollkommen gefangen in seinen Stereotypien, er wollte nicht mehr essen und schon gar nicht selber essen, er trank auch nicht mehr selber aus seinem Glas, er hatte auch keinen Stuhlgang mehr und er schien mit den Gedanken weit weg zu sein und reagierte nicht mehr so wie sonst bzw gar nicht mehr. Außerdem war er wieder aggressiv und trat uns, schubste, kratzte und zerrte an uns herum. Alles Dinge, die wir eigentlich bereits überwunden hatten. Ich war wirklich verzweifelt und habe mich so machtlos gefühlt! Ich hatte das Gefühl, dass wir wieder ganz bei 0 anfangen müssen. Das Schlimmste war aber wirklich seine absolut üble Laune. Er war den ganzen Tag nur am kreischen, quiecken, schreien, weinen oder hochgradig quengelig. Ich wusste, dass dies das Leberthema war. Darauf deutete ja auch die erneute Verstopfung hin. Ich schätze, dass die ohnehin schon träge Leber durch den Infekt mit Krankheitserregern bombadiert wurde und nun noch mehr überlastet war oder einfach durch das Fieber überhitzt. Er bekommt bereits seit 2 Monaten (wenn auch etwas unregelmäßig) einige Leber-NEMs. Ich war so glücklich, dass er nach dem Infekt angefangen hat Datteln zu essen. Er wollte bisher nie Datteln, aber plötzlich hat er sie gegessen (3-4 Stück pro Tag zusätzlich zu denen in seinem Smoothie) und somit konnten sie der Leber helfen sich zu erholen und zu regenerieren. Auch (getrocknete) Mangos aß er sehr gerne; sie kühlen eine überhitzte Leber. Dann befolgte ich den Rat aus dem Medical Food Buch und gab ihm BIRNEN zu essen. "Da sind Birnen eine wunderbare Abhilfe, weil sie vor allem auf Leber und Bauchspeicheldrüse kühlend und tonisierend wirken wie kaum etwas anderes." Er wollte sie auch tatsächlich ohne zögern essen (was bei ihm ja immer das Problem ist). Er aß 2 Stück pro Tag und nach 3 Tagen waren wir wieder auf dem Stand wie vor dem Fieber. Er hatte wieder täglich Stuhlgang, schrie nicht mehr, trank nach erneutem üben wieder selber aus dem Glas usw. Und dann gingen die Schritte wieder vorwärts :-)


Veränderungen nach 3 Monaten:

