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Donnerstag, 9. April 2020

Medical Medium Heilungs-Update nach 7 Monaten (Autismus, Zwangsstörungen, Angststörungen, Kinderleber)

Update nach 7 Monaten Ernährung nach Anthony William
  • täglich B12 (Methylcobalamin + Adenosylcobalamin), Lemon-Balm, Zinksulfat, naszierendes Jod und Magnesiumglycinat; ¾ - 1 HMDS; neu ist flüssiges Nano-Zeolith und ENDLICH die amerikanischen flüssigen Vitamine und Mineralien und das flüssige geschmacklose Probiotikum (wir haben es von einer Freundin in Amerika schicken lassen, alles in allem hat es über 6 Wochen gedauert bis es da war und hat ein Vermögen gekostet! Das werden wir in Zukunft wohl anders lösen)
  • David ist nun 31 Monate alt

Wie ist es uns ergangen?

Leider werden die Lebensmittel, die David isst, immer weniger bzw David immer noch heikler. Es ist wirklich zum verzweifeln. Hoffentlich kommt da bald wieder eine bessere Phase.

Nachdem mein Halbjahresbericht von Anthony William auf Instagram gepostet wurde, meldete sich eine andere Mama bei mir, die ihre Tochter ebenfalls durch den HMDS heilt. Sie hat mir einiges berichtet und viel Mut gemacht. Ihre Tochter änderte auch phasenweise immer wieder ihr Verhalten! Genau so wie David! Aber sie bekam vom ersten Tag an 1 kompletten HMDS pro Tag!!!! Wow! Das hätte David ja niemals gegessen! Bei uns ist es nach wie vor täglich eine Herausforderung! Aber ich wurde dadurch natürlich weiterhin angespornt und habe 2 Wochen lang versucht David täglich einen 3/4 HMDS zu geben. Das hat mal gut geklappt und mal wieder nicht.... aber in dieser Phase änderte sich weiterhin sein Schlafverhalten, bis er tageweise keinen Mittagsschlaf mehr gemacht hat und ich bemerkte, dass es zu einer anderen Tageszeit mit dem HMDS besser klappt. Und von da an bekam er täglich 1 vollen HMDS (nur dass ich 150 g Wildheidelbeeren durch 3-4 TL Wildheidelbeerpulver ersetzt habe, weil die Menge für ihn sonst einfach viel zu groß ist) !!!
Auch in der deutschen Medical Medium Facebook-Gruppe war die Resonanz sehr groß. Es meldeten sich Eltern, die ihr Kind genau in der Beschreibung von David wieder erkannten! Wow! Da weiß man gar nicht, was man dazu sagen soll. In meinem Alltag komme ich mir mit den Problemen immer so ziemlich alleine auf der Welt vor. Aber es gibt tatsächlich noch mehr von den Kindern mit genau den gleichen Symptomen!!! Das ist erschreckend! Gerade jetzt kommen ja auch noch so viele Dinge ans Tageslicht! Vieles, was wir ja alle schon wussten... Glyphosat, Chemtrails, Impfungen, 5G, WLAN, Zivilisationskost usw. ist dazu da, um die Bevölkerung zu verblöden, von klarem Denken, klarem Verstand, ihrer Intuition und ihrer Spiritualität abzuschneiden.... (weiterführende Infos von Anthony William dazu: Ein heikler Punkt in der Geschichte der Menschheit von Katja Petek und Workshop in den USA mit Muneeza Ahmed von Katja Petek). Der DS ist nicht nur Schuld an UNSEREN kranken Kindern, sondern schuldig an den allerschlimmsten und unvorstellbarsten Verbrechen an Kindern überhaupt ! Aber jetzt gibt es ja endlich Licht am Ende des Tunnels. Und wir wissen ja wenigstens, wie wir alle Krankheiten heilen können.


positive Veränderungen diesen Monat:

  • grobmotorische Entwicklung: ❗❗❗ er kann hüpfen! Mit 2 Beinen gleichzeitig ❗❗❗ Wahnsinn! Das ist wieder ein großer Schritt! Lange hats gedauert... Es hat Anfang des Monats damit angefangen, dass er es manchmal schaffte auf dem Trampolin für ein paar Sekunden mit beiden Füßen gleichzeitig zu hüpfen, was sich dann aber ziemlich schnell ausgebaut hat. Er hüpft nun total wild und kräftig auf dem Trampolin, aber auch auf der Couch und dem normalen Boden. Es macht ihm total Spaß zu hüpfen! → Ansonsten ist er draußen nun sehr aktiv mit seinem Boby Car oder Puky wutsch unterwegs und man kann ihm dabei voll vertrauen. Er ist inzwischen sehr sicher im Fahren. Er ist auch niemals übermütig. Er bremst im richtigen Augenblick und fährt nur die sicheren Wege. Es erstaunt mich wirklich, dass er sich sehr vorausschauend verhält und sich somit keiner Gefahr aussetzt. Wenn es zu steil wird, fährt er z.B. quer, dadurch ist er sicher, dass er nicht zu schnell wird (wie beim Skifahren). Er wird wohl bald mit einem Laufrad fahren können.
  • gesundheitliche Entwicklung: Seine Haare sind inzwischen nun noch schöner geworden. Sie verwirren nun eigentlich so gut wie gar nicht mehr
  • kognitive Entwicklung: Er puzzelt weiterhin so viel und gerne, dass er alle Puzzles auswendig kann. Das merkt man daran, weil er Puzzleteile vollkommen frei an die richtige Stelle legen kann


  • soziale Entwicklung: → er beachtet nun andere Menschen beim einkaufen und lächelt sie an! → David ist nun sooooo gerne bei Oma und Opa, dass er einfach bei uns aus der Tür geht, sich seine Gummistiefel selbst anzieht (!!! Das ging bisher noch gar nicht !!!), die Treppe alleine runter geht (das konnte er vor 2 Monaten ja auch noch nicht) und dann einfach seine Großeltern besucht, vor denen er ein paar Monate zuvor noch richtig Angst hatte. Beim verabschieden winkt er dann immer und verteilt jede Menge Luftbussis (das hat Oma ihm beigebracht, nicht ich!).
    beim 1. Versuch noch falsch herum ;-)
    → Er kann außerdem Jacken und seinen Schlafsack selbst öffnen (mit Reißverschluss)
  • sprachliche Entwicklung: leider spricht er weiterhin keine einzige Silbe. Er ist nun schon seit ca 4 Monaten vollkommen stumm (früher hat er ja zeitweise chinesisch oder klingonisch gesprochen oder hat immerhin „Mama“ gesagt). In diesen 4 Monaten blätterte er auch wieder nur in Büchern herum, aber schaute sich die Seiten eigentlich nicht wirklich an bzw wollte beim vorlesen so schnell wie möglich weiter blättern. Außerdem wollte er auch das Zeigespiel nicht mehr spielen „Wo ist denn das Auto?“ Er wurde richtig böse, wenn ich ihn was gefragt habe. Aber jetzt hat er wieder großes Interesse daran. Er zeigt wie wild in seinen Büchern herum und bekommt sehr gerne lange vorgelesen oder frei erzählt. Außerdem möchte er von verschiedenen Dingen, die er sieht, wissen wie sie heißen z.B. Vogelhäuschen. Er reagiert auch, wenn er ein Traktor- oder Lastwagengeräusch hört, und zeigt in die Richtung aus der es kommt, auch wenn er es nicht sehen kann. Mein Mann und ich träumen zur Zeit immer wieder, dass David sprechen kann, hoffentlich wird es bald Realität!!!
  • Verhalten: → Nach dem baden lässt er sich neuerdings ERSTMALS in seinem ganzen Leben freiwillig mit einem Handtuch abtrocknen bzw trocknet sich sogar selbst ab. Auch beim Wickel-Abduschen schreit er nicht mehr so viel bzw fast gar nicht mehr. → Nachdem er das ganze 2. Lebensjahr hindurch absolut keinerlei Interesse am Sandkasten hatte, spielt er nun gerade total gerne darin! Also man kann es noch nicht richtig „spielen“ nennen. Er weiß natürlich wieder nicht so richtig, was er eigentlich so damit anfangen kann und aufgrund der Ausgangssperre fehlen ihm auch die anderen Kinder als Vorbild. Aber immerhin zeigt er nun großes Interesse daran und schaufelt im Sand herum. Das ist in nächster Zeit sicher noch ausbaufähig.... 



Dienstag, 31. März 2020

Angststörungen geheilt!

Ich erinnere mich derzeit wieder sehr an die Zeit vor 1 Jahr! Es war der Beginn der richtig heftigen Angststörungen. Dass David sich bei anderen Menschen und in einer fremden Umgebung nicht wohl fühlte, war damals bereits seit Monaten so. Aber dann wurde es noch schlimmer bis wir eigentlich nirgends mehr hingehen konnten.

