Wir hatten ja schon im Januar keinen Schnee (also keinen der liegen geblieben ist), wo ich bereits vom Thema her umplanen musste. Und jetzt war es beim Februar ebenso. Keine Minustemperaturen vorausgesagt. Zumindest nicht für Anfang Februar. Von daher habe ich wieder all meine Pläne umgeschmissen und habe einfach ein sicheres Winterthema gewählt. Das Schneeglöckchen! Gerade bei milderen Temperaturen bekommt man es ja umso schneller zu sehen. Sollte es dennoch schneien, auch kein Problem. Heißt ja schließlich Schneeglöckchen und blüht auch dann noch. Eigentlich hatten wir dieses Thema letztes Jahr schon angerissen, allerdings war David noch so klein, dass wir es einfach nur beim betrachten der Schneeglöckchen im Garten beliesen (+ basteln und das Schneeglöckchen Lied). Ich fands toll, dass er Schneeglöckchen erkennen und benennen konnte. Aber die Kinder entwickeln sich ja wahnsinnig schnell, sodass wir jetzt schon einiges mehr machen können. Und in 2 Jahren (Vorschulzeit) wirds dann noch ein richtiges Schneeglöckchen Lapbook geben.
Für unseren Jahreszeitentisch haben wir ein schönes Schneeglöckchenbild gemacht. Die Idee dazu bekam ich vom kindergartenblog.
Dazu habe ich ein Schwämmchen in Schneeglöckchenform geschnitten und so
konnten die Blüten einfach gestempelt werden. Mit einem Filzstift
wurden dann die Stängel und Blätter gemalt. Am meisten Spaß hatte David
mit dem Schneeflöckchen spritzen (weiße Temperafarbe mit viel Wasser).
Dann haben wir noch Schneeglöckchen gebastelt aus grünen Pfeiffenputzern, hellgrünen Holzkugeln und weißem Transparentpapier.
Ergänzt wurde das Tischchen noch mit einer tollen Drehscheibe vom KiGa-Portal, bei der man sehen kann wie das Schneeglöckchen wächst.
Außerdem habe ich David mal wieder eine Schneideübung gegeben. Diesmal mit 2
Ergo Tricks. 1. habe ich das Papier verstärkt, damit es nicht so
wackelig ist und 2. die Schneidelinie dick und fett gemacht. So wird
alles etwas einfacher und das Erfolgserlebnis ist größer. Die Montessori Schneideübungen hat David schon vor 1 Jahr gemacht. Kennt ihr die ersten Schneidübungen?
Selbstverständlich haben wir die Schneeglöckchen auch draußen in der Natur beobachtet. Ich habe extra ein Schneeglöckchenpflänzchen als Balkondeko gekauft und auch beim spazieren gehen, konnten wir aufgrund des milden Wetters wirklich frühzeitig Schneeglöckchen finden - im Garten, beim Spielplatz und auch im Wald.
Ansonsten haben wir das Thema "Rehe" vom letzten Jahr wiederholt und sogar noch ein paar Sachen hinzu genommen wie z.B. ein neues Buch über Rehe für das Kindergartenalter, wir waren wieder im Wildpark (diesmal aber ohne Schnee) und haben eine Schneidübung passend zum Thema gemacht.
Rehe lassen sich ganz besonders schön in einem Wildpark beobachten. Wir haben dazu
z.B. einen kostenlosen „Park“ in unserer Nähe. Es handelt sich
dabei einfach um ein großes eingezäuntes Waldstück, in dem Rehe
und Hirsche leben und über die Jahre ihre Scheu vor den Menschen
verloren haben. Man kann in diesem rießigen Gelände spazieren gehen
(keinerlei Kommerz) und entdeckt auf seinem Weg durch den Wald immer
wieder Tiere, die z.B. am Wegrand stehen und fressen.
Es gibt dort eine
rießige Futterkrippe.
Nachtrag: 1 Jahr später waren wir wieder im Wildpark bei frühlingshaften Temperaturen. Auch das ist natürlich total toll und man kann die Schneeglöckchen umso besser finden.