  • Verhalten: 3 wichtige Punkte hatten sich ja bereits letzten Monat stark verbessert, aber es wurde noch besser: 1. Auto fahren ohne schreien und quengeln auch bei länger stehendem / parkendem Auto 2. einkaufen ohne quengeln, sogar an der Kasse oder wenn ich mal etwas auf einer Packung nachsehen muss 3. wickeln / umziehen ohne Widerwillen, lässt sich jetzt sogar freiwillig Jacke und Mütze anziehen, ohne es abzuwehren. Diese Entwicklung war in den letzten Wochen immer wieder ein auf und ab. Mal klappte das Auto fahren, dann schrie er doch wieder, mal lief das einkaufen ein paar Mal recht entspannt ab und dann schrie er doch wieder an der Kasse oder er lies sich zwar anziehen, aber spätestens bei der Jacke bockte er dann doch wieder. Also, es änderte sich nicht von heute auf morgen, lief mal besser und mal schlechter.... aber nun läuft es wirklich kontinuierlich sehr gut. Welch eine Verbesserung, das für unser Leben bedeutet kann man sich ja vorstellen. Unsere Nerven werden in diesen Punkten nicht mehr überlastet, das Famililienleben läuft für alle Beteiligten harmonischer ab und der Alltag ist einfacher und stressfreier zu meistern. Zusätzlich scheint sich nun endlich seine extreme Geräuschempfindlichkeit etwas zu bessern. Noch vor kurzem hat er sogar geschrien, wenn er z.B. einen Mixer gehört hat, der in einem anderen Raum gemixt hat, obwohl alle Türen geschlossen waren. Oder wenn ich mit einem Putzlappen über den Tisch gewischt habe usw.... Das tut er nun nicht mehr. Selbst wenn gemixt wird und die Tür offen steht, schreit er nicht mehr, sondern bleibt ganz entspannt sitzen. Früher wollte er mich sofort vom mixen abhalten und kam dann schreiend angerannt, obwohl 2 geschlossene Türen zwischen uns lagen. Wenn es allerdings ZU laut ist, schreit er natürlich immer noch.
  • feinmotorische Entwicklung: Er kann eine Angel (vom Fische angeln) geduldig in die Löcher von kleinen Bechern einführen
  • emotionale Entwicklung: Er freut sich, wenn er etwas geschafft hat und er kann neuerdings den Kopf schütteln, wenn er etwas nicht möchte!
  • geistige Entwicklung: Hier gab es nun einen großen Entwicklungssprung! Er kann jetzt mit vielen seiner Spielsachen besser spielen.
    All dies war vor 1 Monat noch unmöglich: 1. Bei seiner Matroschka hatte er immer ein paar Teile ausgelassen; nun steckt er sie perfekt ineinander. 2. Seine Stapelbecher (bekam er mit 15 Monaten) kann er jetzt mühelos und schnell korrekt ineinander stecken, auch wenn sie durcheinander liegen. Das war bislang absolut nicht möglich und nun klappt es so toll!!! 3. Bei seinem Regenbogenturm (empfohlen ab 18 Monate) hält er sich jetzt beim Stapeln an die richtige Reihenfolge und macht es nicht mehr durcheinander. Er weiß ganz genau welche Größe wohin gehört. 4.
    Sein Stapelpuzzle (empfohlen ab 2 Jahren) kann er auch lösen. Allerdings fehlt es ihm hier noch ein wenig an Geduld. Er ärgert sich sehr, wenn es nicht auf Anhieb klappt, aber das ist anfangs immer so. 5. hat er plötzlich das Endstück von Zugschienen wieder angehängt als es rausgesprungen ist. Und dann konnte er plötzlich alle Zugschienen aneinander stecken! Ich holte also seine Lege-Raupe (empfohlen ab 1,5 Jahren) wieder aus dem "Lager", die nach dem selben Prinzip funktionierte. Zuerst legte er die Teile wieder gemäß seiner Stereotypie einfach in eine Reihe nebeneinander. Aber mit ein bisschen herumtüfteln und nach ein paar kleinen Wutanfällen klappte es doch recht schnell und er kann nun alle Teile aneinander stecken! Das ist wirklich ein rießen Fortschritt! Ich bin mir 100 % sicher, dass seine feinmotorischen Fähigkeiten längst dazu ausgereicht hätten, wenn nicht diese Stereotypien immer dazwischen gefunkt hätten.
    6.
    Auch sein einfaches Eulen-Formenpuzzle, das er zum 1. Geburtstag geschenkt bekommen hat, kann er nun endlich richtig puzzlen. Vorher kam ihm auch wieder seine Stereotypie dazwischen. Er hat die Steine immer nur aufeinander gestapelt, anstatt sie den richtigen Löchern zuzuordnen. 7. Mit seiner Steckbox (empfohlen ab 12 Monate) kommt er nun ganz alleine klar. Er kann seit 1 Monat die Formen richtig zuordnen, aber jetzt ist er auch in der Lage die Box selber zu drehen und auch auf den anderen Seiten nach dem richtigen Loch zu suchen. 8. Als ob das nicht alles schon genug wäre, kann er jetzt auch mit seinen Sound-Würfeln spielen. Die bekam er zum 2. Geburtstag geschenkt. Damals konnte er das Pferd zusammenpuzzeln, aber mehr nicht. Dann rührte er die Würfel nicht mehr an.... jetzt habe ich ihm die Würfel mal wieder in die Hände gedrückt und er konnte auf Anhieb alle Tiere zusammen puzzeln und freute sich über die Geräusche, die sie machen. 9. Selbst bei seinem 2-teiligen "normalen" Puzzle (empfohlen ab 2 Jahren, aber die Tochter meiner Freundin konnte es mit 20 Monaten ohne Probleme) hört nun langsam die Stereotypie auf, alle Puzzleteile immer aufeinander zu legen. Er fügt die Teile nun tatsächlich (korrekt) zusammen!
    Und nochmal zurück zum Zug:  Er interessierte sich bislang weder für die Zugschienen noch großartig dafür, dass da überhaupt ein Zug fährt. Er stellte aber immer gemäß seiner Stereotypie alle Zug-Wagons mit großem Eifer nebeneinander in eine Reihe. Aber jetzt kann er die Zugschienen aneinander stecken und er nimmt den Zug, setzt ihn auf die Schienen und spielt richtig damit. Fast wie ein normales Kind. Er möchte, dass der Zug immer wieder mal woanders hinfährt und oftmals fährt ihm der Zug sogar zu langsam und er schiebt ihn deshalb an. Sogar Wagons hängt er an den Zug an, damit sie mitfahren.

  • soziale Entwicklung: auch hier gibt es weitere große Fortschritte! Am Besten finde ich, dass er jetzt immer mehr Gesten nachahmt. Er ahmt nicht nur mich beim klatschen nach, sondern er klatscht auch, wenn er Leute im Fernsehen klatschen sieht!!!!! Und wenn ich ihm Bücher vorlese und allerlei Gesten dabei mache, dann macht er diese auch nach! Er blättert an der richtigen Textstelle die Seite um, er zeigt auf bestimmte Dinge, die ich auch immer zeige oder er löst selbst den Sound aus, er fässt sich an die Augen, wenn eine traurige Stelle kommt und freut sich, wenn die Geschichte gut ausgeht! Das ist einfach so toll!!!! Ich bin mir sicher, dass die Sprache dann auch nicht mehr lange auf sich warten lässt. Er hilft auch wunderbar mit beim umziehen. Er hält die Füße hin, steckt die Arme durch die Ärmel und steht an der richtigen Stelle auf oder setzt sich hin. Er kann sich alleine seine Socken und Schlupfmütze ausziehen und sein Oberteil über den Kopf ziehen. Andere Kinder findet er neuerdings total lustig. Er lacht oft über Dinge, die sie tun oder er gibt ihnen etwas. Letztens hat er sogar seiner ältesten Cousine ein Buch gebracht und sich vorlesen lassen!!! Überhaupt lächelt er jetzt andere (fremde) Menschen auch mal an. Das hat er noch niemals getan, auch nicht als Baby!!!

Es gibt aber auch Rückschritte, die noch nicht wieder vorwärts gehen: David möchte gerade gar nicht mehr (draußen) selber laufen und will immer getragen werden. Einen Vorteil hat das allerdings: er läuft nicht mehr weg ;-)