David bekam Schreianfälle bei Betreten eines Supermarkts, bei Betreten des Hauses meiner Freundin, bei Betreten von kleinen Zimmern (z.B. unserer Toilette), in Anwesenheit von Verwandten, sobald jemand näher als 5 m an uns heran gekommen ist, er hatte Angst vor seinen Großeltern (kreischen, Augen zuhalten, hinter meinen Beinen verstecken usw und das obwohl er sie täglich gesehen hat). Er hatte solche Angst, dass er jeweils nur auf dem Arm blieb und in fremder Umgebung keinen einzigen Schritt gelaufen ist. Außerdem hatte er Angst vor Kinderfahrzeugen wie z.B. Bobby Car.

In der Folge mussten wir uns wirklich viel anhören. Und zwar, dass wir als Eltern aufgrund falscher Erziehung Schuld seien an Davids Verhalten. Ich habe mir wirklich viele Gedanken gemacht und mir das sehr zu Herzen genommen, sogar Bücher zu diesem Thema gekauft. Ich konnte das selbst auch nicht verstehen. David machte in der Öffentlichkeit den Eindruck, als hätte er eine unsichere Bindung, dabei haben wir 100 % bindungsorientiert gelebt! Ich verstand die Welt nicht mehr und war vollkommen durcheinander und habe letztendlich sogar an mir selbst gezweifelt, dass ich wohl doch als Mutter versagt und alles falsch gemacht habe und er vielleicht doch eine zu starke Rückbindung hätte?!

Schuldzuweisungen sind immer schnell verteilt, wenn man keine Ahnung davon hat, dass Ängste nicht nur psychisch entstehen können, sondern auch physisch! Und niemand hat Schuld daran!!! Es können Schwermetalle im Gehirn, virale Entzündungen oder Probleme im Verdauungstrakt sein, die unbegründete Ängste auslösen (Angststörungen überwinden - übersetzt von Dr. Katja Petek). Dass David Schwermetalle im Gehirn hat, ist ja nichts neues (Grund für Autismus) und er fühlte sich auch schon als Baby in fremder Umgebung nicht wohl. Aber Davids extreme Angststörungen begannen gleichzeitig mit einer chronisch werdenden Verstopfung. Und zu der Zeit der allergrößten Ängste vor 1 Jahr, waren wir gezwungen Zäpfchen zu geben, sonst hätte David seinen Darm wochenlang gar nicht entleehrt, da er inzwischen das Stuhleinhalten perfektioniert hatte. 

Durch das Medical Medium Protokoll konnten wir das Verstopfungsproblem innerhalb von nur 4 Wochen lösen. Der Stuhlgang kam wieder regelmäßig und es brauchte seit dem nie wieder Zäpfchen. Ich denke, dass die Schäden nun in der Zwischenzeit (1/2 Jahr) abheilen konnten, die Entzündungen zurück gegangen sind und die Nerven sich dadurch beruhigen konnten. David aß viele Lebensmittel, die den Darm heilen wie z.B. Äpfel, Birnen, Bananen, Datteln und er bekam auch B12, Magnesium, Zink, lemon balm und natürlich vor allem den HMDS. 

Heute hat David keine Angststörungen mehr!!! Wundersamerweise obwohl wir absolut nichts an unserem bisherigen Verhalten als Eltern verändert haben. David wurde niemals zu Kontakt mit anderen gezwungen, er musste niemals gegen seinen Willen alleine bei anderen Menschen bleiben, so wie meine Schwiegereltern es empfohlen haben (sie wollten schon immer alles erzwingen). Er konnte sich immer darauf verlassen, dass wir da sind. Inzwischen hat sich die Situation total gewandelt! Denn jetzt WILL David VON SICH AUS Oma und Opa besuchen und bleibt dann absolut problemlos alleine bei ihnen. Das ist in den letzten 2,5 Jahren bisher noch nie vorgekommen und nun ganz neu für uns. Ansonsten können wir überall mit ihm hingehen und er hat dort keine Angst. Er ist in fremder Umgebung, in fremden Häusern und in der Gegenwart anderer Menschen vollkommen entspannt. Er blickt beim einkaufen wildfremden Menschen ins Gesicht und lächelt sie an oder winkt sogar. Kleine Räume oder Kinderfahrzeuge sind natürlich auch schon lange kein Problem mehr. Von irgendwelchen Ängsten ist inzwischen überhaupt gar nichts mehr zu spüren!


Montag, 9. März 2020

Medical Medium Heilungs-Update nach 1/2 Jahr + Zusammenfassung (Autismus, Kinderleber, Zwangsstörungen, Angststörungen, Entwicklungsverzögerung)



Was hat David gegessen?


Äpfel, viele Birnen, Datteln, Kultur-Heidelbeeren, Granatapfel, Wassermelone, Kartoffeln, glutenfreies Brot, Kichererbsennudeln, Kichererbsenchips, Linsenflips, Reis, HMDS und Muttermilch

 

Wie ist es uns ergangen?

ICH habe diesen Monat meinen Selleriesaftkonsum erhöht! Ich dachte immer Selleriesaft würde seine Wirkung nur entfalten, wenn man ihn morgens nüchtern trinkt, was David zum jetzigen Zeitpunkt niemals tun würde. Er hat Selleriesaft schon 2 x probiert, aber es schmeckte ihm nicht.
Aber er wird ja gestillt. Ich habe mir das letzte 1/2 Jahr wirklich sehr viele Gedanken und Sorgen gemacht, ob das wirklich noch so gut ist. Ob das Fett in der Milch nicht zu viel ist und ob ich ihm nicht ständig weiter Pathogene übertrage. Aber jetzt sehe ich es als großes Glück und bin so unfassbar froh, dass ich mich für das Langzeitstillen entschieden habe, weil David durch diese Weise auch Selleriesaft bekommt, obwohl er ihn nicht selbst trinkt. Anthony William sagt, dass die Muttermilch low fat Glucosewasser ist. "Außerdem versorgen die Natrium-Clustersalze des Selleriesafts das Gehirn des sich entwickelnden Kindes mit Neurotransmitter-Bausteinen.... In der Stillzeit ist es sehr gut für die Ernährung des Kindes, wenn die Mutter Selleriesaft trinkt. Und keine Sorge, die entgiftende Wirkung des Selleriesafts führt nicht dazu, dass die Muttermilch voller Toxine ist. Es ist ganz im Gegenteil eher so, dass die Muttermilch im Normalfall von Anfang an belastet ist, weil die meisten Menschen eine träge, gestaute, überlastete Leber haben, die schon viele Jahre dem schädlichen Einfluss giftiger Substanzen ausgesetzt war .... Wenn sich solche Stoffe in der Leber ansammeln, gelangen sie meist auch in die Milch. Trinkt die Mutter jedoch Selleriesaft, sind seine wertvollen und heilenden Bestandteile ebenfalls dort anzutreffen, sodass sie Giftstoffe entschärfen und neutralisieren können und sogar ihren teilweisen Abtransport aus der Muttermilch in die Wege leiten. Während der Selleriesaft die Erzeugung sauberer Muttermilch fördert, unterstützt er mit seinen Natrium-Clustersalzen wie gesagt zugleich die Entwicklung des kindlichen Gehirns und bringt neben wertvollen Vitaminen und Spurenmineralstoffen allerlei andere Nährstoffe mit, die das Baby gesund erhalten." (Selleriesaft - Der ultimative Superfood-Drink für deine Gesundheit)

In einem Intervieuw hörte ich dann, dass Anthony William selbst fast 2 L Selleriesaft am Tag trinkt!!!! Und das öffnete mir die Augen, dass ich auch viel mehr Selleriesaft trinken muss, damit David möglichst viel davon für sein Gehirn abbekommt. Also habe ich diesen Monat auf 1 Liter täglich erhöht!

Anthony William schreibt: "Elektrolyte lassen die Elektrizität besser fließen, sodass Informationen schnell von Zelle zu Zelle gelangen und sich im ganzen Körper ausbreiten. Zellen brauchen Elektrolyte für die Sauerstoffaufnahme sowie für die Ausscheidung von Giftstoffen. Sie sind an jeder Körperfunktion beteiligt, weil sie die Kommunikation von Zelle zu Zelle ermöglichen. Sie erlauben Ihnen beispielsweise zu denken: Ich muss jetzt auf die Toilette - und sich dann auch tatsächlich dorthin zu begeben... Selleriesaft enthält vollständige, lebendige Elektrolyte: die Natrium-Clustersalze.... Die Neurotransmitter des Gehirns bestehen aus Elektrolyten. Neurotransmitter können austrocknen und praktisch funktionslos werden, und dann braucht es die im Selleriesaft enthaltenen vollständigen Elektrolyte, um sie wieder lebendig und funktionstüchtig zu machen..... Kein anderes Nahrungsmittel, Kraut oder Getränk stellt sämtliche aktivierten Elektrolyte für die Bildung vollständiger Neurotransmitter-Moleküle bereit wie der Selleriesaft. Seine vollständigen Elektrolyte verleihen den Neurotransmittern die Kraft, das Gehirn neu zu beleben. Wenn Elektrolyte aus dem Selleriesaft zu einem Neuron gelangen und integriert werden, kommt es zu einem elektrischen Impuls, der so wirkt, als würde das Licht eingeschaltet, was für uns von unermesslichem Vorteil ist. Elektrolyte dieser Art werden außerdem zu vollständigen Neurotransmitter-Bausteinen, was letzten Endes die Wiederherstellung unserer Neurotransmitter und damit unserer optimalen Funktionsfähigkeit bedeutet." (Selleriesaft - Der ultimative Superfood-Drink für deine Gesundheit)
Genau so kam es mir (ganz besonders in der Vergangenheit, vor der Ernährung nach AW) immer bei David vor. Dass er ein Problem bei der Umsetzung seiner Gedanken hat. Er denkt z.B. "Ich möchte das essen", hat dann aber eine Art Blockade es auch wirklich zu tun (manchmal frage ich mich, ob es nicht auch eine seiner Zwangsstörungen sein könnte). Jedenfalls hatte ich diesen Monat das Gefühl, dass das Licht in Davids Gehirn wieder angeknipst wurde, genau so wie es beschrieben steht. Und zwar richtig schubartig. Einmal am Anfang und einmal am Ende des Monats. Außerdem ist es nun mit seiner Reizbarkeit, geringen Frustrationstoleranz und den Ausflippern nicht mehr so schlimm wie noch vor 2 Monaten.