Ich habe auch
schon gehört, dass man in anderen kommerziellen Wildparks spezielles
Futter (Presslinge) kaufen kann und die Rehe den Kindern dann aus der
Hand fressen! Das ist natürlich auch sehr toll! Achtung:
Spaziergängern in einem normalen Wald ist Wildtierfütterung
(Rehe, Hirsche, Füchse, Wildschweine) aus verschiedenen Gründen
untersagt = Ordnungswidrigkeit = Bußgeld! Nur Jäger oder Förster
dürfen die Tiere bei Schnee füttern!
Als der Schnee wieder weg war, hatten wir Glück und wir konnten in der freien Natur beim
spazieren gehen mal wieder Rehe beobachten. Allerdings halt nur aus der Ferne... 3 Rehböcke sind über die ganzen Felder gesprungen
Zuhause freute
sich David sehr über 3 neue Tierfiguren. Rehbock, Ricke und Rehkitz,
die Rehfamilie. Das Besondere bei den Tierfiguren von Schleich
gegenüber Ostheimer oder sonstigen Tieren ist, dass sie sehr
detailgetreu sind. Das heißt, sie alle haben auch richtige
Fußabdrücke!!!
Unser Jahreszeitentisch mit dem Bild "Der Winterwald" aus "mein großes Natur-Wimmelbuch" vom Esslinger Verlag
David ließ die Rehe immer wieder über kinetischen
Sand laufen (geht natürlich auch mit weißer Knetmasse) und
entdeckte dabei die Fußspuren, die sie (so wie im Schnee)
hinterlassen haben. Das haben wir auch noch mit anderen Waldtieren
gemacht und David lernte die einzelnen Fußspuren sehr schnell
auseinander halten. Er konnte kaum genug davon bekommen! Es ist
überhaupt toll, wenn die Kinder mit Tierfiguren spielen können.
David hat mich damit überracht, wie er das Rehkitz hinten an die
Ricke gestellt hat und sagte: „Mama trinken“ (das heißt bei ihm
„stillen“), so wie er es in den Tiersendungen im Fernsehen
gesehen hat.
Unser Thema in
diesem Februar war aber nicht nur die Rehfamilie, sondern auch ein
wenig das Schneeglöckchen. Es ist ja ein erster Frühlingsblüher,
den man nun bei Spaziergängen draußen entdecken kann. Und somit
wurde mit Schneeglöckchen dekoriert. Wir haben eine winterliche
Schneeglöckchen-Fensterdeko gebastelt. Das war zwar größtenteils
meine Aufgabe, aber David war sehr stolz auf seine Hände in
Schneeglöckchenform und rief immer „Hände“, wenn er die
Schneeglöckchen am Fenster betrachtet hat. Dazu zeichnet man einfach
nur die Handform des Kindes auf weißem Papier nach, schneidet sie
aus und beklebt sie noch mit Kelchblatt, Stängel und Blättern
(diese habe ich einfach schnell frei und ohne Schablone aus grünem
Tonpapier ausgeschnitten). David hat mit Fingerfarbe noch
Schneeflocken ans Fenster getupft.
Soundbücher sind immer
toll, um Tiere kennen zu lernen, die Geräusche von sich geben. Ganz
besonders, wenn man sie live schlecht hören kann. Das ist der 1.
Vorzug dieser Bücher. Das Tolle ist aber, dass man die Tiere hier
auch noch erfühlen kann! Natürlich ist es jeweils nur ein Stück
Stoff und kein richtiges Fell, aber man bekommt doch einen Eindruck
davon, dass sich ein Reh anders anfühlt als eine Eule. Und genau
unter diesem Fühlelement wird dann der Sound ausgelöst. Zusätzlich
sieht das Kind reale echte Fotos der Tiere in verschiedenen
Situationen. In diesem Buch entdeckt das Kind Rehe,
Wölfe, Mufflons, Luchse und Uhus
Dieses
Buch wird ab 2 Jahren empfohlen, ich jedoch finde es schon wesentlich
früher geeignet. Jede Doppelseite beinhaltet nur einen 4-zeiligen
Reim, also genau das was 1-Jährige lieben. Die Zeichnungen sind auch
sehr schlicht gehalten! Das Buch beginnt hoch oben in den Bäumen bei
der Eule und geht dann immer tiefer hinunter bis zum Boden. Das Kind
lernt also die Eule kennen, dann den Specht, Eichhörnchen, eine
Ricke und ein Rehkitz, das sich im hohen Gras / Gebüsch versteckt
hat, Wölfe, Wildschweine,
Siebenschläfer, Maikäfer, Tausendfüßler und zum Schluss findet es
eine Feder.