Davids HMDS hat sich auch wieder verändert. Zuerst habe ich bemerkt, dass ich die Wildheidelbeeren doch nicht mehr entsaften muss. Da stand ich mir in der Vergangenheit wohl selber im Weg. Als ich es damals mit den ganzen Wildheidelbeeren probierte, wurde der HMDS sehr grob und stückig. Aber nachdem ich es nun wieder probiert habe, war alles gar kein Problem. Man muss einfach nur etwas länger mixen und die Heidelbeeren müssen vollständig aufgetaut sein. Aber ich musste mir um die Menge dann ohnehin erstmal gar keine Gedanken mehr machen. Unser Erfolgsgeheimnis war, dass wir uns Davids Liebe zu bestimmten Abfolgen zunutze gemacht haben. David liebt es mit dem Ball zu spielen. Er möchte immer mit uns gemeinsam spielen und findet dabei absolut kein Ende. Wir haben dann bemerkt, dass wir ihn dazu bekommen etwas mehr Wasser zu trinken, wenn wir das trinken in die Abfolge des Ballspieles miteinbinden. Also dachten wir, dass wir das mit dem HMDS genau so machen könnten. Er bekam also nach jeder Abfolge von Ballwürfen einen Löffel HMDS in den Mund, bevor die Abfolge wieder von vorne losging. Das fand er zwar anfangs nicht so witzig, es war natürlich eine Umstellung. Aber bereits am 3. Tag kam er mir mit weit aufgerissenem Mund entgegen und nahm gerne 1 TL voll von seinem HMDS. Es gehörte nun einfach zur Reihenfolge dazu. Die Tagesportion haben wir daraufhin erhöht, da er einfach soooo gerne Ball spielt. Und zwar zur Version HMDS+ in die zusätzlich zu 1/2 Portion normalen HMDS (also 100 g Wildheidelbeeren, Banane usw) sogar noch 20 g Blattgrün (Spinat oder Feldsalat) und Pitayapulver hineinkam!!!! Aber wie so oft mit David.... nach ein paar Tagen hatte er wieder genug davon und er wollte nicht mehr 😕 Die erhöhten HMDS-Zutaten behielten wir aber dennoch den ganzen Monat bei, nur die vielen Wildheidelbeeren habe ich reduziert, da es sonst doch wieder eine zu große Portion wurde, um es ihm wirklich regelmäßig geben zu können. Die tägliche Portion sieht also nun so aus:
  • 50 g Wildheidelbeeren
  • 1 geh. TL Wildheidelbeerpulver
  • 20 g Koriander
  • 1 geh. TL Dulseflocken
  • 1/2 TL Gerstengrassaftpulver
  • 2 Kapseln Spirulina
  • NEMs (Lemon-Balm, Zinksulfat, naszierendes Jod, Magnesiumglycinat)
  • 1 Dattel 
  • ein Schuss Wasser

Veränderungen während 1/2 Jahr Medical Medium Protokoll

Wahnsinn wie schnell doch die Zeit vergeht! Seit einem 1/2 Jahr sind wir jetzt schon dabei! Und heute haben wir ein ganz anderes Kind! Vor 1/2 Jahr noch war David sehr schwer von Begriff. Er hatte sozusagen eine extrem lange Leitung. Er hat sehr langsam gelernt und konnte vieles nicht. Er bekam z.B. ein Schiebetier zum 1. Geburtstag, das er aber erst im Alter von 22 Monaten durch 1 Woche Übung korrekt benutzen konnte! Früher hat er hauptsächlich immer nur irgendetwas herumgeworfen oder er hat alle Dinge in eine Reihe oder aufeinander gelegt (die autistischen Stereotypien). Ihm etwas "beizubringen", also zu zeigen wie etwas geht, war nahezu unmöglich. Er hat es nicht nachgemacht! Ich erinnere z.B. daran, dass wir 1 Jahr lang versucht hatten, ihn alleine aus einem Glas oder Flasche trinken zu lassen. Aber er konnte es einfach nicht (das habe ich im 1-Monats-Update beschrieben)! Es war so, als wenn er sich nicht trauen würde, das Glas alleine anzufassen, als hätte er eine Blockade im Kopf. Oder die Lege-Raupe, die er 8 Monate lang nicht in der Lage war zusammen zu setzen. David hat von seinem 1. Geburtstag bis zu seinem 2. Geburtstag weniger als 10 neue Fähigkeiten dazu gewonnen. Das ist jetzt aber alles anders und das ist für uns die deutlichste Veränderung. Davids Gehirn läuft jetzt endlich 👏👏👏 Er kann jetzt nicht nur seine Legeraupe zusammen setzen, sondern auch all seine anderen Spielsachen und macht nun Puzzles für 4 Jährige! David ahmt inzwischen fast alles nach. Und deshalb hilft er uns ganz fleißig bei alltäglichen Arbeiten! Und wenn ich mir nun die Liste seiner in den letzten 6 Monate dazugewonnenen Fähigkeiten anschaue, explodiert sie förmlich!
Das Zweitauffälligste ist sein besserer Umgang mit anderen Menschen bzw in sozialen Gruppen.
Früher hatte David Angst vor anderen Menschen, einschließlich Oma und Opa. Das schlimmste war, wenn Andere direkt auf ihn zugegangen sind. Das hat er mit schreien und wegdrehen vollkommen abgelehnt. Er wollte nicht angesprochen werden, reagierte nicht, ignorierte sie. Er wollte auch keine körperliche Nähe zu anderen Kindern z.B. neben ihnen sitzen (das war schon als Baby so). Falls ein Kind zu Nahe kam, versuchte er manchmal ihn wegzuschieben oder er ist selbst geflüchtet. Er beobachtete andere Kinder, machte ihnen aber nichts nach, machte nicht mit, blieb alleine und spielte nur mit mir. Als wir vor nicht ganz 1/2 Jahr in der Waldspielgruppe gestartet sind, hatte David dort große Probleme. Es war wirklich sehr schwierig und auch für mich eine emotionale Belastung. Aber inzwischen hat sich das alles verändert. David geht jetzt gerne und freiwillig zu Oma und Opa nach Hause und bleibt dort sogar alleine! Er geht auf andere Menschen zu, bietet ihnen immer gerne etwas zu Essen an, reagiert auf das Wort "tschüss" sofort mit winken, spielt mit den anderen, lächelt sie an und lässt auch körperliche Nähe zu. Seine Großtante ist inzwischen so verzückt von ihm, dass sie ihm mitten unterm Jahr einfach so ein neues Puzzle geschenkt hat (und vor 3 Monaten hat er sich noch vor ihr versteckt). Wenn ich ihn jetzt mit seinen Cousins und Cousinen spielen sehe, bleibt mir oft regelrecht der Mund vor staunen offen stehen. Sie spielen Ball, rennen herum, toben auf der Couch, rutschen gemeinsam oder sind auf dem Trampolin. Er macht ihnen alles nach! David lässt sich von den Älteren tragen, an der Hand führen, ausziehen, vorlesen usw. Plötzlich läuft er von sich aus den anderen hinterher und will wirklich mit ihnen sein! Er hat keinerlei Scheu mehr und geht mit ihnen überall hin... in andere Zimmer, andere Stockwerke, in den Garten usw. Und so ist er dann einfach mal eben 1 1/2 Stunden vollkommen weg von uns Eltern. Das war vor kurzem wirklich noch undenkbar!!! Auch mit den Kindern im Wald hat er nun Freude und lehnt Kontakt nicht mehr ab wie z.B. die Fingerpuppe, die die Kinder immer begrüßt und verabschiedet.
Großartig ist natürlich auch, dass wir uns schon seit 1/2 Jahr nicht mehr mit Verstopfung rumplagen müssen! Die vorangegangenen 12 Monate des Stuhleinhaltens, Zäpfchen geben usw haben wir schon fast wieder vergessen! Auch das wickeln und umziehen ist nun kein Problem mehr. Seit David auf der Welt ist, ist er ausgeflippt, wenn er etwas über den Kopf gezogen bekommen hat. Er wollte sich deshalb gar nicht erst anziehen lassen und wenn dann musste es super schnell gehen. Wehe ich habe 1 Sekunde zu lange gebraucht. Das selbe beim Auto fahren. Sobald das Auto 1 Sekunde still stand und nicht mehr gefahren ist, war David am schreien; je länger, desto schlimmer. Er schrie außerdem im Supermarkt, wenn ich 1 Sekunde still stand, um etwas auf einer Packung nach zu sehen. Oder er lief einfach alleine im Laden oder auch auf dem Parkplatz herum... ziellos irgendwo hin, einfach weg von mir. Auf rufen reagierte er natürlich auch nicht. Jeder Einkauf war nur mit Hilfe meines Mannes möglich. Das schlimmste war das warten an der Kasse. Da musste auf jeden Fall einer mit ihm rausgehen, sonst hätte er den ganzen Laden zusammengebrüllt. David schreit heute zwar noch genug am Tag (wegen den Zwangsstörungen und da ja auch die Sprache als Kommunikationsmittel fehlt), aber in diesen Situationen wenigstens nicht mehr! Er akzeptiert das warten im Auto, er ist sehr geduldig beim anziehen und hat keine Panik mehr, etwas über den Kopf zu bekommen. Das einkaufen läuft jetzt vollkommen anders ab als noch vor 3 Monaten. David hilft jetzt bei allem mit und läuft nicht mehr weg! Er wird oft von anderen Kunden oder Kassiererinnen gelobt, wie fleißig er alles macht. Letztens waren wir sogar auf einem Flohmarkt bummeln, was absolut problemlos ablief.
Besonders auffällig ist auch die grobmotorische Entwicklung. An seinem 2. Geburtstag konnte David noch keine Treppen alleine runter gehen, keine Leiter zu einer Rutsche hochsteigen, er ist noch niemals gerannt und den Montessori-Lerntower wollte er nicht benutzen. Inzwischen ist er körperlich aber recht wendig und aktiv und sogar den Verwandten ist aufgefallen, dass er schon ganz schön schnell rennen kann.

Insgesamt ist er auf dem besten Weg ein ganz normaler Junge zu werden!


Zusammenfassung 

All dies hat sich im letzten 1/2 Jahr entwickelt und war vorher noch nicht möglich:

 

emotionale Entwicklung:

  • freut sich, wenn er etwas geschafft hat
  • freut sich auf etwas, von dem er weiß, dass es gleich passieren wird
  • kann schön streicheln und Küsschen geben
  • schüttelt den Kopf, wenn er etwas nicht möchte; protestiert gegen Aufforderungen

soziale Entwicklung:

  • imitiert Gesten / ahmt Verhalten nach
  • hilft bei alltäglichen Dingen wie Tisch decken, entsaften, Kartoffeln stampfen, Früchte ausstechen, Gemüse durch den Zerkleinerer drücken, Wäsche waschen, einkaufen, aufräumen, Müll sortieren, kehren oder Pakete für die Post packen und Adressaufkleber drauf kleben
  • zieht seine Mütze aus; kann ein Oberteil über den Kopf ziehen (ausziehen), eine Hose hochziehen, sich einen Jackenärmel abstreifen und beim restlichen umziehen mithelfen; er holt sich selbst Kleidung oder neue Windel aus dem Schrank und räumt seinen Schlafsack auf; die Windel schmeißt er selbst in den Müll; er öffnet den Deckel seines Toiletten-Töpfchens, setzt sich drauf und schließt den Deckel dann wieder (die Hose will er dafür allerdings noch nicht ausziehen 😉)
  • lächelt andere (fremde) Menschen an (das hat er nichtmal als Baby getan); erwidert jedes lächeln, erwidert winken
  • lässt Nähe und Körperkontakt zu anderen Menschen und Kindern zu
  • spielt auch mit anderen Menschen und Kindern
  • bleibt alleine bei Oma und Opa
  • kann auf andere Leute zugehen und sie zu etwas auffordern (durch Gesten) oder bietet ihnen etwas zu Essen an
  • versteht dass man an den Wegrand gehen muss, wenn ein Auto kommt 

sprachliche Entwicklung:

  • kann korrekt auf Dinge zeigen, die ich benenne; findet Dinge auf einem Bild
  • versteht und befolgt eine Vielzahl von Alltagssätzen / Aufforderungen
  • winkt von sich aus in Verabschiedungsszenen (sogar wenn ich am Telefon "auf Wiederhören" sage)
  • versteht "nein" 

grobmotorische Entwicklung

  • rennen
  • klettern (Leiter, Pikler-Dreieck, kleiner Schrank, alleine den Montessori-Tower rauf und runter klettern, um an der Küchen-Arbeitsplatte zu helfen)
  • rückwärts laufen + seitlich laufen
  • krabbeln (als Baby konnte er nicht krabbeln!)
  • kniend vorwärts und rückwärts schieben
  • Treppen alleine im Nachstellschritt runtergehen
  • Puky wutsch und Bobby-Car fahren
  • Einkaufswagen alleine rückwärts aus der Reihe rausholen, lenken, schieben und wieder "einparken"
  • unter etwas hindurchkriechen / hineinkriechen z.B. etwas unter dem Tisch hervorholen
  • alleine auf einem Baumstamm balancieren und am Ende runter springen
  • vom Fensterbrett auf das Sofa springen
  • Ball fangen 
  • mit kleinem Fußball dribbeln (im laufen, nicht rennen)

feinmotorische Entwicklung:

  • alleine aus Glas / Glasflasche / Saugflasche trinken
  • etwas mit einer Gabel aufpieksen und essen (er konnte bereits mit der Gabel alleine essen, hat es zwischenzeitlich aber für 1 Jahr verlernt und nun kam die Fähigkeit wieder zurück)
  • "Fische angeln" (Spiel)
  • Legosteine aufeinander bauen und wieder auseinander nehmen 
  • Zugschienen aufbauen 
  • mit Buntstiften kritzeln (vorher hat er sie immer nur in eine Reihe gelegt) 
  • Schraubklötze auf- und zuschrauben
  • Schachteln aufmachen und Deckel wieder aufsetzen 
  • Klettverschluss öffnen und schließen; Reißverschluss auf und zuziehen

gesundheitliche Entwicklung:

  • keine chronische Verstopfung mehr 
  • schönere seidig glänzende Haare, die nicht mehr in Dreadlocks 90 ° vom Kopf abstehen

Verhalten:  

  • fröhlicher
  • lacht viel mehr
  • lebendiger / aktiver
  • aufmerksamer
  • neugieriger
  • kann sich auch mal zufrieden selbst beschäftigen
  • quengelt oder schreit nicht mehr beim Auto fahren, im Supermarkt oder beim wicklen und umziehen
  • seine Finger darf ich nun anfassen und mal schnell einen abgebrochenen Fingernagel abreißen
  • die Haare darf ich meistens mit einer Entwirrbürste (ohne ziepen) kämmen (oder er versucht sogar sich selbst zu kämmen)
  • die Angststörungen sind so gut wie verschwunden bzw auf ein für das Alter normales Maß geschrumpft, sodass wir jetzt auch erstmals solche Angebote wie Logopädie in Anspruch nehmen könnten. Wir stehen derzeit allerdings noch auf der Warteliste.

kognitive Entwicklung

  • versteht Dinge wesentlich schneller als früher
  • puzzlen (bis zu 38 Teile)
  • Formen, Größen und Farben korrekt zuordnen / sortieren / einsortieren z.B. Stapelbecher, Matroschka, Formensortierbox usw.
  • Autos fahren lassen (und nicht nur stereotyp nebeneinander aufstellen)