wunderschöne,
naturgetreue, schlichte Zeichnungen (nicht überladen) von Tieren im
Wald. Genau das Richtige für so junge Kinder! Im Buch zu finden
sind: Specht, Reh,
Dachs, Eichhörnchen und Wildschweine. Dazu gibt es auf jeder Seite 3
- 4 informative Sätze. Es ist eine Ricke mit 2 Rehkitzen
abgebildet (allerdings Frühling-Sommer).
Wir lieben alle 4 Bücher dieser Reihe "Wer wohnt ... ?"
LEIDER werden diese Bücher nicht mehr neu gedruckt. Ihr findet sie
für 1-3 € pro Stück noch in den Kleinanzeigen oder bei
Gebrauchtbuchhändlern
In diesem Buch findet man
Eichhörnchen, Hase, Fuchs,
Wildschwein, Eule, Reh und die Waldmaus. Jedes Tier ist
erstmal ganz groß und für sich alleine dargestellt. Klappt man die
Seite auf, sieht man weitere schöne Zeichnungen zu diesem Tier z.B.
in seiner liebsten Umgebung, was es frisst, wie es schläft, wie die
Jungen leben usw. Dazu gibt es jeweils einen längeren Sachtext, in
dem die Tiere auch korrekt benannt werden wie Bache, Keiler, Ricke,
Rehbock und Rehkitz. Auf den Bildern zu
sehen gibt es eine Ricke mit 2 Rehkitzen auf der Wiese und einen
Rehbock, der sein kleines Geweih im Frühling an einem dünnen Baum
abstreift. Im Sachtext erfahren die Kinder u.a. dass das Geweih des
Rehbocks im Winter auch abfällt und neu nachwächst.
Ein
erstes dickes Wimmelbuch mit 11 Waldszenen im Jahresverlauf. Es zeigt
natürlich vor allem viele Tiere und Pflanzen im Wald, aber auch noch
einen Waldlehrpfad, Waldspielplatz, Waldkindergarten, Förster,
Baumfällungen und den Wald in den Bergen. Auf der letzten
Seite sieht man den Winterwald im Schnee mit einer Futterkrippe für
die Rehe. Jede Seite wird mit
wenigen Sätzen beschrieben und das Kind wird aufgefordert ein paar
„Begriffe“ auf dem Wimmelbild zu suchen. Das Buch ist wirklich
total klasse, um neue Wörter zu lernen und regt zum erzählen an.
Denn auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken.
Dieses Buch ist bereits 15
Jahre alt und wird nicht mehr neu verkauft. Die ersten Kinder, die
dieses Buch angeschaut haben, sind mittlerweile also schon fast
erwachsen! Und dennoch ist dieses Buch (und auch die anderen aus der
Reihe) einfach toll! Man findet es noch bei Gebrauchtbuchhändlern,
in den Kleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt. Ich habe es für 1 €
entdeckt und natürlich sofort zugeschlagen. Das Buch ist eigentlich
genau so aufgebaut wie das „Sachen suchen im Wald“, ist aber
nicht ganz so überladen und zeigt wirklich nur die Tiere und
Pflanzen, das aber mehr im Detail (größer). Rehe sind sogar auf
4 von 6 Seiten zu sehen. Die Zeichnungen von Bob Bampton sind
wunderschön! Auch dieses Buch zeigt den Jahresverlauf und so findet
man neugeborene Rehkitze im Frühling, sowie eine Futterkrippe für
das Wild im verschneiten Winterwald. Sehr schön ist, dass ganz klar
unterschieden wird zwischen Rehfamilie und Hirschfamilie. Alle Tiere
werden korrekt benannt (Rehbock, Rehkitz, Hirschkuh, Hirschkalb).