Letztens hatte ich eine merkwürdige Begegnung in einem Geschäft. David ist an den Regalen vorbei gelaufen und hat seinen Einkaufswagen geschoben. Da kamen wir an einem Jungen und seiner Mutter vorbei. Als David gerade vorbei laufen wollte, drehte der Junge sich plötzlich um, legte etwas in Davids Einkaufswagen und schnappte sich die Lenkstange. So stand er da vor dem Wagen und bewegte sich keinen Millimeter mehr. Er stand mit dem Rücken zu mir und ich konnte ihn gar nicht sehen. Seine Mutter hat das Teil wieder aus dem Wagen herausgenommen und wollte ihren Sohn dazu bewegen den Wagen wieder loszulassen. Aber er lies nicht los! Stattdessen fing er an zu kreischen. Und zwar in exakt derselben Art zu kreischen wie David immer kreischt, wenn ihm etwas nicht passt. Mehrere kurz aufeinander folgende schrille Kreischtöne! In dieser Sekunde wusste ich sofort: Dieses Kind ist autistisch! Ich habe noch nie jemals live ein anderes autistisches Kind gesehen. Dieses ganze sture, eigensinnige, aber ausdauernde Verhalten... Der Junge konnte auch nicht sprechen. Für mich war es vollkommen eindeutig. Es war so als würde ich David vor mir sehen, nur 2 Köpfe größer und mit dunklen Haaren. Ich war vollkommen perplex und versteinert. Die Worte lagen mir auf der Zunge, ich wollte der Mutter eigentlich etwas sagen, aber ich konnte mich plötzlich nicht mehr bewegen, so schockiert war ich. Und eigentlich wollte ich auch die passenden Worte finden, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Die Mutter zerrte mit aller Gewalt an dem kreischenden Kind, der den Wagen nicht loslassen wollte. Als sie es geschafft hat, schleifte sie ihn sofort weg in einen anderen Gang, ohne mich weiter zu beachten. Da standen wir dann beide ganz verdutzt. Hinter uns kam der Papa, der das alles auch mitbekommen hatte und es reichte nur ein Blick in meine Augen und er wusste sofort was los war. Mir stiegen Tränen in die Augen, weil mir die beiden so Leid taten, aber mein Mann hat mich davon abgehalten ihr hinterher zu laufen und sie ist mir dann auch nicht mehr begegnet. Ich hatte sogar zufälligerweise "Mediale Medizin" im Auto liegen gehabt und hätte es ihr nur geben müssen... Für mich ist das alles so schwierig. Bei uns möchten nichtmal Verwandte, die seit Jahren krank sind und Schmerzen haben ihre Ernährung ändern, um wieder gesund zu werden. Uns glaubt niemand, dass man nur durch die richtige Ernährung Krankheiten heilen kann. Sie halten uns für Hypochonder. Das macht mich natürlich nicht gerade selbstbewusst. Ich hoffe, dass ich in Zukunft besser auf so etwas reagieren kann. Vielleicht sehe ich sie mal wieder. In der Zwischenzeit informiere ich hier auf meinem Blog andere darüber, dass AUTISMUS HEILBAR IST! Wir beendeten unseren Einkauf damit, dass David friedlich den Einkaufswagen zur Kasse gefahren hat, alle Einkäufe herausholte und anschließend alleine den Wagen wieder an seinen Abstellort zurückbrachte, "einparkte" und lächelnd wieder zu uns zurück kam. Niemand in dem Laden hätte an diesem Tag erkannt, dass David auch autistisch ist. Das war vor 1/2 Jahr aber ja auch noch ganz anders. Und ich bin Anthony William so unsagbar dankbar dafür, dass er so mutig all diese Informationen verbreitet und dafür viel Leid erträgt, sodass es bei uns nicht so enden muss. Wenn David 2 Köpfe größer ist, wird er dank der richtigen Ernährung sprechen können und nicht mehr kreischen.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Medical Medium Heilungs-Update nach 4 Monaten (Autismus, Babyleber, PANDAS, Angststörung, Zwangsstörung)


Was hat David gegessen?

Äpfel, Bananen, Birnen, viele Datteln, getrocknete Mango, Kultur-Heidelbeeren, Kartoffeln, Linseneintopf, HMDS, Kichererbsenchips, Kichererbsennudeln, glutenfreier Haferpfannkuchen mit Honig, Reis, Brotaufstrich aus Sonnenblumenkernen (ohne Brot), Muttermilch

 

Wie ist es uns ergangen?

David bekommt weiterhin seinen komprimierten HMDS. Das läuft meistens sehr gut. Es gibt aber auch schlechte Tage, an denen ich nichts oder fast nichts in ihn hineinbekomme. Aber meistens bekommt er 1 Portion am Tag. Wenn es gut läuft sogar 2 Portionen. An seltenen Tagen isst er auch von meinem HMDS noch etwas mit. An der Rezeptur habe ich nicht mehr großartig viel geändert. Nachdem es inzwischen meist vollkommen problemlos läuft, habe ich aufgehört penibel darauf zu achten die Portionsgröße so klein wie nur irgendwie möglich zu halten. Ich verwende nun also nicht mehr nur den Wildheidelbeersaft, sondern auch den Trester. Ich muss die Wildheidelbeeren weiterhin erstmal entsaften, da ich die Flüssigkeit brauche, um den Koriander und die Dattel zu Mus zu mixen. Es wird sonst alles zu grob. Wenn man nur so mini Portionen mixt (nichtmal 50 ml), ist es nicht so einfach wie eine große Portion mit Bananen + Wasser usw. 1 Portion HMDS mache ich also aktuell so: Saft von 50 g Wildheidelbeeren + 10 g klein geschnittenen Koriander + 1 klein geschnittene Dattel mixen. Anschließend gebe ich den Wildheidelbeertrester, 1 TL Dulseflocken, 1/4 TL Gerstengrassaftpulver und 1 Kapsel Spirulina hinzu und rühre es unter. Dann gebe ich noch die Supplemente dazu z.B. Lemon Balm, Ester C und naszierendes Jod.
Weihnachten  letztes Jahr war eine absolute Katastrophe! Als abends Oma und Opa zu Besuch kamen, ist David plötzlich vollkommen durchgedreht und hat die ganze Zeit geschrien. Denn er hat mit 12 Monaten angefangen zu fremdeln und das wurde von Monat zu Monat immer schlimmer und extremer, sodass wir eigentlich nirgends mehr hingehen konnten. Im September war es mit Oma und Opa eigentlich noch kein großes Problem, auch im Oktober war er speziell bei ihnen noch ruhig. Aber im November ging es los. Solange er bei mir auf dem Arm war, ging es aber noch. Aber dann an Weihnachten.... Ich wusste damals gar nicht wie mir geschieht.... Weil Oma und Opa bei uns waren, ging absolut gar nichts mehr! Ich hatte extra Davids Lieblingszutaten beim kochen verwendet, aber er aß keinen einzigen Bissen. Denn er blieb ja nichtmal 1 Sekunde ruhig am Esstisch, weil Oma und Opa dort saßen. Der Papa musste mit ihm im Wohnzimmer bleiben und ich aß mit meinen Eltern alleine! Für ihre Geschenke interessierte er sich natürlich auch nicht! Er war furchtbar unruhig, immer wieder am aufschreien. Jegliche Versuche ihn zu beruhigen brachten gar nichts. Letztendlich blieb der Papa bei Oma und Opa im Wohnzimmer beim Tannenbaum und ich lief mit David in der Trage im Flur auf und ab, um ihn zu beruhigen. Dabei schlief er dann ein, was für uns alle tatsächlich eine Erlösung war. Ich konnte ihn ins Bett legen (obwohl er sonst nie so früh schläft) und dann den restlichen Abend noch mit meinen Eltern verbringen, die natürlich furchtbar enttäuscht waren. Ich war auch enttäuscht... so hatten wir alle uns Weihnachten mit einem Kleinkind nicht vorgestellt! Bescherung gab es dann erst am nächsten Tag, als wir wieder alleine waren. David interessierte sich auch wenig für den Christbaum. Er sah sich mal die unteren Christbaumkugeln an, als er wegen den Geschenken davor saß, aber das war auch alles. Als wir dann bei der Großfamilie meines Mannes waren, war es besser. Warum auch immer?! Aber gut war es natürlich auch nicht. Er quengelte auch dort ab einer gewissen Zeit und fiel durch schlechte Laune auf. Sobald wir wieder alleine waren, war er aber wieder vollkommen unkompliziert. Dezember letztes Jahr war überhaupt der Monat, in dem langsam alles den Bach runter ging. David hörte auf selber zu essen. Er konnte bis dahin mit Gabel oder Löffel alleine essen - aber es hat im Dezember plötzlich aufgehört und er aß nicht mehr. Man konnte ihn nur noch füttern. Außerdem sprach er plötzlich "chinesisch", was alle schwer verwundert hat. Er hatte auch mal wieder eine sehr schlechte Schlaf-Phase mit nächtlichem schreien und schlief oft erst zwischen 2 - 5 Uhr nachts ein. Seit 4 Monaten plagte er sich mit einer starken Verstopfung herum, bis dann gar nichts mehr raus kam. Kurze Zeit später begann die Stereotypie mit dem aneinander reihen (akurat nebeneinander legen). Und 3 Monate später wurde aus dem extremen fremdeln eine katastrophale Angststörung inkl Klaustrophobie.
===> Dieses Jahr im Dezember ging es dagegen bergauf. David hat z.B. wieder angefangen etwas mit der Gabel zu essen!!! Meistens nimmt er noch die Finger, da es für ihn weniger anstrengend ist. Aber immerhin versucht er es wieder und es klappt auch! Er KANN mit der Gabel essen (wenn er möchte). Zu seinen schlimmsten Zeiten in 2019 aß er noch nicht einmal mit den Fingern, sondern konnte nur noch gefüttert werden wie ein Baby. Zu den allerschlimmsten Zeiten wollte er wochenlang gar kein Essen anrühren, er konnte nur gestillt werden. Bezüglich der Sprache ist er aktuell verstummt. Also er spricht gar nichts. Auch nicht chinesich oder klingonisch... Aber er versteht immer noch mehr davon, was wir mit ihm sprechen und dadurch läuft unsere Kommunikation insgesamt besser. Das schlafen ist inzwischen fast vollkommen problemlos (bis auf letzten Monat als er Fieber hatte). Er hat sogar zum 1. Mal in seinem Leben 8 Stunden durchgeschlafen! Die chronische Verstopfung ist ja bereits seit dem 1. Monat mit dem HMDS passé - 1 Sorge weniger 😀 Das aneinander reihen wird weniger. Also es ist nicht mehr so extrem wie es schon einmal war. Zu den schlimmsten Zeiten 2019 konnte man ihm eigentlich geben, was immer man wollte. Er spielte nicht, sondern legte ALLES in eine Reihe. Egal ob die Dinge zusammen passten oder nicht, ob sie groß oder klein waren. Aber jetzt wird er langsam ein wenig flexibler in seinen Spielen und probiert auch mal Neues aus, obwohl er natürlich weiterhin vieles zwanghaft oder im selben Stil macht bzw endlose Wiederholungen von allem braucht. Wie ich von Anthony erfahren habe, kann es jahrelang dauern, bis man zwanghafte Gewohnheiten ablegen kann. "...these OCD behaviors can continue for years after the electrical impulse has found a new pathway ...." (Anthony William)

Weihnachten war dieses Jahr wirklich erfreulich. Als wir den Tannenbaum aufstellten, zeigte David immer wieder darauf. Er kletterte sogar die Leiter hoch (vor 3 Monaten konnte er noch nichteinmal die Rutschenleiter auf dem Spielplatz hochklettern). Dann reichte er mir jede einzelne Christbaumkugel aus der Schachtel, damit ich sie an den Baum hängen kann. Als Oma und Opa abends zu Besuch kamen, blieb David zum 1. Mal seit über 1 Jahr ruhig! Er war eigentlich ganz normal, so wie immer, als wenn gar niemand zu Besuch wäre! Er saß auf der Couch im Wohnzimmer, auf der auch sein Opa saß und wir waren in der Küche beim kochen... aber er blieb ruhig. Er hat kein einziges Mal geschrien. Er spielte sogar mit Oma gemeinsam Puzzle! Und an Neujahr hat er mit Opa gemeinsam mit dem Zug gespielt (das war 1 Monat vorher noch undenkbar!!!). Und am 3 Königstag hat er nicht nur mit seiner Großtante gespielt, sondern sogar mit ihr geschmust (noch 2 Wochen vorher durfte sie ihm bloß nicht zu Nahe kommen, da hat er sich gleich bei mir versteckt!) ! Es war einfach unglaublich! Immer wieder ging er von sich aus auf sie zu und suchte ihre Nähe. Zu Besuch bei der Großfamilie freute er sich über seine anwesenden Cousins und lief mit ihnen herum. Er lief auch händchenhaltend mit seinem 9 Monate älteren Cousin durch die Wohnung 💜 Aber einen Rückschritt zu letztem Jahr + letzten Monat gab es dennoch: die extreme Geräuschempfindlichkeit, die vom einen auf den anderen Tag wieder ganz krass zurück gekommen ist. Und so hat er sich beim Weihnachtslieder singen am Boden gekrümmt und geschrien, dass wir rausgehen mussten. Eigentlich liebt David Musik. Es war niemals ein Problem, aber vor 4 Monaten ging es plötzlich los. Er konnte "singen" nicht mehr ertragen. Wobei er da auch Unterschiede macht. Er kann super fröhlich zur Musik von Helene Fischer tanzen, aber bei Laiengesang ohne Stimmvolumen und ohne Stütze rastet er aus. Natürlich konnte er auch das Geräusch unseres Mixers nicht mehr ertragen und schrie verzweifelt, obwohl er sich in einem anderen Raum befand und alle Türen geschlossen waren.

Rückschritte sind jedes Mal besonders hart. Seine schlechte Laune bzw seine nicht vorhandene Frustrationstoleranz war kaum zu ertragen. Und diese schlechte Laune zeigt sich dann in allem. Auch beim anziehen oder Auto fahren usw. So toll dieser Dezember auch war, mit all seinen vielen unglaublichen Fortschritten, so hart war er auf der anderen Seite aber auch! Wegen dem vielen schreien und kreischen und all den Launen stand ich mehrfach am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Dabei bin ich das ja eigentlich gewöhnt.... Aber ich konnte einfach nicht mehr oder ich wollte einfach nicht mehr und habe mir so oft die Ohren zuhalten müssen und hätte jede Sekunde in Tränen ausbrechen können. Aber nicht nur meine Ohren konnten es nicht mehr hören. Die Menschen um uns herum bekommen das Gekreische und Geschrei ja auch immer mit. Sie können das nicht verstehen. Sie fragen dann warum das Kind schon wieder schlechte Laune hat oder warum um Gottes Willen er denn so schreit. Sie denken immer, ihm sei ein Unfall passiert. So schlimm klingt das Geschrei für die banalsten und harmlosesten Dinge. Er schreit zum Beispiel wie am Spieß, nur weil die Batterie von seinem Zug leer ist und es kurz 1 Minute dauert bis eine neue Batterie eingesetzt ist. Es ist oft einfach so schlimm, dass man wirklich alles tut, um das Kind irgendwie bei Laune zu halten. Damit hat er uns natürlich in der Hand! Und dann darf man sich wieder anhören, wie sehr man sein Kind verhätschelt und man sich ja nicht wundern braucht, wenn er sich so egoistisch verhält. Diese Menschen haben einfach keine Ahnung. Sie wissen nicht, dass ich mich mit den Lehren von Prof. Hüther, Maria Montessori und Emmi Pikler befasse, seit David noch in meinem Bauch war und alles umsetze, so gut es auch nur irgendwie geht. Niemals würde ich meinem Kind Hilfe aufzwingen, die er gar nicht braucht. Aber wenn man nur 1 x einen Schreianfall von 1 Stunde mitbekommen hat, weil man die Hilfe bei einem Puzzle verweigert hat, dann weiß man auch, dass man so etwas nicht den ganzen Tag aushalten kann. Schon gar nicht tagelang, wochenlang, monatelang.... Es ist zerstörend! Nicht nur für meine Nebennieren. Auch bei David verschlimmert es alles noch weiter. Denn wie wir wissen, hat David viele alte Schwermetalle im Gehirn (Autismus, Angststörungen, Zwangsstörungen). Anthony William sagt, dass das Gehirn sich erhitzt, wenn man voller Wut oder anderer negativer Emotionen ist. Und Hitze bringt Schwermetalle zum schmelzen. Flüssige Schwermetalle können dann zerfliesen und das umliegende Gehirngewebe schädigen. Das gleichzeitig ausgeschüttete Adrenalin gießt noch Öl ins Feuer. David möchte mich mit seinem Verhalten ja nicht ärgern, er kann nicht anders! In seinem Gehirn läuft etwas schief und seine Leber ist ebenso überlastet! An dieser Stelle hilft einfach nur Mitgefühl. Um damit besser umgehen zu können, habe ich mir mehrmals die wundervolle (übersetzte) Radioshow von Anthony William zum Thema "compassion" angehört. Ich dachte mein Leben lang, dass ich sehr mitfühlend bin. Allerdings verstehe ich darunter tatsächlich eher Mitleid oder Anteilnahme. Ich kann mich zutiefst in die Lage anderer Lebewesen hineinversetzen und leide dann mit. Ich dachte immer, das sei bereits Mitgefühl. Aus diesem Grunde finde ich für mich persönlich die bessere Übersetzung für das Wort "compassion", von der Anthony William spricht, ist BARMHERZIGKEIT. Barmherzigkeit ist mehr als nur ein Gefühl. Es ist eine unverdiente, nicht an Bedingungen geknüpfte, großherzige verständnisvolle Zuwendung. Und deshalb kann man (sollte man) mit jedem Lebewesen barmherzig sein. Nicht nur mit Freunden, sondern auch mit seinen Feinden. Denn Barmherzigkeit ist nicht an Empathie gebunden. Aus diesem Grunde ist "Barmherzigkeit das Erschaffen von Frieden" (Anthony William - Spirit). Er sagt außerdem, dass Familienmitglieder von Kranken ihren Frieden verlieren können.... Ja, mein Frieden und meine Empathie enden tatsächlich dann, wenn das Kind mich tritt und an mir herumreißt, grundlos schreit und es keine Aussicht auf Einsicht gibt, da jeder Erklärungsversuch nicht verstanden wird und es sowieso in einem Totalausraster endet. "Es gibt keinen Frieden ohne Barmherzigkeit" (AW) Ich muss also immer barmherzig sein. Barmherzig mit dem Kind, barmherzig mit mir selbst und barmherzig mit denen, die so herzlos sind zu sagen, dass man das Kind doch einfach schreien lassen soll. Denn "Barmherzigkeit von anderen kann einem Menschen ohne Barmherzigkeit Frieden geben" und "hilft ihm zu heilen" (AW). Außerdem muss ich mir immer wieder sagen, dass alle Stürme irgendwann vorüber ziehen werden!

Was mir in den letzten Monaten sehr geholfen hat ist das aufschreiben jeglicher Fortschitte, auch wenn sie noch so klein sind und auch wenn sie noch nicht 100 % konstant sind. Leider denkt man eher über das nach, was leider noch nicht gut funktioniert, da es das Leben so sehr belastet. Deshalb lese ich mir die positiven Veränderungen oft durch, um mich daran zu erinnern, was eigentlich bereits alles erreicht wurde. Denn mir ist aufgefallen, dass man Fortschritte sehr schnell als selbstverständlich sieht. Ich staune dann, was in so kurzer Zeit doch bereits alles erreicht wurde. Das ist absolut großartig! So schlimm auch alles auf der einen Seite ist, so toll läuft es bereits auf der anderen Seite. Und dafür bin ich so dankbar! Dieses durchlesen macht einen stolz, optimistisch, positiv, freudig und neugierig auf die Zukunft. Denn man erkennt beim durchlesen, dass Heilung auf jeden Fall passiert und dass man darauf vertrauen kann! Auch wenn es lange dauert, auch wenn es immer wieder Rückschritte gibt und man viel Geduld haben muss. Anthony William sagt in seinem Post "Rising out of the ashes": "Healing isn't always a linear process, so don't be discouraged if it seems like there's some setbacks. Often it's three steps forward, two steps back, so there may be times when it can feel like we aren't making progress, but in reality we are. Healing can also happen in increments where a lot of progress could be made one month and then small amounts of progress the next month." Ich erkenne beim lesen, dass etwas als winzig kleiner Fortschritt vor 3 Monaten begonnen hat... mal lief es dann gut, mal lief es schlecht, mal lief es gar nicht... aber inzwischen hat es sich zu einer deutlichen Verbesserung ausgebaut, die jeder sehen kann! Dabei sind wir ja erst seit 4 Monaten dabei! Was wird wohl in 8 Monaten schon alles möglich sein?! Jeden Monat denke mir aufs neue, was sich wohl nächsten Monat wieder alles verändert haben wird?! Ich freue mich darauf, wie ein Kind sich auf seinen Geburtstag freut. Welches Geschenk wird es wohl bekommen?

Und dann hilft es mir natürlich ungemein, mir die Heilungserfolge von anderen Betroffenen durchzulesen (z.B. auf Instagram oder Facebook). Das gibt mir unglaublich viel Sicherheit und die Gewissheit, dass sich auch bei uns die Erfolge mit der Zeit einstellen werden (ich bin dadurch z.B. innerlich vollkommen überzeugt, dass David demnächst sprechen lernen wird, weil es andere Kinder durch die Schwermetallentgiftung auch gelernt haben). Das lässt die Verzweiflung schrumpfen und gibt innere Ruhe. Und das ist auch der Grund, warum ich das hier alles öffentlich mache. Damit andere daraus Sicherheit gewinnen können, dass Heilung möglich ist! Ihr sollt nicht daran verzweifeln zu denken, dass es unmöglich wäre und für immer und ewig so bleiben muss. Denn das ist eine Lüge!
 

Veränderungen nach 4 Monaten:

  • Verhalten: Er wirkt wacher und aufgeweckter als früher. Außerdem lacht er allgemein viel mehr! Das ist so toll! Er lacht sogar schon, wenn er nach dem Mittagsschlaf wieder ins Zimmer kommt. Das ist absolut neu für mich! Normalerweise war er immer missmutig, wenn er ins Zimmer kam. So nach dem Motto: he, warum bist du hier und nicht bei mir im Bett?! Oft ist er auch gar nicht selber aufgestanden, sondern hat im Bett gequengelt, bis ich ihn rausgeholt habe. Aber nun kommt er ins Zimmer und läuft strahlend auf mich zu!
  • Er läuft endlich wieder! Nach 4 Wochen absoluter Laufverweigerung, läuft er jetzt bis zu 2,5 km mit uns spazieren und schiebt seinen Buggy dabei selbst an!
  • feinmotorische Entwicklung: Ich habe ja schon nicht mehr dran geglaubt, aber ich konnte mit David tatsächlich für Weihnachten basteln!!! Dazu habe ich durchsichtiges Klebeband und Transparentpapier-Schnipsel verwendet. Er hat es sofort verstanden, ohne dass ich ihm es zeigen musste. Er nahm die Schnipsel und hat sie "aufgeklebt". Das war eine super Übung für die Feinmotorik!

  • kognitive Entwicklung: Die Entwicklung ging hier so rasant weiter, dass wir es kaum fassen konnten. Wir haben inzwischen einen kleinen Puzzlemeister!!! Ich weiß, dass dies kein Hinweis darauf ist, dass die Autismus-Symptome weniger werden. Denn ich habe gelesen, dass alle Autisten gerne und besonders gut puzzlen. Aber es kommt ja eben auf die sozialen Fähigkeiten an, die im Vergleich dazu sehr rückständig sind. Was nützt es, wenn man alleine daheim wie ein Weltmeister puzzlen kann, während man aber gleichzeitig nicht in der Lage ist zu sprechen!? Für uns ist es dennoch ein großer Fortschritt, da David immer Probleme mit Puzzlen hatte. Die Holz-Steckpuzzle für 12 Monate alte Babys schaffte er erst mit 18-20 Monaten und tagelanger bis wochenlanger Übung! Und die Papp-Puzzle schaffte er erstmal gar nicht, da er die Teile nicht zusammenfügte, sondern nur stereotyp nebeneinander oder übereinander legte. Bis vor 36 Tagen konnte er noch nicht einmal eine Holz Lege-Raupe aneinander setzen! Es geht dabei nicht um Farben und nicht um Passformen. Man nimmt einfach nur irgendein Teil und steckt es an das nächste. Sie passen alle zusammen, egal welches Teil man nimmt. Ich versuchte fast 8 Monate lang (!!!) ihm zu zeigen, wie man die Teile ineinander steckt. Ich führte auch seine Hände... aber es brachte nichts. Er konnte es einfach NICHT!!! Dies muss man sich also immer vor Augen halten, wenn man nun die folgende Entwicklung liest. Für uns war das wirklich so faszinierend zu sehen, wie mit täglicher Übung nach und nach eine ganze Explosion an Fortschritten eingetreten ist! Vor 35 Tagen hat er also nun verstanden, wie man die Teile einer Lege-Raupe ineinander steckt....
    Es war für ihn anfangs mit großer Anstrengung verbunden und er ärgerte sich oft dabei. 4 Tage später hat er gelernt 2-teilige Papp-Puzzles zu lösen (ein Geschenk von Oma zu seinem 2. Geburtstag, bisher unmöglich für ihn) und die Teile nicht mehr nur stereotyp aufeinander zu legen. Nach 3 Tagen konnte er alle 18 Teile dieses Puzzles (= 9 Paare) visuell auseinander halten und in Windeseile zusammenpuzzlen, in dem er zielsicher nach den zusammengehörenden Teilen griff.
    Weitere 2 Tage später übergab ich ihm eine andere Puzzle-Box, die er von seiner Großtante zum 2. Geburtstag geschenkt bekommen hat. Es war ein Mix aus 2,- 3,- und 4-teiligen Puzzles. Die 2-teiligen Puzzles schaffte er auf Anhieb. Die 3-teiligen waren dann schon sehr schwierig und das 4-teilige erstmal noch unmöglich für ihn. Aber es machte ihm solchen Spaß, dass er ständig erneut die Schachtel herausholte. Nach 2 Tagen waren alle Puzzles kein Problem mehr für ihn und er konnte die Einzelteile für 5 verschiedene Puzzles visuell auseinander halten, auch wenn sie kreuz und quer in der Schachtel lagen!
    Weitere 2 Tage später gab ich ihm eine andere Art von Puzzle. Es war ein Puzzlebuch (empfohlen ab 18 Monate) mit 3-teiligen Einlege-Puzzles.
    Anfangs war es wieder eine enorme Herausforderung für ihn. Er bekam einen Schreianfall von 1 Stunde, weil er es nicht auf Anhieb verstanden hat und ich ihm aber auch nicht die ganze Zeit über helfen wollte. Es nützt ihm ja nichts, wenn ich das Puzzle für ihn mache... Der Ausraster war wirklich sehr schlimm! Aber nur 1 Tag später war das Puzzlebuch eigentlich schon kein Problem mehr und nochmal 1 Tag später gab ich ihm wieder ein neues Puzzle. Es war ein Papp-Einlegepuzzle mit 14 Teilen. Er war sofort hellauf begeistert und ich dachte, ich traue meinen Augen nicht! In weniger als 5 Minuten mit diesem neuen Puzzle konnte er 10 von 14 Teile auf Anhieb richtig einsetzen. Und nach 10 Minuten war das Puzzle einfach nur noch pippifax für ihn. Und er liebte dieses Puzzle, er machte es immer und immer wieder und bei jedem Teil drehte er sich vor Freude im Kreis.
    Ich habe auch Davids ältere Cousins (3 Jahre - 4 Jahre - 5 Jahre alt) dabei beobachtet wie sie dieselben Puzzles machen und dabei festgestellt, dass David ihnen auf diesem Gebiet in nichts mehr nachsteht! Und das alles innerhalb von nur 17 Tagen!!! Wieder ein paar Tage später war dann Weihnachten. Er bekam die nächste Stufe an Puzzles geschenkt. Ein Mix aus 2,- 4,- 6,- und 8-teiligen Puzzles. Das 2-teilige Puzzle war natürlich ein Witz. Auch das neue 4-teilige Puzzle löste er sofort. Und dann kam das 6-teilige Puzzle.... und er machte es einfach, als wenn es das selbstverständlichste von der Welt wäre.
    Beim 8-teiligen Puzzle wurde es aber doch schwer für ihn und er kam nicht weiter. Aber 2 Tage später war auch das natürlich kein Problem mehr. Er puzzelte und puzzelte. Immer und immer wieder. Er machte das eine Puzzle, zerstörte es wieder und machte es erneut, dann das nächste usw. Irgendwann wurde es ihm langweilig und wir standen da und hatten keine Steigerung mehr. Denn die sind ja erst ab 3 Jahren empfohlen und wir hätten in der Adventszeit ja nie im Leben damit gerechnet, dass David solche rasanten Fortschritte machen würde. Die weiteren Weihnachtsgeschenke, die er bekommen hat, waren von uns eigentlich viel zu einfach gewählt worden und inzwischen kaum mehr eine Herausforderung für ihn (z.B. der "geometrische Stapler" ein Steck- und Sortierspiel für Formen und Farben oder ein 5-teiliges Holz-Steckpuzzle). Also haben wir ihm an Silvester tatsächlich schon wieder 2 neue Puzzles gekauft - mit jeweils 12 Teilen. Er freute sich sofort über die neue Herausforderung und machte es gleich auf dem Küchenboden, während ich anderweitig beschäftigt war. Und er löste tatsächlich beide 12-teiligen Puzzles. Es brauchte schon ein wenig Zeit, aber es war ohne meckern - ohne schreien - ohne Ausraster - und ohne mich um Hilfe zu bitten! Es war einfach unglaublich! Von 0 auf 12 Teile innerhalb von 26 Tagen!!!!!!! Ist das zu fassen?!?!?!
    4 Tage später bekam er wieder neue Puzzles von einem puzzlefaulen Kind, dessen Puzzles nur ungenutzt rumstehen. Ich gab David davon zuerst ein 12-teiliges Puzzle, das er problemlos in Windeseile zusammen gepuzzelt hatte. Dabei waren aber auch noch ein 15- und 18-teiliges Puzzle. Und ich denke, dass damit nun ein Punkt erreicht ist, der ihn eine Weile fordern dürfte und wir so schnell kein 24-teiliges Puzzle besorgen müssen. Er ist damit nämlich ganz schön lange beschäftigt und muss sich dabei viel in Geduld üben.
    Die Spielentwicklung beschränkte sich aber nicht nur auf das puzzlen. Ich konnte auch ein Zuordnungsspiel mit ihm spielen. Dieses Spiel hatte ich eigentlich schon vor 1/2 Jahr für ihn gemacht. Dazu habe ich seine Tierfiguren fotograffiert, die Fotos ausgedruckt und einlaminiert. Man nimmt einfach ein Foto, sucht die dazu passende Figur heraus und stellt sie darauf. Ganz einfach.... aber für David bisher vollkommen unmöglich! Er stellte alle Tiere immer nur in einer akuraten Reihe nebeneinander auf. Die Karten interessierten ihn absolut gar nicht und es war nicht möglich seine Stereotypie zu durchbrechen. Wenn ich ein Tier aus der Reihe genommen habe, um es auf eine Karte zu stellen, holte er es sofort wieder zurück. Ich versuchte das Spiel dennoch immer und immer wieder mit ihm. Und JETZT ist er tatsächlich in der Lage seine Stereotypie zu durchbrechen. Erstmal machte er mir einfach nur die Geste nach, ein Tier auf eine Karte zu stellen. Er achtete nicht darauf, was für Tiere es eigentlich waren. Aber mit ein wenig Übung, hatte er den Dreh dann doch schnell raus und nahm eine Karte, legte sie auf den Tisch, suchte selbst die dazu passende Tierfigur aus dem Korb und stellte sie auf die Karte! Kreuz und quer und nicht mehr in einer Linie!
    Sein Zug wurde auch ein neues Lieblingsspielzeug. Er wurde hier tatsächlich ein wenig "kreativ". Der Zug sollte nicht nur langweilig auf den Schienen fahren. Nein, er probierte alles mögliche damit aus! Dann lies er auch normale Spielzeugautos ohne Batterie überall entlang fahren, in dem er sie durchgehend anschob. Noch vor 4 Monaten lies David gar keine Fahrzeuge fahren! Er fand sie zwar immer interessant, aber er konnte sie nicht selber anschieben. Er konnte nicht, er wollte nicht... keine Ahnung. Eine Blockade in seinem Kopf. Wir sollten immer seine Autos anschieben. Ansonsten hat er sie höchstens in eine Reihe gestellt, wa sonst?! Vor 4 Monaten hat er dann angefangen, dass er sie selbst für ein paar Zentimeter hin und herschob, was bereits ein Fortschritt war! Und nun schiebt er sie die gesamte Sofalehnte entlang und lässt sie die Kissen hinunterfahren usw.


  • soziale Entwicklung: David ahmt nun sehr viele Gesten sofort nach. Es wird immer mehr. Das lustigste war, als wir "dinner for one" im Fernsehen angesehen haben. Er fand es sofort äußerst lustig, wenn der Buttler über den Teppich stolperte. Deshalb haben wir die Sendung aufgenommen und sie ihm nochmal gezeigt. Und so kam es, dass David an Neujahr alle Bewegungen des Buttlers nachmachte und sich dabei kringelig lachte. Er hilft nun auch bei alltäglichen Sachen. Wenn ich ihm in der Küche einen Teller reiche, dann trägt er ihn ins Esszimmer und stellt ihn auf den Tisch. Wenn ich Wollwäsche wasche, legt er jedes Kleidungsstück in die Waschschüssel. Das allerbeste ist aber das kehren. Wenn ich ihn frage: "Wollen wir kehren?" dann öffnet er die Speisekammertür, holt den großen Besen raus und bringt ihn mir. Dann geht er wieder zurück und holt seinen kleinen Kinderbesen. Und dann kehren wir gemeinsam alle Räume. Wobei er die freien Böden recht langweilig findet. Am Liebsten macht er es mir nach, wenn ich in irgendwelchen versteckten Winkeln kehren muss wie z.B. unter dem Tisch, unter dem Stuhl oder in irgendwelchen Lücken. Im Supermarkt läuft er nun auch endlich wieder selbst, nachdem er 3,5 Monate lang ausschließlich getragen werden musste. Er hatte Angst und lief dort keinen einzigen Schritt mehr, lies sich auch nicht im Wagen schieben, er musste unbedingt auf dem Arm sein, also Körperkontakt haben! Aber nun schiebt er den Einkaufswagen, nimmt die Lebensmittel (ganz zielstrebig geht er zu den Bananen, Äpfeln und Blaubeeren) und schmeißt sie in den Einkaufswagen! Zuerst machte es mir den Anschein, dass er in den Läden wieder davon laufen würde, so wie noch vor 4 Monaten. Aber das tut er nicht! Er läuft zwar im Laden auch alleine umher, weil er es immer sehr eilig hat. Aber er achtet genau auf uns und ob wir auch hinter ihm herkommen und wenn wir in einen anderen Gang abbiegen, kommt er sofort zurück. An der Kasse möchte er unbedingt beim ausräumen des Einkaufswagens helfen und reicht mir jedes einzelne Teil. Eine Frau hinter uns, die das beobachtet hat, fand dies total "nett" 😄 Sie machte mich mit dieser Aussage so glücklich. Sie hätte das selbe Kind mal vor 3 Monaten an der Kasse erleben sollen. Ich bin mir sicher, dass sie das nicht "nett" gefunden hätte. Und dann haben wir ja noch seine Sozialphobie, die langsam verschwindet - und ich hoffe so sehr, dass es hier nicht wieder zu einem Rückfall kommt!!!! Vor 1 Monat schrieb ich noch als Fortschritt, dass David andere Menschen anlächelt. Allerdings durften sie ihm nicht zu Nahe kommen, sie mussten auf jeden Fall auf Abstand bleiben. Auch zu anderen Kindern wollte er lieber Abstand haben (das war schon als Baby so) und nicht direkt neben einem anderen Kind sitzen. Aber jetzt 1 Monat später kuschelt er mit seiner Großtante und seiner Oma! Er geht von sich aus auf sie zu! Und auch andere Kinder sind kein Problem. Er sitzt neben ihnen und spielt mit ihnen Puzzle (einer reicht das Puzzleteil, der andere puzzelt es ein) oder sie toben auf der Couch umher.

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